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	<title>Urania-Verlag &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Die gefesselte Zeit. Spiele, Spaß und Strategien</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/die-gefesselte-zeit-spiele-spass-und-strategien-ruediger-thiele/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 16:23:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die gefesselte Zeit. Spiele, Spaß und Strategien von Rüdiger Thiele, erschienen 1988 im Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin. Das Buch stellt Denk- und Geduldsspiele vor, von Schiebepuzzle, Holzknoten und Turm von Hanoi bis Domino, Labyrinth, Soma, Tangram und Nim. Zu jedem Spiel gibt es Herkunft, Regel, Strategie und eine mathematische Erklärung, dazu Baupläne zum Selbermachen und Lösungen im hinteren Teil. Gerhard Pippig zeichnete, laut Titelblatt gibt es 157 Fotos, teils farbig. Der Autor erklärt trocken und quellenkritisch, ohne politische Rahmung. 5. Auflage, 216 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag. Zustand gut, Schutzumschlag berieben und eingerissen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Die gefesselte Zeit“ ist ein Spielebuch mit mathematischem Unterbau. Rüdiger Thiele stellt Denk- und Geduldsspiele vor, von Schiebepuzzles wie dem Boss-Puzzle über Holzknoten, den Turm von Hanoi und die Chinesischen Ringe bis zu Domino, Labyrinthen, Somawürfel und Tangram. Dazu kommen Papierspiele wie Schiffeversenken und Käsekasten, Nim, Tic-Tac-Toe, Randgebiete des Schachs und ein Autorennen auf Millimeterpapier nach der Bahn von Le Mans. Jedes Kapitel folgt demselben Gang: Herkunft des Spiels, Regel, Strategie, dann die mathematische Erklärung, etwa warum manche Stellungen beim Schiebepuzzle unlösbar sind oder wie Hanoi zur Rekursion führt. Wo Spielgeräte schwer zu haben waren, stehen Baupläne mit Maßen bereit. Die Lösungen sind gesammelt im hinteren Teil des Buches untergebracht.</p>
<p><b>Autor:</b> Rüdiger Thiele. Die Zeichnungen stammen von Gerhard Pippig, die Fotos von Albrecht Körner (laut Titelblatt 157 Fotos), die Buchgestaltung von Peter Mauksch, Lektor war Konrad Haase. Ob der Autor mit dem Leipziger Mathematiker und Wissenschaftshistoriker gleichen Namens identisch ist, lässt sich aus dem Buch nicht belegen. Naheliegend ist es, bewiesen nicht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1988 in der 5. Auflage im Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin, dem Verlag der Urania, der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Das Impressum nennt zusätzlich einen Vermerk „Verlag für populärwissenschaftliche Literatur 1984“. Zu Erstausgabe, Gesamtauflage und zeitgenössischer Kritik ließ sich nichts Belegbares finden. Politische Rahmung gibt es in den lesbaren Teilen kaum, der Kanon der Spiele ist überwiegend westeuropäisch und angloamerikanisch. Die DDR zeigt sich im Kleinen: Puzzlebauer aus Hohenstein-Ernstthal und Karl-Marx-Stadt, Ausflugsziele mit Labyrinthen wie Mosigkau, Altjeßnitz und Graitschen. Der Zauberwürfel auf dem Einband verweist auf den Rubik-Boom der Achtzigerjahre.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Autor nimmt seine Leser ernst. Herkunftslegenden bekommen ein „angeblich“ oder gelten als „fragwürdig“, und der Humor ist trocken: Das Vorwort schließt mit „Angaben ohne Gewähr!“ (S. 6). Wer bastelt, findet Konstruktionszeichnungen für Holzknoten, Pappdominos und Schnurspiele, die als Material Plaste, Linoleum, Draht und Knöpfe voraussetzen. Auf S. 14 steht ausdrücklich, dass es wenige der Spielgeräte zu kaufen gibt und man improvisieren kann. Die Mathematik ist zeitlos, so taugt das Buch auch für Mathe-AG, Familienrunde und Regentage. Sammler von DDR-Sachbüchern bekommen ein Zeitdokument privater Freizeitgestaltung mit aufwendiger Ausstattung, teils farbig.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin 1988, 5. Auflage. 216 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag. ISBN 3-332-00080-2, DDR-Bestellnummer 653 798 9, Lizenznummer VLN 212-475/170/88, LSV 1009. Druck: Druckhaus Karl-Marx-Stadt, Lichtsatz Interdruck Leipzig.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist berieben und hat einen Einriss, sonst ist das Exemplar sehr gut erhalten.</p>
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		<title>Historischer Führer &#8211; Bezirke Leipzig, Karl-Marx-Stadt</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/staetten-und-denkmale-der-geschichte-null/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 17:00:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entdecken Sie die Geschichte der DDR: Dieser „Historische Führer“ von 1981 präsentiert die Bezirke Leipzig und Karl-Marx-Stadt aus der Perspektive des Urania-Verlags.

Ein authentisches Zeitdokument, das historische Stätten und Denkmäler im Kontext der sozialistischen Geschichtsschreibung beleuchtet.

Mit zahlreichen Abbildungen und Karten ist es ein unverzichtbares Werk für Sammler und Historiker.

---&#62; Hardcover Ganzleinen mit Papierschutzumschlag 13 x 22 cm]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Einzigartiges Zeitdokument: Historischer Führer der DDR – Bezirke Leipzig und Karl-Marx-Stadt (1981)</h3>
<p>Tauchen Sie ein in die Vergangenheit der Deutschen Demokratischen Republik mit diesem faszinierenden „Historischen Führer“ des renommierten <b>Urania-Verlags Leipzig · Jena · Berlin</b> aus dem Jahr 1981. Dieser Band bietet nicht nur eine detaillierte Beschreibung der <b>„Stätten und Denkmale der Geschichte“</b> in den Bezirken Leipzig und Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), sondern ist selbst ein herausragendes <b>Zeugnis der Geschichtsschreibung und Kulturpolitik der DDR</b>.</p>
<h3>Die Bezirke Leipzig und Karl-Marx-Stadt im sozialistischen Licht</h3>
<p>Dieser Führer führt seine Leser zu den historischen Orten, die im Verständnis der DDR-Geschichtsschreibung von Bedeutung waren. Von den Schauplätzen des <b>Arbeiterkampfes</b> über die Gedenkstätten des <b>antifaschistischen Widerstands</b> bis hin zu den Errungenschaften des <b>sozialistischen Aufbaus</b> – jedes Denkmal und jede Stätte wird im Kontext der offiziellen Geschichtsinterpretation präsentiert. Die opulenten Fotografien und Stadtgrundrisse von Wilfried Görtler und Karten von Rudolf Riehl vermitteln ein lebendiges Bild dieser wichtigen Industrie- und Kulturzentren der DDR. Ein Muss für jeden, der die Sichtweise der damaligen Zeit auf diese Regionen verstehen möchte.</p>
<h3>Der Urania-Verlag: Populärwissenschaft und politische Bildung</h3>
<p>Der <b>Urania-Verlag</b> war in der DDR der führende Verlag für populärwissenschaftliche Literatur und spielte eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Wissen an die breite Bevölkerung. Bücher wie dieser „Historische Führer“ waren nicht nur Reisebegleiter, sondern auch wichtige Instrumente der politischen Bildung und Geschichtsvermittlung. Die Lektoren Lutz Heydick und Erika Steppes, beides ausgewiesene Historiker, garantierten die wissenschaftliche Fundierung – selbstverständlich im Rahmen der damaligen ideologischen Vorgaben. Die Nennung des Redaktionsschlusses (Mai 1980) und des Erscheinungsjahres (1981, 1. Auflage, 1. bis 50. Tausend) unterstreichen die Aktualität und die weite Verbreitung dieses Werkes.</p>
<h3>Handwerkliche Qualität „Made in GDR“</h3>
<p>Dieses Buch ist auch ein Beispiel für die <b>Druck- und Buchbindekunst der DDR</b>. Gedruckt im Karl-Marx-Werk Pößneck und buchbinderisch verarbeitet von der renommierten LVZ-Druckerei „Hermann Duncker“ in Leipzig, steht es für solide Handwerkskunst. Das Layout von Helgard Reckziegel und der Schutzumschlag von Günter Jacobi runden das ästhetische Erscheinungsbild ab. Mit seinem damals festgesetzten Preis von 20,- Mark der DDR war es ein erschwingliches und weit verbreitetes Werk.</p>
<h3>Warum dieser „Historische Führer“ ein Must-Have ist</h3>
<p>Für <b>Sammler von DDR-Literatur, Historiker, Regionalforscher</b> oder einfach nur Liebhaber von Büchern mit Geschichte ist dieser Band von unschätzbarem Wert. Er bietet eine authentische Perspektive auf die Geschichtsvermittlung der DDR und lässt vergangene Zeiten lebendig werden. Ein Stück deutscher Geschichte zum Anfassen und Erforschen!</p>
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		<title>Der gestörte Kristall. Erforschte Strukturen – gestaltete Stoffe</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/der-gestoerte-kristall-erforschte-strukturen-gestaltete-stoffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 11:50:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Populärwissenschaftliches Sachbuch zur Festkörperphysik aus dem Urania-Verlag Leipzig, 1979. Erich Große und Christian Weißmantel erklären, wie gezielte Kristallstörungen die moderne Mikroelektronik überhaupt erst möglich machen – von der Atomtheorie über die Kristallzucht im eigenen Badezimmer bis zum DDR-Mikroelektronikprogramm der späten 1970er Jahre. Mit Experimentieranleitungen zum Nachmachen und großformatigen Farbbildtafeln zu Naturkristallen, Edelsteinen und Spitzenforschung. Ein anschauliches Zeitdokument der DDR-Technikgeschichte, geschrieben im vollen Optimismus des Mikroelektronik-Aufbruchs von 1977. 1. Auflage, 168 Seiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Ein populärwissenschaftliches Sachbuch zur Festkörperphysik, das den scheinbaren Widerspruch im Titel zum Programm macht: Kristalle sind das Vollkommenste, was die Natur hervorbringt, doch gerade gezielte Störungen ihrer atomaren Struktur bestimmen die Eigenschaften unserer wichtigsten Werkstoffe. Von den ersten Atommodellen über die Kristallographie bis zur Mikroelektronik entfaltet das Buch, wie aus „Dreckphysik“ die Schlüsseltechnologie der Halbleiterindustrie wurde. Mit zahlreichen Experimentieranleitungen zum Selbermachen (Kristallzucht mit Einweckglas und Plattenspieler) und großformatigen Farbbildtafeln zu Naturkristallen, Edelsteinen und Spitzenforschung.</p>
<p><b>Autoren:</b> Erich Große und Christian Weißmantel, ein eingespieltes Autorenduo der DDR-Populärwissenschaft, bekannt vor allem durch das Experimentierbuch „Chemie selbst erlebt“. Weißmantel (1931–1987) war Festkörperphysiker, Inhaber des Lehrstuhls für Festkörperphysik an der TH Karl-Marx-Stadt, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1982 Vizepräsident der Urania.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1979, zwei Jahre nach den Partei- und Regierungsbeschlüssen von 1977 zur forcierten Entwicklung der Mikroelektronik in der DDR. Das Buch dokumentiert die Aufbruchsstimmung dieses Programms, nennt konkrete DDR-Betriebe (VEB Halbleiterwerke Frankfurt/Oder, Kombinat Mikroelektronik, VEB Carl Zeiss Jena) und liefert damit ein anschauliches Zeitdokument der DDR-Technikgeschichte vor dem späteren Scheitern an CoCom-Embargo und Devisenmangel.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Schutzumschlag leicht berieben, sonst keine Mängel.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Entwicklungswunder Mensch Hans-Dieter Schmidt Evelyn Richter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/entwicklungswunder-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:28:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entwicklungspsychologisches Sachbuch aus dem Leipziger Urania-Verlag, 1980 zum „Jahr des Kindes“ erschienen. Prof. Hans-Dieter Schmidt erklärt kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum Schulalter und plädiert dabei ungewöhnlich offen gegen autoritäre Erziehung und für kindlichen Eigenwillen. Begleitet von Schwarzweißfotografien der bedeutenden DDR-Fotografin Evelyn Richter, die den Alltag von Familie und Kinderkrippe undogmatisch und ohne Beschönigung zeigen. Ein Buch, das unter dem Deckmantel der Wissenschaft erstaunlich viel Freiraum nutzt. Band ohne Schutzumschlag, dafür mit handgefertigtem Papierumschlag eines Vorbesitzers. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Entwicklungswunder Mensch“ erklärt einem interessierten Laienpublikum, wie sich ein Kind von der Geburt bis zum Schulalter körperlich, sprachlich und sozial entwickelt. Das Buch erschien 1980 zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Jahr des Kindes“ und behandelt unter anderem die vorgeburtliche Entwicklung, den Spracherwerb, das kindliche Spiel und die ersten sozialen Bindungen. Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der der Autor autoritäre Erziehungspraktiken kritisiert und stattdessen für kindlichen Eigenwillen und Widerspruchsgeist plädiert — eine Haltung, die im erzieherischen Klima der DDR keineswegs selbstverständlich war. Die Schwarzweißfotografien der renommierten Leipziger Fotografin Evelyn Richter begleiten den Text als eigenständige, undogmatische Bildebene und zeigen den DDR-Alltag von Familie, Krippe und Kindergarten ohne jede Beschönigung.</p>
<p><b>Autor:</b> Prof. Dr. sc. nat. Hans-Dieter Schmidt (1927–2007) lehrte Entwicklungspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin und leitete von 1970 bis 1973 die dortige Sektion Psychologie. Sein Lehrbuch „Allgemeine Entwicklungspsychologie“ wurde auch international bekannt. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschreibt ihn als kritischen, reformpädagogisch orientierten Vertreter der DDR-Psychologie. Die Fotografien stammen von Evelyn Richter (1930–2021), einer der bedeutendsten deutschen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und zentralen Vertreterin der humanistischen Dokumentarfotografie in der DDR.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien im Leipziger Urania-Verlag, dem Haus für populärwissenschaftliche Literatur in der DDR, und erlebte bei einem Ladenpreis von 25 Mark insgesamt drei Auflagen. Er gilt als ungewöhnlich offenes Zeitdokument: Wissenschaft und Fotografie verhandeln hier, geschützt durch den Anschein fachlicher Neutralität, Fragen von Erziehung und Freiheit, die in der DDR-Öffentlichkeit sonst selten so direkt gestellt wurden.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Der Band liegt ohne den originalen Schutzumschlag vor, dafür mit einem handgefertigten Papierumschlag eines Vorbesitzers — ein eigenes kleines Stück Bucherinnerung.</p>
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		<title>Fernsehen &#8211; von Walter Conrad &#8211; PASSAT-Bücherei</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Walter Conrad, Fernsehen – Passat-Bücherei Band 20, Urania-Verlag Leipzig/Jena 1960, mit Geleitwort von Hans Frühauf, Federzeichnungen von Karlheinz Birkner. Populärwissenschaftliche Einführung von Lunik 3 über die Nipkow-Scheibe bis zu Manfred von Ardenne. Bemerkenswert: Conrads Kapitel zum „Industriellen Fernsehen“ beschreibt 1960 Videotelefon, Banküberwachung und digitales Fernlesen – ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich umreißt. 1.–50. Tausend, Original-Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Walter Conrads <i>Fernsehen</i> erschien 1960 als Band 20 der Passat-Bücherei im Urania-Verlag Leipzig/Jena (gemeinsam mit dem Verlag Neues Leben Berlin) in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren. Mit einem Geleitwort von Hans Frühauf, Nationalpreisträger und Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, führt das Bändchen den Leser von Lunik 3 und der Mondrückseite über die Nipkow-Scheibe, den Buchstaben P im Bildraster und die Reductio ad absurdum der mechanischen Bildzerlegung bis zu Manfred von Ardennes vollelektronischem Fernsehsystem von 1931. Reich illustriert mit Federzeichnungen von Karlheinz Birkner.</p>
<p><b>Autor:</b> Walter Conrad (1909–1984) gehörte zu den produktivsten populärwissenschaftlichen Autoren der DDR. Seine Bücher zu Funktechnik, Elektronik und Raumfahrt vermitteln komplexe technische Zusammenhänge mit szenischen Einstiegen und didaktischen Analogien – eine Sprache, die sich ohne Herablassung an den Laien wendet und die noch heute besticht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint in einem Schlüsseljahr: Der Deutsche Fernsehfunk sendet seit vier Jahren ein reguläres Programm, der polytechnische Unterricht ist gerade an den Schulen eingeführt, die Mauer wird ein Jahr später gebaut. Conrad schildert die Vereinbarung über das Richtfunknetz Intervision zwischen UdSSR, DDR, Polen, ČSR, Bulgarien, Rumänien und Ungarn und referiert verschiedene Pläne für transatlantische Bildübertragung – zwei Jahre vor Telstar 1.</p>
<p><b>Besonderheit:</b> In der zweiten Hälfte beschreibt Conrad unter dem Sammelbegriff „Industrielles Fernsehen“ eine fast erschöpfende Liste der Bildtechnologien, die unsere Gegenwart prägen: das Videotelefon der ehemaligen Reichspost, Bankkamera und Unterschriftenprüfung, der „Fernsehpförtner“, Beobachtung in radioaktiven Räumen und auf dem Meeresgrund – bis hin zur Vision, dass der Gang zur wissenschaftlichen Bibliothek überflüssig werde, „dann nämlich, wenn der gesuchte Buchabschnitt oder Zeitschriftenauszug auf dem Bildschirm des ‚Lesers‘ erscheint“. Ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich exakt umreißt.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> Schmalformat-Hardcover mit Original-Schutzumschlag von H. und R. Weber, Leipzig (collagehaft-moderne Bildsprache: Mond, Antennenmast, Hausarchitektur mit eingelassenen Bildschirm-Vignetten in Komplementärfarben). Federzeichnungen im Inneren von Karlheinz Birkner, Leipzig. Lizenz-Nr. 212-475/37/60. Satz und Druck im VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig, Buchbinderei Wild und Laue.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Oben leicht angestoßen, normale altersbedingte Papierbräunung, feste Bindung. Schutzumschlag erhalten.</p>
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