Überblick
„Jugendforschung 1/1967“ ist das erste Heft einer wissenschaftlichen Schriftenreihe, die vom Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR herausgegeben wurde. Das Buch dokumentiert die theoretischen und methodischen Grundlagen der marxistischen Jugendforschung und steht exemplarisch für die interdisziplinäre und gesellschaftspolitisch orientierte Forschungspraxis der DDR. Ziel war es, sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Handlungsempfehlungen für die sozialistische Erziehung der Jugend bereitzustellen (siehe Geleitwort und Inhaltsüberblick im OCR-Text sowie Hintergrundinformationen zum Forschungsinstitut[1][3]).
Detaillierter Inhalt
- Theoretische Probleme der marxistischen Jugendforschung: Grundlagendiskussionen zur Rolle und Zielsetzung der Jugendforschung im Sozialismus, Herausarbeitung der Bedeutung von Wissenschaft als Leitfaden für die sozialistische Erziehung.
- Formung des politischen Bewusstseins der Jugend: Analysen zur Prägung politischer Einstellungen und zur Rolle der Schule sowie der Gesellschaft bei der Entwicklung sozialistischer Identität (vgl. Ziel sozialistischer Erziehung[3]).
- Presse und Jugenderziehung: Untersuchung der Wirkung von Massenmedien auf Erziehungsprozesse und deren Bedeutung als Instrument politischer Sozialisation.
- Interessendifferenzierung bei Schülern: Studie zu individuellen Interessen und deren Entwicklung im Kontext von Schule, Elternhaus und Freizeit.
- Methodische Probleme der schriftlichen Befragung: Reflexionen über die Erhebungsmethoden und Herausforderungen bei der sozialwissenschaftlichen Jugendforschung.
- Interdisziplinärer Ansatz und internationale Kooperation: Beteiligung von Soziologen, Psychologen, Pädagogen, Juristen und Medizinern – Zusammenarbeit mit Forschenden aus Bulgarien, Polen, Ungarn, Jugoslawien und der ČSSR (siehe Geleitwort).
- Praktischer Nutzen: Wissenschaftliche Erkenntnisse fließen direkt in die Arbeit staatlicher Behörden und gesellschaftlicher Organisationen ein und prägen die offizielle Jugendpolitik (vgl. Funktion und Wirkung der DDR-Jugendforschung[1][3]).
- Extras: Enthält Rezensionen ausländischer Fachliteratur, Tagungsberichte und Kurzinformationen zu jugendrelevanten Themen.
Autorenportrait
Das Buch nennt im Inhaltsverzeichnis verschiedene Autoren, darunter Walter Friedrich, P. Förster, N. S. Mansurow, J. G. Lunkow, A. Gurycka, W. T. Lisowski sowie weitere Diskussionsbeiträge von V. Muzic, S. Meress, K. Drien und K. Zentai (siehe OCR). Besonders Walter Friedrich gilt als einer der zentralen wissenschaftlichen Köpfe der ostdeutschen Jugendforschung, Gründungsdirektor des Zentralinstituts für Jugendforschung, und prägte das Feld der empirischen wie konzeptuellen Sozialisationstheorie im sozialistischen Kontext der DDR maßgeblich[1][5]. Viele der Autorinnen und Autoren waren während der 1960er und 1970er Jahre international vernetzt und nahmen produktiv am Austausch mit Forschergruppen in anderen sozialistischen Staaten teil.
Bibliografische Details
| Titel | Jugendforschung 1/1967 |
| Herausgeber | Zentralinstitut für Jugendforschung beim Amt für Jugendfragen |
| Autoren (u.a.) | Walter Friedrich, P. Förster, N. S. Mansurow, J. G. Lunkow, A. Gurycka, W. T. Lisowski |
| Verlag | VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften |
| Erscheinungsjahr | 1967 |
| Seitenzahl | ca. 130 Seiten (aus Inhaltsverzeichnis und OCR gemessen) |
| Sprache | Deutsch |
| Zustand | Antiquarisch; Einband und Seiten altersbedingt |
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**Hinweis:** Die OCR-Texte wurden vollumfänglich inhaltlich verarbeitet und durch geprüfte externe Quellen zur Wirkung und Zielsetzung der DDR-Jugendforschung ergänzt[1][3][5]. Das Buch ist ein Schlüsselwerk zur Wissenschafts- und Sozialgeschichte der jugendbezogenen Forschung und Sozialisation in der DDR.







