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	<title>Verlag Junge Welt &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Spreewald- und Wiesenfahrt – Ursula Ullrich, Rudolf Peschel (Querlandein Bd. 7, 1985)</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/spreewald-und-wiesenfahrt-ursula-ullrich-rudolf-peschel-querlandein-bd-7-1985/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 13:49:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sieben Briefe eines Vaters an seinen Sohn, geschrieben aus dem Spreewald: über Gurken, Kahn-Briefträger, Braunkohle und sorbische Sagen – und über die Frage, wie viel Fortschritt eine Landschaft verträgt. Querlandein, Band 7. Verlag Junge Welt, 1985. Mit Faltkarte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Wissenschaftler muss für Monate nach Lübbenau, fort von Frau und Sohn. Damit der kleine Matthias den Abschied verschmerzt, verspricht der Vater einen langen Brief pro Woche, und er hält Wort. Sieben Briefe werden es, geschrieben aus der Untermiete bei einem alten Spreewälder namens Krüger, und aus dem Trostpflaster für ein trauriges Kind wird beinahe eine kleine Enzyklopädie der Landschaft.</p>
<p>Ursula Ullrich erzählt von Gurken und Meerrettich, vom Kahn-Briefträger, der Brot und geflickte Schuhe zu den wasserumspülten Gehöften staket, vom Sauerkrautstampfer im Riesenfass, von der Eiszeit, die das Land formte, von den Sorben und ihrer Geschichte, von Nixen und kopflosen Nachtjägern. Und immer wieder von einer Frage, die für ein Kinderbuch von 1985 ungewöhnlich offen verhandelt wird: Wie viel Fortschritt verträgt eine Landschaft? Der Vater stellt der technisch machbaren Modernisierung die überlieferte Lösung gegenüber, mal mit Bedauern, mal aus Vernunft, und auch der Braunkohletagebau mit seinem menschlichen Preis bleibt nicht unausgesprochen.</p>
<p>Rudolf Peschel, Schüler von Werner Klemke und selbst Holzschneider, illustrierte den Band mit zwei Bildsprachen: traumhaft verschachtelten Naturkunde-Vignetten und nüchternen Ortsansichten samt zwei Stadtplänen von Lehde und Lübbenau. Siebenter Band der Reihe „Querlandein“, Verlag Junge Welt, mit der originalen Faltkarte.</p>
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		<title>Der Leutnant von Hasenfelde &#8211; Dagmar Zipprich &#8211; Erich Gürtzig</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/der-leutnant-von-hasenfelde-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 08:49:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heiteres DDR-Bilderbuch von 1981 über den Dorfpolizisten Leutnant Wächtler und seinen jungen Schäferhund Enno, geschrieben von Dagmar Zipprich und illustriert von Erich Gürtzig — einem der prägendsten DDR-Kinderbuchillustratoren überhaupt. Elf episodenhafte Geschichten aus einem fiktiven Dorf namens Hasenfelde, jede mit einer Frage als Kapitelüberschrift („Warum in Hasenfelde jeden Dienstag Kindertag ist“, „Warum der ABV den Dieb sausen läßt“), zusammen ein dicht komponierter Sommertag im Dienstleben des Volkspolizisten. Erstausgabe Verlag Junge Welt Berlin, 32 Seiten, Quadratformat, durchgehend farbige Illustrationen, Lesealter ab 6 Jahren. Ein farbenfroher Klassiker der späten Honecker-Ära, kanonisches DDR-Bilderbuch und beliebtes Sammlerstück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Elf heitere Episoden aus dem fiktiven DDR-Dorf Hasenfelde, in denen Leutnant Max Wächtler — der ABV, also der Abschnittsbevollmächtigte der Deutschen Volkspolizei — und sein junger Schäferhund Enno einen Sommertag lang ihrem Dienst nachgehen. Der Leutnant regelt den Verkehr an der Dorfkreuzung, holt einen verschwundenen Jungen aus einem Betonrohr, schlichtet im Konsum, befreit Parkbänke aus dem Bach und kommt am Ende, durchnässt vom Gewitter, zu seinem Lieblingsessen Nudeln und Tomatensoße einfach nicht. Erzählt wird mit viel Lautmalerei (Hatschi! Hü! Drrrrr!) und einem warmherzigen Blick auf das Dorfleben. Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage als Überschrift — „Warum in Hasenfelde jeden Dienstag Kindertag ist“, „Warum der ABV den Dieb sausen läßt“, „Warum der ABV sich einmal dünn machen muß“ — und löst sie in einer kleinen Anekdote auf.</p>
<p><b>Autorin und Illustrator:</b> <b>Dagmar Zipprich</b> war eine DDR-Kinderbuchautorin, die bei verschiedenen Verlagen veröffentlichte (Kinderbuchverlag Berlin, Verlag Junge Welt, Reihe „Spannend erzählt“). Ihr Werkverzeichnis reicht vom kleinen Bilderbuch bis zum populärwissenschaftlichen Jugendbuch. <b>Erich Gürtzig</b> (1912 Hamburg – 1993 Berlin) gehörte zu den prägendsten DDR-Kinderbuchillustratoren überhaupt. Über hundert Buchgestaltungen, mehrfach mit Preisen des Ministeriums für Kultur ausgezeichnet, sein Aquarell-und-Tuschfeder-Strich ist Generationen vertraut — aus dem Bummi, aus Märchenbänden des Kinderbuchverlags, aus Werner Lehmanns Borstel-Geschichten.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erstausgabe von 1981 im Verlag Junge Welt, dem Verlag der Pionierorganisation und der FDJ — programmatisch enger mit den Massenorganisationen verzahnt als der parallel existierende Kinderbuchverlag Berlin. Das Buch fällt in die späte Honecker-Ära, als die DDR-Kinderliteratur den Predigt-Ton der fünfziger und sechziger Jahre weitgehend hinter sich gelassen hatte und stattdessen über Sympathie und Alltagsnähe pädagogisch wirkte. Mit dem ausdrücklich angegebenen Lesealter „von 6 Jahren an“ zielte das Buch genau auf den Schwellen-Jahrgang zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Familie und Pionierorganisation.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> 32 Seiten, Quadratformat, fester Einband mit farbigem Schutzumschlag, durchgehend farbige Illustrationen von Erich Gürtzig in Aquarell- und Tuschfedertechnik. Typografie Hans Dahlke, Lektorat Ruth Ehrhardt, gedruckt im Grafischen Großbetrieb Sachsendruck Plauen. Druckgenehmigungsnummer 715/1/81, Bestellnummer 683 352 6, ursprünglicher Endverbraucherpreis 7,50 Mark der DDR.</p>
<p><b>Besonderheiten:</b> Inhaltlich kanonisches DDR-Realien-Kompendium: Trabbi, Wartburg, Lada, LPG-Werkstatt, Konsum, Mähdrescher, Verkehrshelfer mit rotem Pioniertuch, Kutscher Hotte als „Helfer der Volkspolizei“, Bürgermeister Sorgetreu — fast ein kleines Lexikon des sozialistischen Dorflebens. Die Wimmelseite an der Straßenkreuzung (S. 8/9) ist eine ikonografische Schatzkammer, die Pferdefuhrwerk und Lada in einem Bild zusammenführt.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Ecken etwas berieben, handschriftliche Widmung im Vorsatz.</p>
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		<title>Landung auf dem Fußballplatz oder Was willst du werden? — 8000 Gedichte zum Selbermachen</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/landung-auf-dem-fussballplatz-oder-was-willst-du-werden-8000-gedichte-zum-selbermachen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 09:42:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein kombinatorisches Klappbuch aus dem Verlag Junge Welt, 1979: Zwanzig Berufsseiten — vom Volkspolizisten bis zur polyglotten Sekretärin —, jede horizontal in drei Streifen geschnitten. Wer kombiniert, erhält 8.000 mathematisch mögliche Reimgedichte. Gottfried Herolds präzise Verse und Gerhard Rappus' aus dem Mosaik-Geist gespeiste Aquarelle schaffen aus einem staatlichen Berufsorientierungsbuch eine spielerische Anarchie. Eine buchgestalterische Glanzleistung des Spätsozialismus, hergestellt im Sachsendruck Plauen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kinderbuch, das mit drei sauberen Schnitten die DDR-Arbeitswelt in achttausend Gedichte zerlegt: Gottfried Herolds und Gerhard Rappus&#8216; <em>Landung auf dem Fußballplatz oder Was willst du werden?</em>, 1979 im Verlag Junge Welt erschienen, ist eines der außergewöhnlichsten Klappbücher des Spätsozialismus. Jede der zwanzig Berufsseiten ist horizontal in drei Streifen geschnitten — Kopf, Mittelteil, Beine —, und wer kombiniert, erhält 8.000 mathematisch mögliche Reimgedichte, die alle syntaktisch tragen und metrisch funktionieren.</p>
<p>Auf dem Cover landet ein Volkspolizist mit Schirmmütze, Trillerpfeife und Blumenstrauß am Fallschirm auf einem Fußballplatz, während um ihn herum eine Krankenschwester, ein Gärtner mit übergroßer Karotte und eine Köchin mit Geburtstagstorte vom Himmel schweben. Im Inneren stellen Herolds Verse zwanzig DDR-Berufe vor: Polizist, Maurer, Förster, Hochseefischer, Tischler, Bäcker, Melker, Trainerin, Sekretärin, Krankenschwester, Frisöse, Töpferin, Kindergärtnerin, Ärztin, Serviererin, Gärtnerin und weitere. Die Berufsbilder spiegeln die ideologische Architektur des Landes — vom HO-Schiffchen der Serviererin über den Olympia-Drill der Trainerin bis zum Melkkarussell des LPG-Melkers. Doch keiner dieser Berufler ist ein glatter Plakatheld. Der Maurer prüft hyperakkurat „sechzigmal am Tage die Mauer mit der Wasserwaage&#8220;, der Bäcker trägt eine über und über bekleckerte Schürze, die Sekretärin lernt „aus Spaß jetzt noch Japanisch&#8220;.</p>
<p>Gerhard Rappus, der Illustrator, hatte seine prägende Werkstatt in den frühen sechziger Jahren bei der legendären Comic-Zeitschrift <em>Mosaik</em> — und diese Comic-Sozialisation ist im Buch unübersehbar: panel-haft dynamische Figuren, fliegende Buchstaben um die Sekretärin herum, Sprenkel und Kleckse auf Bäcker- und Frisösen-Kitteln, lockeres Aquarell mit tuschiger Strichführung. Gottfried Herold, einst technischer Zeichner, schreibt eine Kinderlyrik, die nie die Bodenhaftung verliert, auch wenn sie ins Surreale kippt: Der Gärtner bringt „mit großen Mühen sogar den Gartenschlauch zum Blühen&#8220;, die Krankenschwester pflegt „mit Liebe selbst abgestürzte Kirschendiebe&#8220;.</p>
<p>Die eigentliche Sprengkraft entfaltet sich erst beim Kombinieren. Wer den Kopfstreifen des Polizisten zur Frisösen und die Beine zur Sekretärin schlägt, bekommt einen polyglotten Friseur-Polizisten — und das Gedicht trägt. Achttausend Mal kann das Kind die feste Zuordnung von Person und Tätigkeit zerlegen und neu zusammensetzen. Diese Botschaft steht in keinem Vorwort, in keinem direkten Satz. Sie liegt in der Konstruktion. Druckgenehmigung 715/6/79, sauber bewilligt vom Ministerium für Kultur, hergestellt im Grafischen Großbetrieb Sachsendruck Plauen — und durch die FDJ-Hauspforte gegangen, weil Kinderbücher als ideologisch ungefährlich galten.</p>
<p>Acht Mark der DDR kostete das Buch im Jahr 1979 — ein Vielfaches dessen, was Pioniertaschenbücher gewöhnlich kosteten. Die Mehrkosten für die drei Schnitte hat der Sachsendruck Plauen sich nicht ausgedacht. Sie waren die Voraussetzung für jene 8.000 Gedichte. Heute ist das Buch eine begehrte Rarität — gut erhaltene Erstauflagen sind selten, weil das Klappformat bei Kindern stark beansprucht wurde. Wer es als Sammler entdeckt, sieht eine buchgestalterische Glanzleistung des Spätsozialismus, gezeichnet von einem ehemaligen <em>Mosaik</em>-Koloristen, getextet von einem ehemaligen technischen Zeichner.</p>
<p><strong>Bibliografische Angaben:</strong> Gottfried Herold (Text), Gerhard Rappus (Illustrationen und Einbandgestaltung). Verlag Junge Welt, Berlin. 1. Auflage 1979. Lektor: Marita Wetzstein. Typografische Gestaltung: Christine Petzak. Druckgenehmigungsnummer 715/6/79. LSV 7823. Bestellnummer 683 303 2. Gesamtherstellung: Grafischer Großbetrieb Sachsendruck Plauen. Originalpreis 8,– M. Für Kinder ab 5 Jahren. Format: Klappbuch mit horizontal in drei Streifen geschnittenen Seiten.</p>
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