Inhalt: Düsseldorf, 1923: Die drei unzertrennlichen Arbeiterjungen Klaas (der Ich-Erzähler), Pitt und Egon zerschlagen beim Kieselsteinwerfen in einer Fabrikruine versehentlich eine Fensterscheibe – und decken damit ein geheimes Waffenlager auf. Klaas gerät in die Hände der Bewacher, Söldner der separatistischen „Rheinarmee“ unter Dr. Dorten, die einen Putsch zur Ausrufung einer „Rheinischen Republik“ planen. Dem Jungen gelingt die Flucht. Gemeinsam mit seinem Vater, dem radikalen Onkel Fläutepiep und organisierten Arbeitern kehrt er nachts zurück, überwältigt die Wachen mit einer List und macht Gewehre sowie 16.000 Schuss Munition unschädlich. Im weiteren Verlauf übernimmt Klaas Botengänge für die Parteiführung und verbündet sich mit dem klassenbewussten Arbeitermädchen Finchen.
Autor und Illustrator: Götz Gode (eigentlich Georg Reinhard-Fleischhauer, 1905–1969) wandelte sich nach Wehrmachtsdienst und französischer Kriegsgefangenschaft unter dem Einfluss Romain Rollands zum Sozialisten und ging in die DDR, wo er Cheflektor im Dresdner Sachsenverlag war. Die Illustrationen stammen von Hans Betcke (1919–1992), der seit den 1950er Jahren zahlreiche Kinderbücher für die großen DDR-Verlage bebilderte.
Historischer Kontext: Der Roman verbindet eine Abenteuerhandlung mit der Vermittlung eines marxistisch-leninistischen Geschichtsbildes. Die sozialen Gegensätze der Weimarer Republik werden anhand der Lebensrealität der Kinder greifbar: Hyperinflation, in der ein Schulheft 300.000 Mark kostet, aus Abfall geklopftes „Hammerbrot“ und die Notwendigkeit der Aktionseinheit der Arbeiterklasse gegen Separatismus und aufkommenden Faschismus.
Erhaltungszustand: Gut, altersbedingte Gebrauchsspuren. Ecken etwas berieben.


