Inhalt: „Schach und Mathematik“ von Jewgeni Gik ist eine populärwissenschaftliche Entdeckungsreise durch die mathematischen Tiefenstrukturen des Schachspiels. Auf über 200 Seiten verbindet der promovierte Mathematiker und Schachautor die Welt der 64 Felder mit Graphentheorie, Kombinatorik, Kybernetik und Unterhaltungsmathematik. Von der Weizenkörner-Legende über Magische Quadrate und den Satz des Pythagoras auf dem Schachbrett, von Springertouren (Euler, Vandermonde, Warnsdorf) über das Damenproblem bis zu Permutationsaufgaben und dem 15-Puzzle werden klassische Probleme der Schachmathematik ebenso behandelt wie exotische Varianten: Sechseckschach, Zylindrisches Schach, Dreidimensionales Schach, Phantasieschach. Ein umfangreiches Kapitel über Schach und Computer dokumentiert Partien früher Programme (Belle, Cray Blitz, Mephisto III) gegen Meister wie Karpow und Fischer und diskutiert die Parallelen zwischen Schachprogrammierung und allgemeiner Informatik.
Autor: Jewgeni Jakowlewitsch Gik (1943–2016) war promovierter Mathematiker an der Moskauer Lomonossow-Universität und einer der populärsten Schachautoren der Sowjetunion. Seit seiner Studentenzeit Freund und Koautor des Weltmeisters Anatoli Karpow, publizierte er über dreißig wissenschaftliche Arbeiten und zahlreiche Schachbücher, darunter das „Schachkaleidoskop“ und die „Schachstudien der Weltmeister“ (beide mit Karpow). Er schrieb regelmäßig für die populärwissenschaftliche Zeitschrift „Nauka i Schisn“ (Wissenschaft und Leben).
Historischer Kontext: Die deutsche Ausgabe erschien 1986 als Gemeinschaftsproduktion des sowjetischen Verlags MIR Moskau und des Urania-Verlages Leipzig·Jena·Berlin, des renommiertesten populärwissenschaftlichen Sachbuchverlags der DDR. Die Übersetzung aus dem Russischen besorgte Dr. Wolfgang Hintze, das Vorwort zur deutschen Ausgabe schrieb Dr. Ernst Bonsch, Verbandstrainer des Deutschen Schachverbandes der DDR. Originalausgabe: Издательство «Наука», Moskau 1983.
Erhaltungszustand: Sehr gut. Keine Mängel.


