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	<title>Erstauflage &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Alle meine Pflanzen – Gartenbuch für Kinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 08:00:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[DDR-Kindersachbuch von 1985: „Alle meine Pflanzen – Gartenbuch für Kinder“ von Elisabeth Manke, illustriert und gestaltet von Ruth Fritzsche. 152 Seiten mit rund 140 farbigen Illustrationen von botanischer Tafelpräzision und warmer analoger Farbwärme. Erschienen im Verlag für die Frau, Leipzig (1. Auflage). Statt Verniedlichung echte Botanik – vom Steckling bis zum biologischen Pflanzenschutz – und eine für 1985 erstaunlich ökologische Haltung. Ein Buch, das Kinder als angehende Fachleute ernst nimmt; heute gesuchtes Erinnerungs- und Sammlersstück sowie Entdeckung für die Analog- und Cottagecore-Generation.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Alle meine Pflanzen – Gartenbuch für Kinder“ von Elisabeth Manke, illustriert und gestaltet von Ruth Fritzsche, ist ein DDR-Kindersachbuch der besonderen Art. Auf 152 quadratischen Seiten führt es junge Leser ab neun Jahren in vier Kapiteln vom Fensterbrett bis in den Garten: „Meine Pflanzen im Zimmer“, „Rund um den Balkon“, „Die Gartenecke“ und „Allerlei Tips, Basteleien und Schmückendes aus Pflanzen“. Statt kindlicher Verniedlichung bietet das Buch echte Botanik – vom Steckling über die Hydrokultur bis zum biologischen Pflanzenschutz – und nimmt sein junges Publikum als angehende Fachleute ernst.</p>
<p><b>Die Illustrationen:</b> Den eigenständigen Wert des Bandes machen die rund 140 farbigen Illustrationen von Ruth Fritzsche aus, die zugleich für die Gesamtgestaltung verantwortlich war. Ihre Blätter verbinden botanische Tafelpräzision mit der warmen, erdigen Farbpalette der analogen Aquarell- und Gouachemalerei. Viele Bilder zeigen Hände bei der Arbeit oder Querschnitte durch Komposthaufen und Wurzelballen – didaktische „Mitmach-Bilder“ von hoher gestalterischer Geschlossenheit.</p>
<p><b>Autorin &amp; Verlag:</b> Elisabeth Manke betreute mehrere Garten- und Pflanzentitel im Programm des Verlags für die Frau, Leipzig – des einzigen Mode- und Ratgeberverlags der DDR, 1946 aus dem 1890 gegründeten Verlag Otto Beyer hervorgegangen und vor allem für seine Koch-, Back- und Haushaltsbücher bekannt. Dass ein botanisch so genaues Kindersachbuch ausgerechnet hier und nicht im Kinderbuchverlag erschien, verweist auf die DDR-Logik von Selbstversorgung und „Kultur im Heim“.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Bemerkenswert ist die für 1985 fortschrittliche ökologische Haltung: Das Buch empfiehlt ausdrücklich biologischen Pflanzenschutz mit Nützlingen, Mischkultur und Kompost und mahnt den Schutz von Igel, Biene und Vogel an – ein deutlicher Kontrast zu früheren DDR-Gartenratgebern. Zugleich verharmlost es weder Giftpflanzen noch den Umgang mit Chemikalien. Erschienen in 1. Auflage 1985 (spätere Auflagen 1986 und 1988); die Erstauflage ist die gesuchteste.</p>
<p><b>Bibliografische Daten:</b> Verlag für die Frau, Leipzig, 1. Auflage 1985. 152 Seiten, fester farbig illustrierter Pappband (glanzfoliert), Format ca. 19,5 × 21 cm. LSV 7851, Best.-Nr. 672 484 8, EVP 16,80 M. Druck: Graphischer Großbetrieb Leipzig.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Einband minimal bestoßen, innen sauber und komplett.</p>
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		<title>Landung auf dem Fußballplatz oder Was willst du werden? — 8000 Gedichte zum Selbermachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 09:42:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein kombinatorisches Klappbuch aus dem Verlag Junge Welt, 1979: Zwanzig Berufsseiten — vom Volkspolizisten bis zur polyglotten Sekretärin —, jede horizontal in drei Streifen geschnitten. Wer kombiniert, erhält 8.000 mathematisch mögliche Reimgedichte. Gottfried Herolds präzise Verse und Gerhard Rappus' aus dem Mosaik-Geist gespeiste Aquarelle schaffen aus einem staatlichen Berufsorientierungsbuch eine spielerische Anarchie. Eine buchgestalterische Glanzleistung des Spätsozialismus, hergestellt im Sachsendruck Plauen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kinderbuch, das mit drei sauberen Schnitten die DDR-Arbeitswelt in achttausend Gedichte zerlegt: Gottfried Herolds und Gerhard Rappus&#8216; <em>Landung auf dem Fußballplatz oder Was willst du werden?</em>, 1979 im Verlag Junge Welt erschienen, ist eines der außergewöhnlichsten Klappbücher des Spätsozialismus. Jede der zwanzig Berufsseiten ist horizontal in drei Streifen geschnitten — Kopf, Mittelteil, Beine —, und wer kombiniert, erhält 8.000 mathematisch mögliche Reimgedichte, die alle syntaktisch tragen und metrisch funktionieren.</p>
<p>Auf dem Cover landet ein Volkspolizist mit Schirmmütze, Trillerpfeife und Blumenstrauß am Fallschirm auf einem Fußballplatz, während um ihn herum eine Krankenschwester, ein Gärtner mit übergroßer Karotte und eine Köchin mit Geburtstagstorte vom Himmel schweben. Im Inneren stellen Herolds Verse zwanzig DDR-Berufe vor: Polizist, Maurer, Förster, Hochseefischer, Tischler, Bäcker, Melker, Trainerin, Sekretärin, Krankenschwester, Frisöse, Töpferin, Kindergärtnerin, Ärztin, Serviererin, Gärtnerin und weitere. Die Berufsbilder spiegeln die ideologische Architektur des Landes — vom HO-Schiffchen der Serviererin über den Olympia-Drill der Trainerin bis zum Melkkarussell des LPG-Melkers. Doch keiner dieser Berufler ist ein glatter Plakatheld. Der Maurer prüft hyperakkurat „sechzigmal am Tage die Mauer mit der Wasserwaage&#8220;, der Bäcker trägt eine über und über bekleckerte Schürze, die Sekretärin lernt „aus Spaß jetzt noch Japanisch&#8220;.</p>
<p>Gerhard Rappus, der Illustrator, hatte seine prägende Werkstatt in den frühen sechziger Jahren bei der legendären Comic-Zeitschrift <em>Mosaik</em> — und diese Comic-Sozialisation ist im Buch unübersehbar: panel-haft dynamische Figuren, fliegende Buchstaben um die Sekretärin herum, Sprenkel und Kleckse auf Bäcker- und Frisösen-Kitteln, lockeres Aquarell mit tuschiger Strichführung. Gottfried Herold, einst technischer Zeichner, schreibt eine Kinderlyrik, die nie die Bodenhaftung verliert, auch wenn sie ins Surreale kippt: Der Gärtner bringt „mit großen Mühen sogar den Gartenschlauch zum Blühen&#8220;, die Krankenschwester pflegt „mit Liebe selbst abgestürzte Kirschendiebe&#8220;.</p>
<p>Die eigentliche Sprengkraft entfaltet sich erst beim Kombinieren. Wer den Kopfstreifen des Polizisten zur Frisösen und die Beine zur Sekretärin schlägt, bekommt einen polyglotten Friseur-Polizisten — und das Gedicht trägt. Achttausend Mal kann das Kind die feste Zuordnung von Person und Tätigkeit zerlegen und neu zusammensetzen. Diese Botschaft steht in keinem Vorwort, in keinem direkten Satz. Sie liegt in der Konstruktion. Druckgenehmigung 715/6/79, sauber bewilligt vom Ministerium für Kultur, hergestellt im Grafischen Großbetrieb Sachsendruck Plauen — und durch die FDJ-Hauspforte gegangen, weil Kinderbücher als ideologisch ungefährlich galten.</p>
<p>Acht Mark der DDR kostete das Buch im Jahr 1979 — ein Vielfaches dessen, was Pioniertaschenbücher gewöhnlich kosteten. Die Mehrkosten für die drei Schnitte hat der Sachsendruck Plauen sich nicht ausgedacht. Sie waren die Voraussetzung für jene 8.000 Gedichte. Heute ist das Buch eine begehrte Rarität — gut erhaltene Erstauflagen sind selten, weil das Klappformat bei Kindern stark beansprucht wurde. Wer es als Sammler entdeckt, sieht eine buchgestalterische Glanzleistung des Spätsozialismus, gezeichnet von einem ehemaligen <em>Mosaik</em>-Koloristen, getextet von einem ehemaligen technischen Zeichner.</p>
<p><strong>Bibliografische Angaben:</strong> Gottfried Herold (Text), Gerhard Rappus (Illustrationen und Einbandgestaltung). Verlag Junge Welt, Berlin. 1. Auflage 1979. Lektor: Marita Wetzstein. Typografische Gestaltung: Christine Petzak. Druckgenehmigungsnummer 715/6/79. LSV 7823. Bestellnummer 683 303 2. Gesamtherstellung: Grafischer Großbetrieb Sachsendruck Plauen. Originalpreis 8,– M. Für Kinder ab 5 Jahren. Format: Klappbuch mit horizontal in drei Streifen geschnittenen Seiten.</p>
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