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	<title>Shop &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 11:30:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Entwicklungswunder Mensch Hans-Dieter Schmidt Evelyn Richter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/entwicklungswunder-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:28:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entwicklungspsychologisches Sachbuch aus dem Leipziger Urania-Verlag, 1980 zum „Jahr des Kindes“ erschienen. Prof. Hans-Dieter Schmidt erklärt kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum Schulalter und plädiert dabei ungewöhnlich offen gegen autoritäre Erziehung und für kindlichen Eigenwillen. Begleitet von Schwarzweißfotografien der bedeutenden DDR-Fotografin Evelyn Richter, die den Alltag von Familie und Kinderkrippe undogmatisch und ohne Beschönigung zeigen. Ein Buch, das unter dem Deckmantel der Wissenschaft erstaunlich viel Freiraum nutzt. Band ohne Schutzumschlag, dafür mit handgefertigtem Papierumschlag eines Vorbesitzers. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Entwicklungswunder Mensch“ erklärt einem interessierten Laienpublikum, wie sich ein Kind von der Geburt bis zum Schulalter körperlich, sprachlich und sozial entwickelt. Das Buch erschien 1980 zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Jahr des Kindes“ und behandelt unter anderem die vorgeburtliche Entwicklung, den Spracherwerb, das kindliche Spiel und die ersten sozialen Bindungen. Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der der Autor autoritäre Erziehungspraktiken kritisiert und stattdessen für kindlichen Eigenwillen und Widerspruchsgeist plädiert — eine Haltung, die im erzieherischen Klima der DDR keineswegs selbstverständlich war. Die Schwarzweißfotografien der renommierten Leipziger Fotografin Evelyn Richter begleiten den Text als eigenständige, undogmatische Bildebene und zeigen den DDR-Alltag von Familie, Krippe und Kindergarten ohne jede Beschönigung.</p>
<p><b>Autor:</b> Prof. Dr. sc. nat. Hans-Dieter Schmidt (1927–2007) lehrte Entwicklungspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin und leitete von 1970 bis 1973 die dortige Sektion Psychologie. Sein Lehrbuch „Allgemeine Entwicklungspsychologie“ wurde auch international bekannt. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschreibt ihn als kritischen, reformpädagogisch orientierten Vertreter der DDR-Psychologie. Die Fotografien stammen von Evelyn Richter (1930–2021), einer der bedeutendsten deutschen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und zentralen Vertreterin der humanistischen Dokumentarfotografie in der DDR.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien im Leipziger Urania-Verlag, dem Haus für populärwissenschaftliche Literatur in der DDR, und erlebte bei einem Ladenpreis von 25 Mark insgesamt drei Auflagen. Er gilt als ungewöhnlich offenes Zeitdokument: Wissenschaft und Fotografie verhandeln hier, geschützt durch den Anschein fachlicher Neutralität, Fragen von Erziehung und Freiheit, die in der DDR-Öffentlichkeit sonst selten so direkt gestellt wurden.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Der Band liegt ohne den originalen Schutzumschlag vor, dafür mit einem handgefertigten Papierumschlag eines Vorbesitzers — ein eigenes kleines Stück Bucherinnerung.</p>
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			</item>
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		<title>Der Laden (Band 1) Erwin Strittmatter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/der-laden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 12:22:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erwin Strittmatters spätes Hauptwerk: der erste Band der Laden-Trilogie, erschienen 1983 im Aufbau-Verlag, 4. Auflage 1985. Ein niederlausitzischer Bäcker- und Kolonialwarenladen 1919 als Tautropfen-Welt-Theater – episodisch, dialektreich, politisch in den Nebensätzen. Gewidmet dem Aufbau-Lektor Günter Caspar. Sehr gutes Exemplar ohne Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Erwin Strittmatters Roman <i>Der Laden</i> (1983) eröffnet die gleichnamige Romantrilogie mit dem Einzug der Familie Matt in das niederlausitzische Heidedorf Bossdom am 15. Juni 1919. Im Mittelpunkt steht der Junge Esau Matt, Sohn eines Bäckers und Kolonialwarenladen-Betreibers, dessen Kindheitsblick und der Rückblick des späteren Schriftstellers sich auf jeder Seite überlagern. Das Buch hat keine durchgehende Handlung; es häuft Szenen und Figuren an – die sorbenstämmige Mutter als eigentliche Unternehmerin, die »Amerikanische« Großtante Dorothea mit acht Atlantiküberfahrten im Gepäck, Großtante Maika die Hexe, den jähzornigen Vater, die Knappwaren-Verteiler als Miniaturparlament der Weimarer Republik. Strittmatter nennt es selbst sein »kleines Tautropfen-Welt-Theater«.</p>
<p><b>Autor:</b> Erwin Strittmatter (1912–1994), sorbisch-deutscher Herkunft, gehört zu den bedeutendsten Erzählern der DDR-Literatur. <i>Der Laden</i> ist sein spätes Hauptwerk, das er mit 71 Jahren veröffentlichte. Die Trilogie (1983, 1987, 1992) wurde 1998 vom ZDF verfilmt (Drehbuch: Ulrich Plenzdorf, Adolf-Grimme-Preis 1999).</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1983 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, gewidmet dem Lektor Günter Caspar, der das Lektorat Zeitgenössische deutsche Literatur des Verlags über Jahrzehnte prägte. Das vorliegende Exemplar ist die 4. Auflage von 1985 – noch vor Erscheinen des zweiten Bandes, als der Roman allein stand. Lizenznummer: 301. 120/315/85.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren. Ohne Papierschutzumschlag.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das blaue Zauberband &#8211; sorbisches Märchen</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/das-blaue-zauberband/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 08:30:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sorbisches Volksmärchen aus dem Domowina-Verlag Bautzen, 1982 erstmals erschienen, 3. Auflage 1986. Nacherzählt von Paul Völkel, illustriert von Thomas Schleusing. Ein armer Junge erhält von einem dankbaren Hasen ein blaues Zauberband, das ihn durch Riesen, Löwen und eine ägyptische Königstochter führt. Schleusing, einer der profiliertesten Grafiker der DDR, hat Bilder geschaffen, in denen alles fliegt und stürzt — und am Ende zwei Menschen schwerelos einander die Hände reichen. Zustand: gut, Ecken etwas berieben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Worum es geht:</b> Dieser Feuilletonartikel behandelt <i>Das blaue Zauberband</i>, ein sorbisches Volksmärchen, nacherzählt von Paul Völkel und illustriert von Thomas Schleusing, erschienen 1982 im VEB Domowina-Verlag Bautzen. Der Essay fragt, was ein Kinderbuch aus dem einzigen sorbischen Verlag der DDR heute noch trägt — und was es über die Leute verrät, die es gemacht haben.</p>
<p><b>Inhalt:</b> Ein armer Holzfällersohn namens Jan wird von seiner bösen Stiefmutter in die Welt geschickt. Unterwegs schenkt ihm ein Hase, dem er im Winter Futter gab, ein blaues Band, das ihn übermenschlich stark macht. Jan besteht drei Prüfungen bei einem menschenfressenden Riesen, besiegt zwölf Löwen, befreit eine ägyptische Königstochter aus einem Kellerverlies — und verliert fast alles, als er der Stiefmutter naiv das Geheimnis seines Bandes verrät. Die Löwen retten ihn, ein Hase heilt seine Blindheit, und er findet seinen Weg nach Ägypten, zur Prinzessin und zum Glück. Das Märchen verbindet Lausitzer Waldwelt mit orientalischer Weite und ist in seiner Erzählstruktur überraschend komplex.</p>
<p><b>Über die Macher:</b> Paul Völkel war Sorbist und Lexikograf, Herausgeber des maßgeblichen Handbuchs der obersorbischen Rechtschreibung (1962). Seine Nacherzählungen behalten den Atem der mündlichen Überlieferung. Thomas Schleusing, ausgebildet bei Werner Klemke und Klaus Wittkugel an der Hochschule Berlin-Weißensee, Mitgründer der Gruppe 4, Kunstpreisträger der DDR 1978, hat Illustrationen geschaffen, in denen Figuren fliegen, stürzen und kopfüber von Ästen hängen — eine Bildsprache, die der Märchenlogik des umgekehrten Kräfteverhältnisses folgt.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Ecken etwas berieben, innen sauber und vollständig.</p>
<p><b>Verlag &amp; Ausgabe:</b> VEB Domowina-Verlag Bautzen, 3. Auflage 1986 (Erstauflage 1982). Gesamtherstellung: GG Sachsendruck Plauen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zeit der Störche &#8211; von Herbert Otto</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/zeit-der-stoerche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 13:36:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herbert Ottos Erzählung „Zeit der Störche“ (1966, Aufbau-Verlag) gehört zu den stillen Klassikern der DDR-Prosa. Eine Lehrerin und ein Bohrarbeiter begegnen sich im Wartezug — und sechs Wochen später hat keiner von beiden mehr dieselbe Haut. Otto erzählt keinen Parteiroman, sondern einen lakonischen Liebesroman, tief im DDR-Alltag der frühen 60er Jahre. 1971 verfilmt mit Heidemarie Wenzel und Winfried Glatzeder. Vorliegende 7. Auflage von 1972 mit Produktionsfehler (Kapitel 14 fehlt) — bibliographische Rarität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Susanne Krug, Lehrerin aus Schafstädt, und Christian Smolny, Bohrarbeiter an einem Erdgas-Speicher-Projekt, begegnen sich in einem Wartezug. Aus einer zufälligen Begegnung wird in einer Urlaubswoche im Dorf Krempen eine Liebesgeschichte, die beide verändert. Herbert Ottos Erzählung zeigt zwei Menschen, die lernen, einander zu sehen — und dabei je auf ihre Weise eine Häutung durchmachen. Im Hintergrund wacht Bohrmeister Max Schlosser, der stille Vollender menschlicher Entwicklungen. Der Roman verbindet psychologische Tiefe mit einem genauen Panorama des DDR-Alltags der frühen 60er Jahre: Bohrturm, Genossenschaft, Tanzabend — und die noch offenen Wunden des Krieges.</p>
<p><b>Besonderheit dieser Ausgabe:</b> Durch einen Produktionsfehler fehlen in diesem Exemplar 16 Seiten (Kapitel 14). Ein Teil des Textes aus dem fehlenden Kapitel ist in Kapitel 13 eingewandert. Das Exemplar ist damit eine bibliographische Rarität — ein Druckfehler-Zeuge aus der DDR-Buchproduktion von 1972.</p>
<p><b>Autor:</b> Herbert Otto (1925 Breslau – 2003 Ahrenshoop) zählt zu den bedeutenden Erzählern der DDR-Literatur. Nach Kriegsdienst und sowjetischer Gefangenschaft wurde er freier Schriftsteller in Potsdam. „Zeit der Störche“ (1966) wurde in vierzehn Sprachen übersetzt und 1971 von der DEFA verfilmt (Regie: Siegfried Kühn, mit Heidemarie Wenzel und Winfried Glatzeder). Mit knapp 5,8 Millionen Kinobesuchern gehört der Film zu den erfolgreichsten DEFA-Verfilmungen überhaupt.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Roman erschien 1966 im Aufbau-Verlag und ist in den frühen 1960er Jahren angesiedelt. Otto schreibt kein ideologisches Lehrstück, sondern einen psychologischen Liebesroman, der zugleich ein stilles Gesellschaftspanorama ist.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrbuch für den Berufskraftfahrer &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/lehrbuch-fuer-den-berufskraftfahrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 19:57:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Staatlich verbindliches Ausbildungslehrbuch für den DDR-Berufskraftfahrer, erschienen beim VEB-Verlag transpress in fünfter Auflage (Druckjahr Oktober 1980). Auf 321 Seiten behandeln Dipl.-Ing. Helmut Ehlers, Ing. Hans-Joachim Mateka und Gewerbeoberlehrer Karl-Heinz Wilhelm alle Bereiche der Fahrzeug- und Motorenkunde: Fahrwerk, Verbrennungsmotor, Kraftübertragung, elektrische Anlage, Störungssuche und Kraftstoffverbrauch. Durchgängig mit konkreten DDR-Fahrzeugen als Beispielen: Wartburg-Zweitaktmotor, IFA W50, S 4000-1 mit Dieselmotor EM 1-29, H 6 aus dem VEB Kraftfahrzeugwerk Werdau. Mit 13 Schaltskizzen, Normblatt TGL 5595 und Kleinbezeichnungen für Kraftfahrzeuge im Anhang. Ein Primärdokument der DDR-Fahrzeugindustrie und Berufsausbildung um 1970 — und Zeugnis der planwirtschaftlichen Lehrbuchtradition.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Umfassendes Ausbildungslehrbuch für den DDR-Berufskraftfahrer in sieben Kapiteln. Das erste Kapitel führt in die Geschichte des Kraftfahrzeugs ein: von Cugnots Dampfwagen 1770 über das englische Red Flag Law, das Dampfkraftwagen ein halbes Jahrhundert lang auf vier Stundenkilometer drosselte, über die Eisenbahnlobby des 19. Jahrhunderts bis zur Motorisierung der DDR in den 1960er Jahren. Kapitel zwei behandelt das Fahrwerk: Rahmentypen (Kasten-, Mittel-, X-Rahmen), Federung, Starr- und Pendelachsen, Bereifung, Bremsen einschließlich Druckluft-Zweikreisbremse, automatische Anhängerbremse und Wirbelstrombremse sowie Lenkung mit Lenkhilfe. Kapitel drei erklärt den Verbrennungsmotor: Viertakt-Otto und Viertakt-Diesel im Vergleich, Schmierung, Kühlung (Luft- und Wasserkühlung, Thermostat, Thermosyphon), Vergaser und Kraftstoffeinspritzung. Kapitel vier behandelt die Kraftübertragung: Einscheiben- und Zweischeibenkupplung, synchronisiertes Wechselgetriebe mit Klemmrollenfreilauf, Gelenkwelle und Ausgleichgetriebe. Kapitel fünf deckt die elektrische Anlage ab: Batterien, Gleichstromlichtmaschine mit IKA-Regler, Schraubtrieb- und Schubtriebanlasser, Batterie- und Magnetzündung, Beleuchtungs- und Signalanlage, Scheibenwaschanlage. Kapitel sechs liefert ein systematisches Schema zur Störungssuche an allen Fahrzeugbaugruppen. Das siebte Kapitel schließt mit der Physik des Fahrens: Rollwiderstand nach sieben Fahrbahnkategorien (Asphalt bis Sandboden, Faktor 30 zwischen den Extremen), Luftwiderstand, Steigungswiderstand, Leistungsbedarf, Kraftstoff-Normverbrauch und spezifischer Dieselverbrauch mit Übungsaufgaben. Im Anhang: Leitungs-Farbkennzeichnung nach TGL 5595, Kleinbezeichnungen für Kraftfahrzeuge, 13 Schaltskizzen.</p>
<p><b>Autoren:</b> Dipl.-Ing. Helmut Ehlers schreibt Fahrwerk und Elektrische Anlage, Ing. Hans-Joachim Mateka Motor und Kraftübertragung, Gewerbeoberlehrer Dipl.-Ing. Ök. Karl-Heinz Wilhelm Einführung und das Schlusskapitel zu Leistung und Verbrauch. Die drei akademischen Grade spiegeln die Ordnung der DDR-Ingenieursausbildung: ingenieurswissenschaftliche Theorie, werkstattnahe Praxis und ökonomisch-pädagogische Einordnung.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Berufskraftfahrer wurde 1967 als eigenständiger DDR-Ausbildungsberuf eingerichtet, ausschließlich im Rahmen der Erwachsenenqualifizierung und mit vollwertigem Facharbeiterzeugnis. Das Lehrbuch erschien erstmals 1970 und erlebte mindestens fünf Auflagen; das vorliegende Exemplar stammt aus dem Druckjahr Oktober 1980. Als Beispielfahrzeuge dienen durchgängig konkrete DDR-Produkte: Wartburg-Zweitaktmotor, IFA-LKW S 4000-1 mit Dieselmotor EM 1-29, IFA W50 und der ältere H 6 aus dem VEB Kraftfahrzeugwerk Werdau. Die Normierung nach TGL 5595 verweist explizit auf die westdeutsche DIN 72 551 als Vorlage. Das Buch ist damit nicht nur Ausbildungsmedium, sondern ein detailliertes Inventar der DDR-Fahrzeugindustrie um 1970. Von der Staatlichen Plankommission als verbindliches Pflichtlehrbuch für die Ausbildung von Facharbeitern für Verkehrsberufe erklärt.</p>
<p><b>Verlag:</b> transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin. 5. Auflage 1970 (Druck 10/80). Lizenz-Nr. VLN 463. Druckgenehmigung-Nr. 925/74/70. Druckerei der Wertpapiere, Halle (Saale).</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> gut. Einband etwas fleckig – siehe Foto.</p>
<p><b>Format:</b> ca. 321 Seiten + Anhang (3 Anlagen, 13 Schaltskizzen) · Hardcover · transpress 1970 (Druck 10/80) · ddrbuch.de</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Ort. Nirgends &#8211; von Christa Wolf</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/kein-ort-nirgends/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 06:19:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Christa Wolfs Erzählung von 1979 inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode — eine Begegnung, die nie stattfand und die Wolf offen als „erwünschte Legende“ bezeichnet. In einer Teegesellschaft am Rhein und auf einem kurzen Abendspaziergang entfaltet sie eine Doppelstudie zweier Außenseiter, die einander erkennen, ohne sich retten zu können. Die 1. Auflage 1979 im Aufbau-Verlag erschien im selben Jahr wie das Manuskript und ist das bibliophil interessanteste Dokument dieses Textes — entstanden unmittelbar nach Wolfs Parteistrafe im Gefolge der Biermann-Ausbürgerung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Christa Wolfs Erzählung inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode an einem Junitag 1804 in Winkel am Rhein. Die Begegnung hat nie stattgefunden — Wolf nennt sie offen eine „erwünschte Legende“. Was sie in diesem erfundenen Nachmittag entfaltet, ist eine Doppelstudie zweier Außenseiter: Kleist, gerade aus psychiatrischer Behandlung entlassen, das Guiscard-Manuskript verbrannt, auf der Suche nach einem Ort, an dem er sein kann, was er ist. Günderrode, Stiftsdame und Dichterin unter dem Pseudonym Tian, die einen Dolch im Pompadour trägt und ihren eigenen Tod mit erschreckender Nüchternheit eingeplant hat. In einer Teegesellschaft mit Brentanos, Savigny und Esenbecks bewegen sich beide am Rand — und finden auf einem kurzen Abendspaziergang das einzige Gespräch, das je zwischen ihnen möglich gewesen wäre.</p>
<p><b>Autorin:</b> Christa Wolf (1929–2011) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der DDR. Nach dem Durchbruch mit <i>Der geteilte Himmel</i> (1963) und <i>Nachdenken über Christa T.</i> (1968) markiert <i>Kein Ort. Nirgends</i> den Übergang zu ihrem mythisch-historischen Schreiben, das in <i>Kassandra</i> (1983) und <i>Medea. Stimmen</i> (1996) fortgesetzt wird. Wolf war Mitunterzeichnerin des Biermann-Protests von 1976 und erhielt dafür eine Parteistrafe. Das vorliegende Buch erschien 1979 — in unmittelbarer Nähe zu diesem biographischen Einschnitt.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Die 1. Auflage erschien 1979 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, drei Jahre nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns und in einem kulturpolitischen Klima, in dem zahlreiche DDR-Schriftsteller das Land verließen. Wolf wählte die historische Maskerade als literarisches Verfahren, um das Unsagbare sagbar zu machen. Die vorliegende Erstausgabe erschien im selben Jahr wie das Manuskript entstand und ist damit das nächste erhältliche Dokument zur Entstehungssituation des Textes.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Wetteraberglauben zur Wetterforschung. Aus Geschichte und Kulturgeschichte der Meteorologie</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/vom-wetteraberglauben-zur-wetterforschung-aus-geschichte-und-kulturgeschichte-der-meteorologie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 10:13:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hans-Günther Körbers reich bebilderte Kulturgeschichte der Meteorologie – von babylonischen Wetterprophezeiungen bis zum Wettersatelliten. 225 Seiten mit über 100 Abbildungen, darunter Cellarius-Kupferstiche (Amsterdam 1661) und eine METEOSAT-2-Aufnahme von 1981. Edition Leipzig 1987, Erste Auflage, mit Schuber. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Kulturgeschichte der Meteorologie vom babylonischen Keilschrift-Kalender bis zum Wettersatelliten: Hans-Günther Körber, Leiter der Zentralbibliothek des Meteorologischen Dienstes der DDR, legt eine reich bebilderte Geschichte des menschlichen Umgangs mit dem Wetter vor. Der Band folgt dem Weg von den Wettergöttern Mesopotamiens und der antiken Naturphilosophie über mittelalterliche Bauernregeln, Barometer-Pioniere und die ersten Wetterkarten bis zur modernen Synoptik und Polarfronttheorie. Auf 225 Seiten mit über 100 Abbildungen – darunter Kupferstiche aus der Harmonia macrocosmica des Andreas Cellarius (Universitätsbibliothek Rostock), ein Hokusai-Holzschnitt aus Dresdner Beständen und eine METEOSAT-2-Satellitenaufnahme von 1981 – zeigt Körber, dass Aberglaube und Wissenschaft über Jahrtausende nicht aufeinanderfolgen, sondern nebeneinander existieren.</p>
<p><b>Autor:</b> Hans-Günther Körber (1920–2008), Leiter der Zentralbibliothek des Meteorologischen Dienstes der DDR in Potsdam. Umfangreiche wissenschaftshistorische Publikationen zur Geschichte der Meteorologie in Deutschland; nach 1990 Werke zur Geschichte des Meteorologischen Observatoriums Potsdam und des Preußischen Meteorologischen Instituts Berlin. Gestaltung und Zeichnungen: Ludwig Winkler, Diplom 1974 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Klasse Werner Tübke).</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1987 in der Edition Leipzig, dem wichtigsten Exportverlag der DDR für kulturhistorische Prachtbände. Die Edition Leipzig produzierte seit 1960 über 1.000 Titel für den internationalen Buchmarkt, mehr als 500 davon in Fremdsprachen. Lizenz-Nr. 600/43/86, Bestellnummer 593 102 8. Lichtsatz: INTERDRUCK Leipzig. Druck: H. F. Jütte (VOB) Leipzig.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Mit Schuber.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Mädchen und der Junge &#8211; Günter Görlich</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/das_maedchen_und_der_junge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 10:53:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erschienen im Jahr 1981 im Kinderbuchverlag Berlin, thematisiert Günter Görlichs Jugendroman <i data-path-to-node="14" data-index-in-node="94">„Das Mädchen und der Junge“</i> (hier vorliegend in der 2. Auflage von 1982) die erste Liebe und den Abnabelungsprozess zweier Jugendlicher vor dem Hintergrund realer DDR-Alltagsrealitäten. Die markanten, tiefenpsychologischen Illustrationen stammen aus der Feder des renommierten Grafikers Wolfgang Würfel und reflektieren die stilistische Entwicklung der DDR-Buchkunst in den 1980er Jahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 data-path-to-node="3"><b data-path-to-node="3" data-index-in-node="0">Bibliografische Daten</b></h4>
<ul data-path-to-node="4">
<li>
<p data-path-to-node="4,0,0"><b data-path-to-node="4,0,0" data-index-in-node="0">Titel:</b> Das Mädchen und der Junge</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,1,0"><b data-path-to-node="4,1,0" data-index-in-node="0">Autor:</b> Günter Görlich</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,2,0"><b data-path-to-node="4,2,0" data-index-in-node="0">Illustrationen:</b> Wolfgang Würfel</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,3,0"><b data-path-to-node="4,3,0" data-index-in-node="0">Verlag:</b> Der Kinderbuchverlag Berlin</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,4,0"><b data-path-to-node="4,4,0" data-index-in-node="0">Auflage / Erscheinungsjahr:</b> 2. Auflage, 1982 (Erstausgabe 1981)</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,5,0"><b data-path-to-node="4,5,0" data-index-in-node="0">Gesamtherstellung:</b> Karl-Marx-Werk Pößneck (Betriebsnummer: V 15/30)</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,6,0"><b data-path-to-node="4,6,0" data-index-in-node="0">Literaturstandardnummer (LSV):</b> 7501</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,7,0"><b data-path-to-node="4,7,0" data-index-in-node="0">Bestellnummer:</b> 631 215 7</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,8,0"><b data-path-to-node="4,8,0" data-index-in-node="0">Originalpreis (EVP):</b> 5,40 M</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,9,0"><b data-path-to-node="4,9,0" data-index-in-node="0">Lesealter:</b> Empfohlen ab 12 Jahren</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="4,10,0"><b data-path-to-node="4,10,0" data-index-in-node="0">Einband:</b> Fester Einband (gebunden)</p>
</li>
</ul>
<h4 data-path-to-node="5"><b data-path-to-node="5" data-index-in-node="0">Inhaltliche Zusammenfassung</b></h4>
<p data-path-to-node="6">Der Roman schildert die Annäherung und die spätere Konfliktentwicklung zwischen zwei Jugendlichen im Ost-Berlin der frühen 1980er Jahre. Die Handlung beginnt im Februar mit einem Zusammenstoß auf einer Eisbahn, bei dem die 14-jährige Katrin Schumann durch die Schlittschuhkufe des gleichaltrigen Frank Lessow eine Fleischwunde am Bein erleidet. Frank leistet erste Hilfe, bringt sie in die Poliklinik und initiiert in der Folgezeit regelmäßige Treffen in der Stadt.</p>
<p data-path-to-node="7">Im weiteren Verlauf entwickelt sich zwischen beiden eine Partnerschaft, die jedoch durch die ausgeprägten Milieuunterschiede ihrer Familien und familiäre Krisen belastet wird. Katrin bricht für Frank tradierte familiäre Rituale auf, wie den gemeinsamen Winterurlaub mit ihrem Vater in einer ländlichen Holzhütte. Nach einer Annäherung Franks an Katrins Familie und einer gemeinsamen Reise nach Stralsund und Rügen eskaliert die Situation im Frühjahr. Franks Mutter trennt sich überraschend von dessen Vater, um aus einer von ihr als einseitig empfundenen Ehe auszubrechen. Frank, traumatisiert durch den Zerfall seines Elternhauses, versucht daraufhin, Katrin emotional an sich zu binden, und stellt ihr am Tag ihrer Jugendweihe ein Ultimatum: Sie soll eine geplante Klassenreise nach Prag absagen, um ihn zu begleiten. Katrin verweigert die Unterwerfung unter diesen Kontrollanspruch, was zur Trennung führt. Der Roman endet mit der Abreise Katrins nach Prag und der Reflexion über psychische Reifeprozesse.</p>
<h4 data-path-to-node="8"><b data-path-to-node="8" data-index-in-node="0">Thematische Schwerpunkte</b></h4>
<ul data-path-to-node="9">
<li>
<p data-path-to-node="9,0,0"><b data-path-to-node="9,0,0" data-index-in-node="0">Soziologische Milieustudie:</b> Das Werk kontrastiert detailliert zwei gesellschaftliche Schichten innerhalb der DDR. Auf der einen Seite steht Katrins Familie als Vertreter der klassischen Arbeiterschaft (der Vater ist Handwerker im Reichsbahnausbesserungswerk Berlin-Warschauer Straße, die Mutter Arbeiterin im Kombinat VEB Berliner Glühlampenwerk „Narva“), ansässig in einem Friedrichshainer Altbau. Auf der anderen Seite wird Franks Elternhaus im bürgerlich geprägten Wilhelmsruh als Prototyp der privilegierten Funktionsintelligenz dargestellt (der Vater ist forschungsleitender Diplomingenieur und „Reisekader“ mit NSW-Reiseprivileg, eigenem Lada, Telefonanschluss und ausgeprägtem rational-transaktionalen Denken).</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="9,1,0"><b data-path-to-node="9,1,0" data-index-in-node="0">Adoleszenz und Emanzipation:</b> Im Mittelpunkt steht Katrins Entwicklung von der kindlichen Geborgenheit des Elternhauses hin zu einer autonomen, selbstbestimmten Persönlichkeit. Ihre finale Weigerung, Franks besitzergreifendes Ultimatum zu erfüllen, bricht mit den Konventionen klassischer Liebeserzählungen und betont die Notwendigkeit individueller Integrität.</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="9,2,0"><b data-path-to-node="9,2,0" data-index-in-node="0">Ehestrukturen und weibliche Selbstverwirklichung:</b> Durch den Abschiedsbrief von Franks Mutter Elvira thematisiert der Roman die ungleiche Verteilung von häuslichen Dienstleistungen und beruflicher Anerkennung in der DDR-Gesellschaft sowie den bewussten Ausbruch einer Frau aus patriarchalischen Strukturen.</p>
</li>
</ul>
<h4 data-path-to-node="10"><b data-path-to-node="10" data-index-in-node="0">Visuelle Gestaltung und Buchkunst</b></h4>
<p data-path-to-node="11">Die grafische Ausstattung von Wolfgang Würfel bricht mit den Konventionen des plakativen Sozialistischen Realismus. Die im Buch enthaltenen Bleistiftzeichnungen und die Covergestaltung arbeiten mit psychologisierten Perspektiven, extremen Größenverschiebungen (wie dem überdimensionierten verbundenen Fuß auf dem Cover) und schwebenden Bildelementen, die Tagträume, Isolation und die innere Zerrissenheit der Jugendlichen visualisieren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grundlagen der Instandhaltung von Landmaschinen und Traktoren &#8211; Eichler / Rudolph</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/grundlagen-der-instandhaltung-von-landmaschinen-und-traktoren-eichler-rudolph/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 13:40:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Offizielles Fachschullehrbuch der DDR (1966) zur wissenschaftlich-systematischen und industriemäßigen Instandhaltung des agrartechnischen Maschinenparks (LPG/VEG). Das Werk behandelt tribologische Grundlagen, mathematische Verschleißmodelle und die progressive Pflegeordnung (Wartungsstufen 1–4) für RGW-Traktoren wie den RS 09, Famulus und Zetor. Weitere Schwerpunkte sind detaillierte Taktzeitberechnungen für Fließverfahren in den Reparaturwerkstätten, die Projektierung von Kreisbetrieben für Landtechnik (inklusive Werkstatt-Grundrissplan) sowie TGL-Normen zur Materialregeneration durch Hartverchromung und Schweißtechnik.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Systemischer und bildungspolitischer Kontext</h3>
<p>Dieses ingenieurwissenschaftliche Fachschullehrbuch dokumentiert die technologisch-organisatorische Neuausrichtung der DDR-Agrarwirtschaft Mitte der 1960er Jahre. Der Inhalt basiert auf den Beschlüssen des VIII. Deutschen Bauernkongresses (1964) und formuliert die wissenschaftliche Grundlage für den Übergang zur industriemäßigen Großproduktion in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und Volkseigenen Gütern (VEG).</p>
<h3>Verfahrenstechnische und mathematisch-theoretische Kerninhalte</h3>
<h4>1. Materialwissenschaftliche Grundlagen und Tribologie</h4>
<ul>
<li><strong>Quantitative Verschleißermittlung:</strong> Einführung des technisch-ökonomischen Begriffs des „Abnutzungsvorrats“ sowie mathematische Funktionsmodelle zur Bestimmung der optimalen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von Großaggregaten.</li>
<li><strong>Physikalische Reibungsphänomene:</strong> Molekularphysikalische Herleitung von Verschleißvorgängen (Entstehung der Beilby-Schicht) und systematische Analyse des Einlaufvorgangs.</li>
<li><strong>Anwendungsbezogene Abnutzungsforensik:</strong> Schadensanalyse an Gleit- und Wälzlagern, Messung des Zylinderwandverschleißes bei Kaltstartbedingungen und werkstoffanalytische Erfassung des abrasiven Verschleißes an Bodenbearbeitungswerkzeugen.</li>
</ul>
<h4>2. Wartungsorganisation, Pflegeökonomie und Diagnostik</h4>
<ul>
<li><strong>Planmäßige Vorbeugende Instandhaltung (PVI):</strong> Normative Definition standardisierter Pflegegruppen (Wartungsstufen 1 bis 4) inklusive exakter Arbeitszeitvorgaben in Minuten für die RGW-Standardtraktorenflotte (RS 09, Famulus RS 14/30, Zetor Super, Belarus MTS, UTOS).</li>
<li><strong>Apparative Diagnostik:</strong> Verfahren zur Schadensfrüherkennung im Feldbetrieb durch den Traktorenprüfdienst (PD), unter anderem durch akustische Schwingungsanalyse mittels Prüfstethoskop und Einspritzdüsen-Funktionsprüfung.</li>
</ul>
<h4>3. Konstruktive Systematik und Instandsetzungstechnologie</h4>
<ul>
<li><strong>Instandhaltungsgerechte Konstruktion:</strong> Vorgaben zur konstruktiven Minimierung des Verschleißrisikos und die gesetzlich verordnete Beibehaltung einheitlicher Anschlussmaße bei Baugruppenmodifikationen.</li>
<li><strong>Arbeitsorganisation der Werkstätten:</strong> Detaillierte Ablaufplanung und Taktzeitkalkulation für die stationäre Fließfertigung, Modellierung optimaler Transportradien sowie die Organisation des Baugruppen-Austauschsystems zur Stillstandszeitminimierung.</li>
</ul>
<h4>4. Betriebliche Raumplanung und Materialregeneration</h4>
<ul>
<li><strong>Fabrikprojektierung:</strong> Systemische Raumordnung und Flussplanung von Reparaturbetrieben (KfL/MTS) unter Einbeziehung modularer Aufbaustufen und standardisierter Typenprojekte.</li>
<li><strong>Erhaltungswirtschaftliche Werkstoffrückgewinnung:</strong> Richtlinien zur Einzelteilinstandsetzung (TGL 80-102:03) durch Verfahren wie Automatisierte Unterpulverschweißung, thermische Oberflächenverfahren (Metallspritzen) und galvanische Hartverchromung zur Maßhaltigkeitswiederherstellung.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kater Schnurr mit den blauen Augen &#8211; Josef Kolar &#8211; Helena Zmatlíková</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/kater-schnurr-mit-den-blauen-augen-josef-kolar-helena-zmatlikova/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 09:24:40 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://shop.ddrbuch.de/?post_type=product&#038;p=47246</guid>

					<description><![CDATA[Fiktives Katzentagebuch aus der Feder von Josef Kolář, illustriert von Helena Zmatlíková und in deutscher Nacherzählung von Otfried Preußler. Der Klassiker der osteuropäischen Kinderliteratur schildert humorvoll und aus konsequenter Tierperspektive die alltäglichen Abenteuer und Missverständnisse zwischen dem Kater Schnurr und seinem menschlichen Besitzer. Diese deutschsprachige Ausgabe wurde 1989 vom Prager Albatros-Verlag für den Buchmarkt der DDR produziert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-path-to-node="2"><b data-path-to-node="2" data-index-in-node="0">Bibliografische Daten</b></p>
<ul data-path-to-node="3">
<li>
<p data-path-to-node="3,0,0"><b data-path-to-node="3,0,0" data-index-in-node="0">Titel:</b> Kater Schnurr mit den blauen Augen</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,1,0"><b data-path-to-node="3,1,0" data-index-in-node="0">Originaltitel:</b> Z deníku kocoura Modroočka</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,2,0"><b data-path-to-node="3,2,0" data-index-in-node="0">Autor:</b> Josef Kolář</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,3,0"><b data-path-to-node="3,3,0" data-index-in-node="0">Illustrationen:</b> Helena Zmatlíková</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,4,0"><b data-path-to-node="3,4,0" data-index-in-node="0">Deutsche Nacherzählung:</b> Otfried Preußler</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,5,0"><b data-path-to-node="3,5,0" data-index-in-node="0">Verlag:</b> Albatros, Prag</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,6,0"><b data-path-to-node="3,6,0" data-index-in-node="0">Erscheinungsjahr (vorliegende Ausgabe):</b> 1989</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,7,0"><b data-path-to-node="3,7,0" data-index-in-node="0">Bestellnummer (DDR):</b> 322 400 4</p>
</li>
<li>
<p data-path-to-node="3,8,0"><b data-path-to-node="3,8,0" data-index-in-node="0">Umfang:</b> 26 Kapitel / Einzelgeschichten</p>
</li>
</ul>
<p data-path-to-node="4"><b data-path-to-node="4" data-index-in-node="0">Inhalt und narrative Struktur</b> Das Kinderbuch ist als fiktives Tagebuch konzipiert und durchgehend aus der Ich-Perspektive des Siamkaters „Schnurr“ verfasst. In 26 in sich geschlossenen, aber chronologisch aufeinander aufbauenden Geschichten dokumentiert der Kater sein Zusammenleben mit seinem Besitzer, der im Text konsequent als „mein Mensch“ oder „Zweibeiner“ bezeichnet wird.</p>
<p data-path-to-node="5">Die Erzählung nutzt das literarische Mittel der Defamiliarisierung (Verfremdung): Menschliche Alltagsgegenstände und moderne Technik werden durch die tierische Wahrnehmung neu gedeutet. So werden Autos als Ungeheuer („Omnibusse“), Brillen als „zweites Augenpaar“ und Fieberthermometer als Wachsen eines „zweiten Schwanzes“ beschrieben. Im Verlauf der Handlung durchläuft der Kater eine Entwicklung vom egozentrischen Jungtier zu einem sozialisierten Kater, der sich mit den ungeschriebenen Gesetzen der Straßenkatzen (repräsentiert durch Figuren wie Kater Weißbart, die Gelbe Mieze und den Rauhbauz) sowie den Grenzen menschlicher Zivilisation (Verbot der Vogeljagd) auseinandersetzen muss.</p>
<p data-path-to-node="6"><b data-path-to-node="6" data-index-in-node="0">Visuelle Gestaltung</b> Das Werk wird maßgeblich durch die farbigen und schwarz-weißen Illustrationen der tschechischen Künstlerin Helena Zmatlíková geprägt. Charakteristisch sind die klaren Konturen und die Darstellung der Figuren mit überproportional großen, runden Augen. Eine typografische Besonderheit der Gestaltung ist die enge Verzahnung von Text und Bild: Kapitelüberschriften sind teils als grafische Elemente (z. B. in Katzenkopfsilhouetten) integriert, und bei inhaltlich chaotischen Szenen (wie Stürzen) wird der Textkopfstehend oder dem Layout der Illustration folgend gesetzt.</p>
<p data-path-to-node="7"><b data-path-to-node="7" data-index-in-node="0">Publikationshistorischer Hintergrund</b> Dieses Buch ist ein klassisches Beispiel für die Verlagskooperationen im Ostblock. Der tschechoslowakische Kinderbuchverlag Albatros produzierte deutschsprachige Ausgaben explizit für den Export in die Deutsche Demokratische Republik (erkennbar an der DDR-Bestellnummer im Impressum). Eine literaturhistorische Besonderheit dieser Ausgabe ist die Beteiligung des westdeutschen Autors Otfried Preußler, dessen Nacherzählung des tschechischen Originals durch diesen verlegerischen Weg regulär im Buchhandel der DDR vertrieben wurde.</p>
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