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	<title>DDR-Satire &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Bronzezeit — Hermann Kant · Erstausgabe 1986</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:32:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hermann Kants fünf Erzählungen um den Buchhalter Farßmann, erschienen 1986 in der Erstausgabe bei Rütten &#38; Loening. Die titelgebende Geschichte um einen zersägten Preußenkönig, achtzehn Tonnen Bronze und den zynischen Werkdirektor Scharrbowski nannte Heiner Müller die schärfste DDR-Satire der letzten Jahre — geschrieben ausgerechnet vom amtierenden Präsidenten des Schriftstellerverbandes der DDR. Ein schmaler Band, der den Zustand der späten DDR mit einer Präzision erfasst, die erst aus der Rückschau sichtbar wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hermann Kant — Bronzezeit (1986)</h2>
<p><strong>Erstausgabe der „schärfsten DDR-Satire&#8220; aus der Hand des Präsidenten</strong></p>
<p>Als Hermann Kants Erzählungsband <em>Bronzezeit</em> 1986 bei Rütten &amp; Loening in Berlin erschien, stand der Autor auf dem Gipfel seiner Macht: seit 1978 Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR, Mitglied des Zentralkomitees der SED, literarisches Aushängeschild der Republik. Und doch schrieb er in diesem schmalen Band eine Satire, die Heiner Müller in seiner Autobiographie als die schärfste DDR-Satire bezeichnete, die er in den letzten Jahren gelesen habe — ein Urteil aus dem Munde eines Autors, der Kant zeitlebens misstrauisch betrachtete.</p>
<h3>Fünf Erzählungen um den Buchhalter Farßmann</h3>
<p>Der Band versammelt fünf Erzählungen, alle um die Figur des Buchhalters Farßmann kreisend: <em>PLEXA</em>, <em>Märkers Freude</em>, <em>Das Wesen des L.</em>, die titelgebende Erzählung <em>Bronzezeit</em> (Stephan Hermlin gewidmet) und <em>Die Sache Osbar</em>. Kant entfaltet in ihnen jene verschachtelte, ironisch-pointierte Prosa, für die er seit <em>Die Aula</em> berühmt war — diesmal aber mit einer Schärfe, die sich gegen Planwirtschaft, Ordensinflation und den Devisen-Zynismus der späten DDR richtet.</p>
<h3>Der VEB Ordunez und der zersägte Große Reiter</h3>
<p>In der Titelerzählung stößt Farßmann im „VEB Orden und Ehrenzeichen&#8220; auf eine ungeheuerliche Entdeckung: Unter der Tischtennisplatte und als Wandung des Goldfischteichs im Betriebspark liegt, zweigeteilt und jahrzehntelang vergraben, ein preußisches Reiterstandbild aus achtzehn Tonnen Bronze. Der Werkdirektor wittert sofort eine Devisenchance — sechshunderttausend exportfähige Medaillen ließen sich daraus pressen. Kants Satire verdichtet sich zu einem meisterhaften Bild: Kulturerbe gegen Devisen, Geschichte gegen Plan, preußischer König gegen „Verdienstdekor&#8220;.</p>
<h3>Ausstattung und Besonderheiten</h3>
<ul>
<li><strong>Verlag:</strong> Rütten &amp; Loening, Berlin</li>
<li><strong>Auflage:</strong> 1. Auflage 1986 — <em>Erstausgabe</em></li>
<li><strong>Einbandgestaltung:</strong> Eva und Bernd Haak</li>
<li><strong>Druck:</strong> Karl-Marx-Werk, Graphischer Großbetrieb Pößneck</li>
<li><strong>Lizenznummer:</strong> 220. 415/1/86 · Bestellnummer: 618 433 5</li>
</ul>
<p>Das Coverdesign von Eva und Bernd Haak nimmt das zentrale Motiv visuell vorweg: Vor einem Punktraster steht ein kupferstichartig reproduziertes Reiterstandbild, bewusst horizontal zweigeteilt — eine ikonografische Präzisionsarbeit, die den zersägten „Großen Reiter&#8220; der Erzählung aufs Vortitelblatt hebt.</p>
<p><em>Bronzezeit</em> in der Erstausgabe ist eines der spannendsten Fundstücke für Sammler der DDR-Literatur — ein Buch, das den Zustand der späten DDR mit einer Präzision erfasst, die erst aus der Rückschau in ihrer ganzen Schärfe sichtbar wird.</p>
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