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	<title>Erstausgabe &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Kein Ort. Nirgends &#8211; von Christa Wolf</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/kein-ort-nirgends/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 06:19:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Christa Wolfs Erzählung von 1979 inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode — eine Begegnung, die nie stattfand und die Wolf offen als „erwünschte Legende“ bezeichnet. In einer Teegesellschaft am Rhein und auf einem kurzen Abendspaziergang entfaltet sie eine Doppelstudie zweier Außenseiter, die einander erkennen, ohne sich retten zu können. Die 1. Auflage 1979 im Aufbau-Verlag erschien im selben Jahr wie das Manuskript und ist das bibliophil interessanteste Dokument dieses Textes — entstanden unmittelbar nach Wolfs Parteistrafe im Gefolge der Biermann-Ausbürgerung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Christa Wolfs Erzählung inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode an einem Junitag 1804 in Winkel am Rhein. Die Begegnung hat nie stattgefunden — Wolf nennt sie offen eine „erwünschte Legende“. Was sie in diesem erfundenen Nachmittag entfaltet, ist eine Doppelstudie zweier Außenseiter: Kleist, gerade aus psychiatrischer Behandlung entlassen, das Guiscard-Manuskript verbrannt, auf der Suche nach einem Ort, an dem er sein kann, was er ist. Günderrode, Stiftsdame und Dichterin unter dem Pseudonym Tian, die einen Dolch im Pompadour trägt und ihren eigenen Tod mit erschreckender Nüchternheit eingeplant hat. In einer Teegesellschaft mit Brentanos, Savigny und Esenbecks bewegen sich beide am Rand — und finden auf einem kurzen Abendspaziergang das einzige Gespräch, das je zwischen ihnen möglich gewesen wäre.</p>
<p><b>Autorin:</b> Christa Wolf (1929–2011) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der DDR. Nach dem Durchbruch mit <i>Der geteilte Himmel</i> (1963) und <i>Nachdenken über Christa T.</i> (1968) markiert <i>Kein Ort. Nirgends</i> den Übergang zu ihrem mythisch-historischen Schreiben, das in <i>Kassandra</i> (1983) und <i>Medea. Stimmen</i> (1996) fortgesetzt wird. Wolf war Mitunterzeichnerin des Biermann-Protests von 1976 und erhielt dafür eine Parteistrafe. Das vorliegende Buch erschien 1979 — in unmittelbarer Nähe zu diesem biographischen Einschnitt.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Die 1. Auflage erschien 1979 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, drei Jahre nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns und in einem kulturpolitischen Klima, in dem zahlreiche DDR-Schriftsteller das Land verließen. Wolf wählte die historische Maskerade als literarisches Verfahren, um das Unsagbare sagbar zu machen. Die vorliegende Erstausgabe erschien im selben Jahr wie das Manuskript entstand und ist damit das nächste erhältliche Dokument zur Entstehungssituation des Textes.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren.</p>
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		<title>Zu Besuch bei Meister Nadelöhr &#8211; Trisch / Krumbach / Richter / Meyer-Rey / Schultz-Debowski</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/zu-besuch-bei-meister-nadeloehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 16:34:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Musikalisches Bilderbuch zur DDR-Kinderfernsehsendung „Meister Nadelöhr erzählt“ mit Eckart Friedrichson. VEB Lied der Zeit, Berlin 1964, Erstausgabe. Zehn Lieder zum Nachspielen mit Noten und Klavierbegleitung. Studiofotografien des jungen Thomas Billhardt, farbige Illustrationen von Ingeborg Meyer-Rey (Schöpferin des Bummi) und Rudolf Schultz-Debowski. Texte und Musik von Inge Trisch, Walter Krumbach und Wolfgang Richter – jenem Duo, das auch das Sandmännchen-Lied schrieb. Querformat-Pappband mit Leinenrücken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Zu Besuch bei Meister Nadelöhr“ ist das musikalische Bilderbuch zur gleichnamigen DDR-Kinderfernsehsendung mit Eckart Friedrichson, das 1964 als Erstausgabe beim VEB Lied der Zeit erschien. Auf jeder Doppelseite trifft links eine Schwarzweißfotografie aus dem Studio – eingefasst in die stilisierte Maske einer Röhrenbildschirm-Ecke – auf einen Vollton-Hintergrund in Rot, Türkis, Orange oder Gelb. Rechts steht der Notensatz mit Klavierbegleitung und Akkordsymbolen, dazu eine farbige Illustration. Zehn Lieder versammeln das vollständige Märchenland-Ensemble: das Erkennungslied „Ich komme aus dem Märchenland“, Schnatterinchens Neugier-Apologie, das Pittiplatsch-Selbstlob, Bummis Teddybärchen-Vorstellung, die Schneckenpost, Lieder zu Winter, Weihnachten, Ostern, Zirkus, Wanderschneider-Sommer und Schulanfang.</p>
<p><b>Autorenschaft:</b> Zwischentexte und Bearbeitung: Inge Trisch. Liedtexte: Walter Krumbach, Liesl Richter. Musik: Wolfgang Richter, Nationalpreisträger. Grafische Gestaltung: Ingeborg Meyer-Rey und Rudolf Schultz-Debowski. Fotografie: Thomas Billhardt. Eine außergewöhnliche Künstlerbesetzung, die einen Großteil der frühen DDR-Kinderkultur abdeckt.</p>
<p><b>Bibliographisches:</b> 1. Auflage 1964, Lizenz-Nr. 419-440/386/64. Lithographie Meissner &amp; Buch, Leipzig. Notensatz und Druck VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig (III/18/157). Buchbinderei VEB Leipziger Großbuchbinderei. ES B 9. VB 1,8. EVP 5,20 DM. Querformat-Pappband mit Leinenrücken. Eine zweite Auflage erschien 1965; dieses Exemplar ist die echte Erstausgabe.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Personal des Märchenlands vollständig versammelt ist: Meister Nadelöhr (seit 1955), Meister Briefmarke (seit 1956), Bummi (seit 1958), Schnatterinchen (seit 1959) und Pittiplatsch (seit Dezember 1961, nach kurzer Verbannung gerade rehabilitiert). Heino Winkler, der Spieler des Meister Briefmarke, stirbt im November 1964. Im selben Jahr erschien zum Tag des Kindes eine Sonderbriefmarke mit Meister Nadelöhr, gestaltet von Werner Klemke. Auch eine bibliographische Besonderheit: Thomas Billhardt, später weltberühmt für seine Vietnam-Reportagen, war hier mit 27 Jahren als junger Studiofotograf beteiligt.</p>
<p><b>Künstlerische Besonderheit:</b> Ingeborg Meyer-Rey hatte 1957 die Titelfigur der Vorschulzeitschrift „Bummi“ geschaffen. In diesem Buch zeichnet sie, sieben Jahre später, „ihren“ Bummi-Bären in ein Buch des Konkurrenzmediums Fernsehen – eines der elegantesten illustratorischen Selbstzitate der DDR-Kinderbuchgeschichte.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Folierung am Einband löst sich teilweise, im Vorsatz Kritzeleien, Ecken etwas berieben. Innenseiten jedoch gut erhalten, Notensätze und Illustrationen sauber, keine Eintragungen im Text.</p>
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		<title>Der Leutnant von Hasenfelde &#8211; Dagmar Zipprich &#8211; Erich Gürtzig</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/der-leutnant-von-hasenfelde-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 08:49:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heiteres DDR-Bilderbuch von 1981 über den Dorfpolizisten Leutnant Wächtler und seinen jungen Schäferhund Enno, geschrieben von Dagmar Zipprich und illustriert von Erich Gürtzig — einem der prägendsten DDR-Kinderbuchillustratoren überhaupt. Elf episodenhafte Geschichten aus einem fiktiven Dorf namens Hasenfelde, jede mit einer Frage als Kapitelüberschrift („Warum in Hasenfelde jeden Dienstag Kindertag ist“, „Warum der ABV den Dieb sausen läßt“), zusammen ein dicht komponierter Sommertag im Dienstleben des Volkspolizisten. Erstausgabe Verlag Junge Welt Berlin, 32 Seiten, Quadratformat, durchgehend farbige Illustrationen, Lesealter ab 6 Jahren. Ein farbenfroher Klassiker der späten Honecker-Ära, kanonisches DDR-Bilderbuch und beliebtes Sammlerstück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Elf heitere Episoden aus dem fiktiven DDR-Dorf Hasenfelde, in denen Leutnant Max Wächtler — der ABV, also der Abschnittsbevollmächtigte der Deutschen Volkspolizei — und sein junger Schäferhund Enno einen Sommertag lang ihrem Dienst nachgehen. Der Leutnant regelt den Verkehr an der Dorfkreuzung, holt einen verschwundenen Jungen aus einem Betonrohr, schlichtet im Konsum, befreit Parkbänke aus dem Bach und kommt am Ende, durchnässt vom Gewitter, zu seinem Lieblingsessen Nudeln und Tomatensoße einfach nicht. Erzählt wird mit viel Lautmalerei (Hatschi! Hü! Drrrrr!) und einem warmherzigen Blick auf das Dorfleben. Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage als Überschrift — „Warum in Hasenfelde jeden Dienstag Kindertag ist“, „Warum der ABV den Dieb sausen läßt“, „Warum der ABV sich einmal dünn machen muß“ — und löst sie in einer kleinen Anekdote auf.</p>
<p><b>Autorin und Illustrator:</b> <b>Dagmar Zipprich</b> war eine DDR-Kinderbuchautorin, die bei verschiedenen Verlagen veröffentlichte (Kinderbuchverlag Berlin, Verlag Junge Welt, Reihe „Spannend erzählt“). Ihr Werkverzeichnis reicht vom kleinen Bilderbuch bis zum populärwissenschaftlichen Jugendbuch. <b>Erich Gürtzig</b> (1912 Hamburg – 1993 Berlin) gehörte zu den prägendsten DDR-Kinderbuchillustratoren überhaupt. Über hundert Buchgestaltungen, mehrfach mit Preisen des Ministeriums für Kultur ausgezeichnet, sein Aquarell-und-Tuschfeder-Strich ist Generationen vertraut — aus dem Bummi, aus Märchenbänden des Kinderbuchverlags, aus Werner Lehmanns Borstel-Geschichten.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erstausgabe von 1981 im Verlag Junge Welt, dem Verlag der Pionierorganisation und der FDJ — programmatisch enger mit den Massenorganisationen verzahnt als der parallel existierende Kinderbuchverlag Berlin. Das Buch fällt in die späte Honecker-Ära, als die DDR-Kinderliteratur den Predigt-Ton der fünfziger und sechziger Jahre weitgehend hinter sich gelassen hatte und stattdessen über Sympathie und Alltagsnähe pädagogisch wirkte. Mit dem ausdrücklich angegebenen Lesealter „von 6 Jahren an“ zielte das Buch genau auf den Schwellen-Jahrgang zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Familie und Pionierorganisation.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> 32 Seiten, Quadratformat, fester Einband mit farbigem Schutzumschlag, durchgehend farbige Illustrationen von Erich Gürtzig in Aquarell- und Tuschfedertechnik. Typografie Hans Dahlke, Lektorat Ruth Ehrhardt, gedruckt im Grafischen Großbetrieb Sachsendruck Plauen. Druckgenehmigungsnummer 715/1/81, Bestellnummer 683 352 6, ursprünglicher Endverbraucherpreis 7,50 Mark der DDR.</p>
<p><b>Besonderheiten:</b> Inhaltlich kanonisches DDR-Realien-Kompendium: Trabbi, Wartburg, Lada, LPG-Werkstatt, Konsum, Mähdrescher, Verkehrshelfer mit rotem Pioniertuch, Kutscher Hotte als „Helfer der Volkspolizei“, Bürgermeister Sorgetreu — fast ein kleines Lexikon des sozialistischen Dorflebens. Die Wimmelseite an der Straßenkreuzung (S. 8/9) ist eine ikonografische Schatzkammer, die Pferdefuhrwerk und Lada in einem Bild zusammenführt.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Ecken etwas berieben, handschriftliche Widmung im Vorsatz.</p>
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		<title>Fernsehen &#8211; von Walter Conrad &#8211; PASSAT-Bücherei</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Walter Conrad, Fernsehen – Passat-Bücherei Band 20, Urania-Verlag Leipzig/Jena 1960, mit Geleitwort von Hans Frühauf, Federzeichnungen von Karlheinz Birkner. Populärwissenschaftliche Einführung von Lunik 3 über die Nipkow-Scheibe bis zu Manfred von Ardenne. Bemerkenswert: Conrads Kapitel zum „Industriellen Fernsehen“ beschreibt 1960 Videotelefon, Banküberwachung und digitales Fernlesen – ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich umreißt. 1.–50. Tausend, Original-Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Walter Conrads <i>Fernsehen</i> erschien 1960 als Band 20 der Passat-Bücherei im Urania-Verlag Leipzig/Jena (gemeinsam mit dem Verlag Neues Leben Berlin) in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren. Mit einem Geleitwort von Hans Frühauf, Nationalpreisträger und Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, führt das Bändchen den Leser von Lunik 3 und der Mondrückseite über die Nipkow-Scheibe, den Buchstaben P im Bildraster und die Reductio ad absurdum der mechanischen Bildzerlegung bis zu Manfred von Ardennes vollelektronischem Fernsehsystem von 1931. Reich illustriert mit Federzeichnungen von Karlheinz Birkner.</p>
<p><b>Autor:</b> Walter Conrad (1909–1984) gehörte zu den produktivsten populärwissenschaftlichen Autoren der DDR. Seine Bücher zu Funktechnik, Elektronik und Raumfahrt vermitteln komplexe technische Zusammenhänge mit szenischen Einstiegen und didaktischen Analogien – eine Sprache, die sich ohne Herablassung an den Laien wendet und die noch heute besticht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint in einem Schlüsseljahr: Der Deutsche Fernsehfunk sendet seit vier Jahren ein reguläres Programm, der polytechnische Unterricht ist gerade an den Schulen eingeführt, die Mauer wird ein Jahr später gebaut. Conrad schildert die Vereinbarung über das Richtfunknetz Intervision zwischen UdSSR, DDR, Polen, ČSR, Bulgarien, Rumänien und Ungarn und referiert verschiedene Pläne für transatlantische Bildübertragung – zwei Jahre vor Telstar 1.</p>
<p><b>Besonderheit:</b> In der zweiten Hälfte beschreibt Conrad unter dem Sammelbegriff „Industrielles Fernsehen“ eine fast erschöpfende Liste der Bildtechnologien, die unsere Gegenwart prägen: das Videotelefon der ehemaligen Reichspost, Bankkamera und Unterschriftenprüfung, der „Fernsehpförtner“, Beobachtung in radioaktiven Räumen und auf dem Meeresgrund – bis hin zur Vision, dass der Gang zur wissenschaftlichen Bibliothek überflüssig werde, „dann nämlich, wenn der gesuchte Buchabschnitt oder Zeitschriftenauszug auf dem Bildschirm des ‚Lesers‘ erscheint“. Ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich exakt umreißt.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> Schmalformat-Hardcover mit Original-Schutzumschlag von H. und R. Weber, Leipzig (collagehaft-moderne Bildsprache: Mond, Antennenmast, Hausarchitektur mit eingelassenen Bildschirm-Vignetten in Komplementärfarben). Federzeichnungen im Inneren von Karlheinz Birkner, Leipzig. Lizenz-Nr. 212-475/37/60. Satz und Druck im VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig, Buchbinderei Wild und Laue.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Oben leicht angestoßen, normale altersbedingte Papierbräunung, feste Bindung. Schutzumschlag erhalten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Wildgrube &#8211; Bernd Wolff DDR 1988 Jugendbuch</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/die-wildgrube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 07:26:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bernd Wolffs Jugendroman „Die Wildgrube“ (Kinderbuchverlag Berlin, 1988) verbindet Initiationsgeschichte, Trauma-Buch und ökologische Mahnung in einer Erzählung von erstaunlicher Dichte. Der dreizehnjährige Frederic überlebt einen Familienunfall, hält zu Hause die Stellung und entdeckt am Waldrand eine Grube, die zu seinem Rückzugsort wird. Mit den nervös schraffierten Illustrationen Thomas Binders. Ein bemerkenswertes Spätwerk der anspruchsvollen DDR-Jugendliteratur, das offen von chemischer Forstwirtschaft als Unfallursache spricht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Frederic ist auf der Heimfahrt aus dem Sommerurlaub mit den Eltern und der kleinen Schwester, als ein Stück Rotwild auf die Straße springt. Der Wagen prallt gegen einen Baum, die Familie wird schwer verletzt, der Junge selbst kommt mit aufgerissener Lippe davon. Während die Eltern wochenlang im Krankenhaus liegen, übernimmt Frederic zu Hause die Stellung — bei einer Nachbarin, in einer Schule, die ihn per „Patenschaft“ verwaltet, und an einer Grube am Waldrand, die zu seinem Rückzugsort wird. Dort begräbt er einen gefundenen Schädel, stößt auf eine Fliegerbombe aus dem Krieg, und lernt am Ende durch den Förster Rademacher, dass der Unfall keine Laune der Natur war, sondern Folge einer mit Chemie traktierten Forstwirtschaft.</p>
<p><b>Autor:</b> Bernd Wolff (1939–2021) zählt zu den profiliertesten Kinder- und Jugendbuchautoren der späten DDR. Der gelernte Lehrer aus dem Harz wurde 1976 freier Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Romane für junge Leser, die präzise Naturbeobachtung mit psychologischer Verdichtung verbanden. Nach 1990 schrieb er u. a. mehrere viel beachtete Romane über Goethes Harzreisen.</p>
<p><b>Illustrationen:</b> Thomas Binder, einer der prägenden Buchillustratoren des Kinderbuchverlags der achtziger Jahre. Sein eigenwilliger Stil mischt erdig-tonige Aquarelle mit nervös schraffierten Federzeichnungen — eine visuelle Sprache, die der psychologischen Schärfe des Textes entspricht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erstausgabe 1988 im Kinderbuchverlag Berlin. „Die Wildgrube“ ist zugleich Initiationsroman, Trauma-Buch und ökologische Mahnung. Dass ein DDR-Jugendbuch im Staatsverlag offen von „chemischen Giften“ und „Wuchsmitteln“ als Unfallursache spricht, ist im Erscheinungsjahr 1988 bemerkenswert — eine leise, aber unübersehbare Anzeige dafür, wie weit die ideologische Disziplinierung der Literatur in den letzten DDR-Jahren brüchig geworden war.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren, normale altersbedingte Papierbräunung.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bronzezeit — Hermann Kant · Erstausgabe 1986</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/bronzezeit-hermann-kant-%c2%b7-erstausgabe-ruetten-loening-1986-%c2%b7-ddr-satire/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:32:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hermann Kants fünf Erzählungen um den Buchhalter Farßmann, erschienen 1986 in der Erstausgabe bei Rütten &#38; Loening. Die titelgebende Geschichte um einen zersägten Preußenkönig, achtzehn Tonnen Bronze und den zynischen Werkdirektor Scharrbowski nannte Heiner Müller die schärfste DDR-Satire der letzten Jahre — geschrieben ausgerechnet vom amtierenden Präsidenten des Schriftstellerverbandes der DDR. Ein schmaler Band, der den Zustand der späten DDR mit einer Präzision erfasst, die erst aus der Rückschau sichtbar wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hermann Kant — Bronzezeit (1986)</h2>
<p><strong>Erstausgabe der „schärfsten DDR-Satire&#8220; aus der Hand des Präsidenten</strong></p>
<p>Als Hermann Kants Erzählungsband <em>Bronzezeit</em> 1986 bei Rütten &amp; Loening in Berlin erschien, stand der Autor auf dem Gipfel seiner Macht: seit 1978 Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR, Mitglied des Zentralkomitees der SED, literarisches Aushängeschild der Republik. Und doch schrieb er in diesem schmalen Band eine Satire, die Heiner Müller in seiner Autobiographie als die schärfste DDR-Satire bezeichnete, die er in den letzten Jahren gelesen habe — ein Urteil aus dem Munde eines Autors, der Kant zeitlebens misstrauisch betrachtete.</p>
<h3>Fünf Erzählungen um den Buchhalter Farßmann</h3>
<p>Der Band versammelt fünf Erzählungen, alle um die Figur des Buchhalters Farßmann kreisend: <em>PLEXA</em>, <em>Märkers Freude</em>, <em>Das Wesen des L.</em>, die titelgebende Erzählung <em>Bronzezeit</em> (Stephan Hermlin gewidmet) und <em>Die Sache Osbar</em>. Kant entfaltet in ihnen jene verschachtelte, ironisch-pointierte Prosa, für die er seit <em>Die Aula</em> berühmt war — diesmal aber mit einer Schärfe, die sich gegen Planwirtschaft, Ordensinflation und den Devisen-Zynismus der späten DDR richtet.</p>
<h3>Der VEB Ordunez und der zersägte Große Reiter</h3>
<p>In der Titelerzählung stößt Farßmann im „VEB Orden und Ehrenzeichen&#8220; auf eine ungeheuerliche Entdeckung: Unter der Tischtennisplatte und als Wandung des Goldfischteichs im Betriebspark liegt, zweigeteilt und jahrzehntelang vergraben, ein preußisches Reiterstandbild aus achtzehn Tonnen Bronze. Der Werkdirektor wittert sofort eine Devisenchance — sechshunderttausend exportfähige Medaillen ließen sich daraus pressen. Kants Satire verdichtet sich zu einem meisterhaften Bild: Kulturerbe gegen Devisen, Geschichte gegen Plan, preußischer König gegen „Verdienstdekor&#8220;.</p>
<h3>Ausstattung und Besonderheiten</h3>
<ul>
<li><strong>Verlag:</strong> Rütten &amp; Loening, Berlin</li>
<li><strong>Auflage:</strong> 1. Auflage 1986 — <em>Erstausgabe</em></li>
<li><strong>Einbandgestaltung:</strong> Eva und Bernd Haak</li>
<li><strong>Druck:</strong> Karl-Marx-Werk, Graphischer Großbetrieb Pößneck</li>
<li><strong>Lizenznummer:</strong> 220. 415/1/86 · Bestellnummer: 618 433 5</li>
</ul>
<p>Das Coverdesign von Eva und Bernd Haak nimmt das zentrale Motiv visuell vorweg: Vor einem Punktraster steht ein kupferstichartig reproduziertes Reiterstandbild, bewusst horizontal zweigeteilt — eine ikonografische Präzisionsarbeit, die den zersägten „Großen Reiter&#8220; der Erzählung aufs Vortitelblatt hebt.</p>
<p><em>Bronzezeit</em> in der Erstausgabe ist eines der spannendsten Fundstücke für Sammler der DDR-Literatur — ein Buch, das den Zustand der späten DDR mit einer Präzision erfasst, die erst aus der Rückschau in ihrer ganzen Schärfe sichtbar wird.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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