Inhalt: Anton Makarenkos Roman schildert das Leben in der sowjetischen Dserschinskij-Kommune, einer Arbeitskolonie für verwahrloste und straffällig gewordene Jugendliche, die Makarenko selbst leitete. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen wie der Schuhputzer Wanja und der Trickbetrüger Igor, die aus der Verwahrlosung der frühen Sowjetzeit über Arbeit und Kollektiv in ein geordnetes Leben finden. Der Band enthält neben dem Roman ein Stenogramm von Makarenkos Ausführungen im Leningrader Kirow-Kulturpalast, einen offenen Brief an den Kritiker F. Lewin sowie ein Schreiben der Zöglinge der Gorki-Kolonie und der Dserschinskij-Kommune an die Literaturnaja Gaseta.
Autor: Anton Semjonowitsch Makarenko (1888–1939) war sowjetischer Pädagoge und Schriftsteller. Er leitete in den 1920er und 1930er Jahren die Gorki-Kolonie und die Dserschinskij-Kommune, zwei Einrichtungen für verwahrloste Jugendliche, und entwickelte daraus eine eigene Theorie der Kollektiverziehung. Im Roman tritt er selbst als Figur des Kolonieleiters Alexej Stepanowitsch Sacharow auf.
Historischer Kontext: Das Original erschien 1938 unter dem Titel „Flagi na baschnjach“. Die vorliegende deutsche Ausgabe wurde 1953 vom Aufbau-Verlag Berlin herausgebracht, übersetzt von Erich Salewski. Makarenko galt in der DDR-Pädagogik als zentrale Referenz für die sozialistische Kollektiverziehung.
Erhaltungszustand: Sehr guter Zustand. Leineneinband mit brauner Kopf-Vignette, keine besonderen Erhaltungsmängel. Im Vorsatz findet sich ein handschriftlicher Besitzvermerk mit Datum.


