Dieses umfangreiche Sammelwerk für Kinder im Alter von ca. 4 bis 14 Jahren stellt ein bedeutendes Zeitzeugnis der DDR-Pädagogik und Kinderliteratur der 1960er Jahre dar. Es vereint traditionelles deutsches Kulturgut mit zeitgenössischen Beiträgen der jungen Republik und dient als praktisches Handbuch für den Einsatz in Kindergarten, Schule und im häuslichen Umfeld.
Bibliografische Angaben
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Titel: Spielen, Lachen, Freude machen!
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Herausgeberinnen: Lena Foellbach und Rosemarie Zimmermann
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Illustrationen: Ursula Mattheuer-Neustädt
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Verlag: Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin
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Auflage: Fünfte, unveränderte Auflage, 1967
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Umfang: Über 400 Seiten (inkl. alphabetischem Titelverzeichnis)
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Preis (EVP): 13,– Mark
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Druck: Sachsendruck Plauen
Inhaltliche Schwerpunkte
Das Buch zeichnet sich durch seine thematische Breite und die Verbindung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen aus:
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Literarische Sammlung: Enthält alte und neue Kinderreime, Gedichte (u. a. von Bertolt Brecht und Christian Morgenstern) sowie Rätsel und Abzählreime.
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Musikalischer Teil: Umfasst Volksweisen, Singspiele (z. B. „Der Butzemann“), Kanons und zeitgenössische Pionier- und Friedenslieder (z. B. „Mailied der Pioniere“) mit vollständiger Notennotation.
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Darstellerisches Spiel: Bietet Anleitungen für Puppenspiele, Laienspiele und kleine dramatische Szenen (z. B. „Der Gänsedieb“) inklusive Regieanweisungen für die darstellerische Umsetzung.
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Pädagogisches Konzept: Die Beiträge sind nach dem Jahreslauf und in einer methodischen Staffelung vom Leichten zum Schweren angeordnet, um die Entwicklung der mimischen und musischen Ausdrucksfähigkeit zu fördern.
Besondere Merkmale dieser Ausgabe
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Illustrationen: Die grafische Gestaltung durch Ursula Mattheuer-Neustädt ist prägend für die Ästhetik dieser Epoche.
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Zeitgeschichte: Das Werk dokumentiert die ideologische Einbettung des Alltags (z. B. Lieder zur LPG oder zum Frieden) bei gleichzeitigem Erhalt klassischer Volksliteratur.
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Individueller Erhaltungszustand: Diese spezifische Ausgabe enthält ein gepresstes, vierblättriges Kleeblatt als Beilage auf Seite 255 beim „Friedenslied“.


