Inhalt: „Das Malvenhaus — Geschichten aus der Kindheit“ versammelt 17 Erzählungen prominenter DDR-Autorinnen und Autoren, die von ihrer Kindheit berichten. Die Beiträge spannen einen weiten Bogen: Wieland Herzfelde erinnert sich an einen abenteuerlichen Ersatzvater im wilhelminischen Deutschland, Erwin Strittmatter erzählt von seinem Kindheitstraum als Zirkuskünstler, Franz Fühmann beschwört die Indianerspiele im Sudetenland herauf. Die Titelgeschichte von Kurt David schildert, wie ein Großvater im Alter ein kleines Häuschen ersteigert, dessen Malvenblüten ihm den Namen geben. Weitere Beiträge stammen von Hermann Kant, Günter de Bruyn, Herbert Nachbar, Jurij Brězan, Elisabeth Schulz-Semrau und anderen.
Autoren: Die Anthologie wurde herausgegeben von Edith George und Katrin Pieper und vereint Texte von Wieland Herzfelde, Erwin Strittmatter, Franz Fühmann, Herbert Nachbar, Jurij Brězan, Kurt David, Hermann Kant, Günter de Bruyn, Elisabeth Schulz-Semrau, Eberhard Panitz, Joachim Nowotny, Hartmut Biewald, Manfred Jendryschik, Bernd Wagner, Axel Schulze, Martin Stephan und Bernd Schirmer — ein Querschnitt der bedeutendsten DDR-Literaten.
Illustrationen: Die Feder- und Tuschezeichnungen stammen von Christa Unzner, einer der produktivsten deutschen Buchillustratorinnen mit über 100 veröffentlichten Kinderbüchern.
Historischer Kontext: Erstmals 1983 beim Kinderbuchverlag Berlin erschienen, liegt hier die 4. Auflage von 1989 vor — dem letzten Jahr der DDR. Der Kinderbuchverlag Berlin war der zentrale Verlag für Kinder- und Jugendliteratur in der DDR. 239 Seiten, gedruckt im Karl-Marx-Werk Pößneck.
Erhaltungszustand: Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren, dem Alter entsprechend hervorragend erhalten.


