Inhalt
Das Jugendbuch Tinko thematisiert die Nachkriegszeit im ländlichen Brandenburg der frühen DDR. Der Junge Tinko, erzählend aus Ich-Perspektive, steht zwischen dem konservativen Großvater und dem heimkehrenden Vater, der für gesellschaftlichen Wandel und Kollektivierung eintritt. Konflikte um Bodenreform, Schule und Traditionen spiegeln den Übergang von feudaler zu sozialistischer Ordnung wider, illustriert von Karl von Appen.
Autor
Erwin Strittmatter (1912–1994), bedeutender DDR-Autor, schrieb Tinko 1954. Inspiriert von seinem Bruder Martin, erhielt er dafür 1955 den Nationalpreis der DDR. Bekannt für bäuerliche Themen und nuancierte Dorfgeschichten.
Kontext
Erstausgabe 1954 beim Der Kinderbuchverlag Berlin, schnell populär als Schulliteratur. Verfilmung 1957 durch DEFA. Zahlreiche Auflagen bis in die 1980er, Reclam-Ausgaben. Symbolisiert Hoffnungen und Konflikte der DDR-Gründungsphase.


