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	<title>historische Erzählung &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Feuerland ahoi!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 09:57:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Feuerland ahoi!“ von Eberhard Hilscher ist eine Erzählung über Charles Darwin vor und nach der Reise der „Beagle“, erschienen 1961 im Paul List Verlag Leipzig. Der Untertitel lautet „Mister Darwin macht eine Entdeckung“. Ein ironischer Erzähler führt von Darwins Streit mit dem Vater über den cholerischen Kapitän Fitz-Roy bis zu den sozialen Spannungen im England der Zeit. Es ist Hilschers erste erzählerische Veröffentlichung. Besonders ist der farbige Schutzumschlag von Karl Stratil mit Felsen und Dreimaster. Die Passagen über die Feuerländer geben die Sichtweise der Zeit wieder. Erste Auflage 1961, 190 Seiten, Zustand sehr gut, Schutzumschlag am Rand leicht berieben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Feuerland ahoi!“ trägt den Untertitel „Mister Darwin macht eine Entdeckung“ und erzählt von Charles Darwin vor und nach der Reise der „Beagle“. Der junge Darwin soll nach dem Willen seines Vaters Geistlicher werden und hat für Steineklopfen und Käfersammeln nichts übrig, jedenfalls nichts, was der Vater gelten lässt. Dann kommt das Angebot, an Bord der „Beagle“ zu gehen, und mit ihm der cholerische Kapitän Fitz-Roy, der drei Feuerländer als Geiseln nach England gebracht hat. Parallel wachsen in England die sozialen Spannungen, die Erzählung führt dazu bis in die Fabrik der Wedgwoods. Das Inhaltsverzeichnis gliedert das Buch in die Teile „Erwartung“, „Erfahrung“ und „Erkenntnis“ und kündigt mit kursiven Unterzeilen einen heiteren Ton an, etwa „Erstaunliches Guariba im Urwald“ oder „Heimkehr des Verlorenen Sohnes“. Der Erzähler kommentiert ironisch und wechselt zwischen den Schauplätzen.</p>
<p><b>Autor:</b> Eberhard Hilscher (1927 in Schwiebus geboren, 2005 in Berlin gestorben) war Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, bekannt auch durch Monographien über Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und Arnold Zweig. „Feuerland ahoi!“ gilt als seine erste erzählerische Veröffentlichung. Der Roman „Der Morgenstern“ folgte 1970, „Die Weltzeituhr“ 1983. In der DDR galt er als Außenseiter; einzelne Texte erschienen dort nur zensiert oder erst nach seinem Tod.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Die Erzählung erschien 1961 im Paul List Verlag Leipzig. Sie macht aus einem historischen Stoff eine szenische Erzählung und folgt dabei dem populärwissenschaftlichen Muster, Darwin als Überwinder überlieferter Schöpfungslehren zu zeigen. Der Erzähler achtet auf Klassenverhältnisse, etwa auf das Wahlrecht und die „Swing“-Unruhen. Das ist zeittypische Rahmung, aber keine Parole. Ein Vor- oder Nachwort mit Bezug zur DDR enthält das Buch nach unserer Sichtung nicht. Zu Auflagenhöhe, zeitgenössischen Kritiken oder späteren Auflagen liegen keine belastbaren Angaben vor.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Ton: ein Erzähler, der Fitz-Roys Nasenvorbehalt nach Lavater und den Waffenkauf mit spürbarer Distanz schildert. Wer historische Erzählungen der frühen 1960er Jahre sucht oder Darwins Weg zur Evolutionstheorie einmal als Erzählung statt als Biografie lesen will, findet hier ein Beispiel. Vorsicht ist bei den Passagen über die Feuerländer geboten. Wörter wie „Naturkinder“ und „Eingeborene“ übernehmen die Sicht der Zeit und werden nicht durchgehend von Darwins Perspektive getrennt. Das Buch ist keine Darwin-Biografie, Einzelheiten sind erzählerisch gestaltet. Für Sammler ist der farbige Schutzumschlag von Karl Stratil interessant: ein Aquarellmotiv mit schroffen Felsen und einem Dreimaster, der Titel in roter Schreibschrift.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Paul List Verlag Leipzig, 1. Auflage 1961, 190 Seiten. Schutzumschlag und Einbandentwurf von Karl Stratil. Gesamtherstellung VEB Offizin Andersen Nexö in Leipzig, Lizenznummer 375-290/22/61.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand sehr gut. Der Schutzumschlag ist am Rand leicht berieben, sonst ist das Buch für sein Alter sehr gut erhalten. Das Papier ist, wie bei Büchern dieser Zeit üblich, dünn und leicht gelblich getönt.</p>
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