Dieses Buch ist mehr als eine Anthologie weihnachtlicher Texte. Es ist ein stilles Dokument der Zeitgeschichte und eine Liebeserklärung an die sächsische Heimat. Erschienen im Jahr 1990, mitten in der Zeit des großen politischen Umbruchs, wirkt dieser Band wie ein Anker der Ruhe.
Inhalt & Gestaltung Das Buch führt den Leser auf eine visuelle und spirituelle Reise durch das winterliche Erzgebirge und Vogtland. Atmosphärische Fotografien fangen die Region in ihrer ganzen Stille ein: Verschneite Wehrkirchen, leuchtende Fenster mit Engel und Bergmann, vereiste Bachläufe und die warme Geborgenheit der Stuben.
Begleitet werden diese Bilder von einer handverlesenen Auswahl literarischer und theologischer Texte, die weit über das Übliche hinausgehen. Statt Kitsch findet der Leser hier Worte, die tragen.
Die Autoren: Die Zusammenstellung vereint klassische Lyrik mit Texten des christlichen Widerstands und der Theologie:
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Literarische Klassiker: Theodor Storm, Rainer Maria Rilke, Joseph von Eichendorff, Hermann Hesse.
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Glaubenszeugen: Dietrich Bonhoeffer („Brief an die Eltern“), Jochen Klepper, Karl Barth.
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Regionale Stimmen: Texte und Bezüge zu Orten wie Annaberg, Seiffen, Zinnwald und dem Aschberg.
Warum dieses Buch besonders ist: Herausgegeben von der Pressestelle der Evangelisch-methodistischen Kirche in der DDR (Anker-Bücher Nr. 24) und gedruckt in Leipzig, ist es ein Stück ostdeutscher Verlagsgeschichte. Es atmet den Geist einer Zeit, in der das Wort „Frieden“ eine ganz neue, greifbare Bedeutung bekam. Es eignet sich hervorragend für Menschen, die Weihnachten als Fest der Stille suchen und die Verbindung von Landschaft, Tradition und tiefem Glauben schätzen.
Bibliographische Daten:
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Titel: Komm nun wieder, stille Zeit
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Herausgeber: Evangelisch-methodistische Kirche in der DDR / Evang. Buchhandlung Reichenbach
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Reihe: Anker-Bücher Nr. 24
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Erscheinungsjahr: 1990
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Druck: Graphischer Betrieb Jütte, Leipzig
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Einband: Hardcover / Gebunden



