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	<title>Urania-Verlag &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Der gestörte Kristall. Erforschte Strukturen – gestaltete Stoffe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 11:50:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Populärwissenschaftliches Sachbuch zur Festkörperphysik aus dem Urania-Verlag Leipzig, 1979. Erich Große und Christian Weißmantel erklären, wie gezielte Kristallstörungen die moderne Mikroelektronik überhaupt erst möglich machen – von der Atomtheorie über die Kristallzucht im eigenen Badezimmer bis zum DDR-Mikroelektronikprogramm der späten 1970er Jahre. Mit Experimentieranleitungen zum Nachmachen und großformatigen Farbbildtafeln zu Naturkristallen, Edelsteinen und Spitzenforschung. Ein anschauliches Zeitdokument der DDR-Technikgeschichte, geschrieben im vollen Optimismus des Mikroelektronik-Aufbruchs von 1977. 1. Auflage, 168 Seiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Ein populärwissenschaftliches Sachbuch zur Festkörperphysik, das den scheinbaren Widerspruch im Titel zum Programm macht: Kristalle sind das Vollkommenste, was die Natur hervorbringt, doch gerade gezielte Störungen ihrer atomaren Struktur bestimmen die Eigenschaften unserer wichtigsten Werkstoffe. Von den ersten Atommodellen über die Kristallographie bis zur Mikroelektronik entfaltet das Buch, wie aus „Dreckphysik“ die Schlüsseltechnologie der Halbleiterindustrie wurde. Mit zahlreichen Experimentieranleitungen zum Selbermachen (Kristallzucht mit Einweckglas und Plattenspieler) und großformatigen Farbbildtafeln zu Naturkristallen, Edelsteinen und Spitzenforschung.</p>
<p><b>Autoren:</b> Erich Große und Christian Weißmantel, ein eingespieltes Autorenduo der DDR-Populärwissenschaft, bekannt vor allem durch das Experimentierbuch „Chemie selbst erlebt“. Weißmantel (1931–1987) war Festkörperphysiker, Inhaber des Lehrstuhls für Festkörperphysik an der TH Karl-Marx-Stadt, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1982 Vizepräsident der Urania.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1979, zwei Jahre nach den Partei- und Regierungsbeschlüssen von 1977 zur forcierten Entwicklung der Mikroelektronik in der DDR. Das Buch dokumentiert die Aufbruchsstimmung dieses Programms, nennt konkrete DDR-Betriebe (VEB Halbleiterwerke Frankfurt/Oder, Kombinat Mikroelektronik, VEB Carl Zeiss Jena) und liefert damit ein anschauliches Zeitdokument der DDR-Technikgeschichte vor dem späteren Scheitern an CoCom-Embargo und Devisenmangel.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Schutzumschlag leicht berieben, sonst keine Mängel.</p>
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		<title>Entwicklungswunder Mensch Hans-Dieter Schmidt Evelyn Richter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/entwicklungswunder-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:28:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entwicklungspsychologisches Sachbuch aus dem Leipziger Urania-Verlag, 1980 zum „Jahr des Kindes“ erschienen. Prof. Hans-Dieter Schmidt erklärt kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum Schulalter und plädiert dabei ungewöhnlich offen gegen autoritäre Erziehung und für kindlichen Eigenwillen. Begleitet von Schwarzweißfotografien der bedeutenden DDR-Fotografin Evelyn Richter, die den Alltag von Familie und Kinderkrippe undogmatisch und ohne Beschönigung zeigen. Ein Buch, das unter dem Deckmantel der Wissenschaft erstaunlich viel Freiraum nutzt. Band ohne Schutzumschlag, dafür mit handgefertigtem Papierumschlag eines Vorbesitzers. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Entwicklungswunder Mensch“ erklärt einem interessierten Laienpublikum, wie sich ein Kind von der Geburt bis zum Schulalter körperlich, sprachlich und sozial entwickelt. Das Buch erschien 1980 zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Jahr des Kindes“ und behandelt unter anderem die vorgeburtliche Entwicklung, den Spracherwerb, das kindliche Spiel und die ersten sozialen Bindungen. Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der der Autor autoritäre Erziehungspraktiken kritisiert und stattdessen für kindlichen Eigenwillen und Widerspruchsgeist plädiert — eine Haltung, die im erzieherischen Klima der DDR keineswegs selbstverständlich war. Die Schwarzweißfotografien der renommierten Leipziger Fotografin Evelyn Richter begleiten den Text als eigenständige, undogmatische Bildebene und zeigen den DDR-Alltag von Familie, Krippe und Kindergarten ohne jede Beschönigung.</p>
<p><b>Autor:</b> Prof. Dr. sc. nat. Hans-Dieter Schmidt (1927–2007) lehrte Entwicklungspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin und leitete von 1970 bis 1973 die dortige Sektion Psychologie. Sein Lehrbuch „Allgemeine Entwicklungspsychologie“ wurde auch international bekannt. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschreibt ihn als kritischen, reformpädagogisch orientierten Vertreter der DDR-Psychologie. Die Fotografien stammen von Evelyn Richter (1930–2021), einer der bedeutendsten deutschen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und zentralen Vertreterin der humanistischen Dokumentarfotografie in der DDR.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien im Leipziger Urania-Verlag, dem Haus für populärwissenschaftliche Literatur in der DDR, und erlebte bei einem Ladenpreis von 25 Mark insgesamt drei Auflagen. Er gilt als ungewöhnlich offenes Zeitdokument: Wissenschaft und Fotografie verhandeln hier, geschützt durch den Anschein fachlicher Neutralität, Fragen von Erziehung und Freiheit, die in der DDR-Öffentlichkeit sonst selten so direkt gestellt wurden.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Der Band liegt ohne den originalen Schutzumschlag vor, dafür mit einem handgefertigten Papierumschlag eines Vorbesitzers — ein eigenes kleines Stück Bucherinnerung.</p>
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		<title>Fernsehen &#8211; von Walter Conrad &#8211; PASSAT-Bücherei</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Walter Conrad, Fernsehen – Passat-Bücherei Band 20, Urania-Verlag Leipzig/Jena 1960, mit Geleitwort von Hans Frühauf, Federzeichnungen von Karlheinz Birkner. Populärwissenschaftliche Einführung von Lunik 3 über die Nipkow-Scheibe bis zu Manfred von Ardenne. Bemerkenswert: Conrads Kapitel zum „Industriellen Fernsehen“ beschreibt 1960 Videotelefon, Banküberwachung und digitales Fernlesen – ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich umreißt. 1.–50. Tausend, Original-Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Walter Conrads <i>Fernsehen</i> erschien 1960 als Band 20 der Passat-Bücherei im Urania-Verlag Leipzig/Jena (gemeinsam mit dem Verlag Neues Leben Berlin) in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren. Mit einem Geleitwort von Hans Frühauf, Nationalpreisträger und Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, führt das Bändchen den Leser von Lunik 3 und der Mondrückseite über die Nipkow-Scheibe, den Buchstaben P im Bildraster und die Reductio ad absurdum der mechanischen Bildzerlegung bis zu Manfred von Ardennes vollelektronischem Fernsehsystem von 1931. Reich illustriert mit Federzeichnungen von Karlheinz Birkner.</p>
<p><b>Autor:</b> Walter Conrad (1909–1984) gehörte zu den produktivsten populärwissenschaftlichen Autoren der DDR. Seine Bücher zu Funktechnik, Elektronik und Raumfahrt vermitteln komplexe technische Zusammenhänge mit szenischen Einstiegen und didaktischen Analogien – eine Sprache, die sich ohne Herablassung an den Laien wendet und die noch heute besticht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint in einem Schlüsseljahr: Der Deutsche Fernsehfunk sendet seit vier Jahren ein reguläres Programm, der polytechnische Unterricht ist gerade an den Schulen eingeführt, die Mauer wird ein Jahr später gebaut. Conrad schildert die Vereinbarung über das Richtfunknetz Intervision zwischen UdSSR, DDR, Polen, ČSR, Bulgarien, Rumänien und Ungarn und referiert verschiedene Pläne für transatlantische Bildübertragung – zwei Jahre vor Telstar 1.</p>
<p><b>Besonderheit:</b> In der zweiten Hälfte beschreibt Conrad unter dem Sammelbegriff „Industrielles Fernsehen“ eine fast erschöpfende Liste der Bildtechnologien, die unsere Gegenwart prägen: das Videotelefon der ehemaligen Reichspost, Bankkamera und Unterschriftenprüfung, der „Fernsehpförtner“, Beobachtung in radioaktiven Räumen und auf dem Meeresgrund – bis hin zur Vision, dass der Gang zur wissenschaftlichen Bibliothek überflüssig werde, „dann nämlich, wenn der gesuchte Buchabschnitt oder Zeitschriftenauszug auf dem Bildschirm des ‚Lesers‘ erscheint“. Ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich exakt umreißt.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> Schmalformat-Hardcover mit Original-Schutzumschlag von H. und R. Weber, Leipzig (collagehaft-moderne Bildsprache: Mond, Antennenmast, Hausarchitektur mit eingelassenen Bildschirm-Vignetten in Komplementärfarben). Federzeichnungen im Inneren von Karlheinz Birkner, Leipzig. Lizenz-Nr. 212-475/37/60. Satz und Druck im VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig, Buchbinderei Wild und Laue.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Oben leicht angestoßen, normale altersbedingte Papierbräunung, feste Bindung. Schutzumschlag erhalten.</p>
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