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	<title>DDR 1960er &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Feuerland ahoi!</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/feuerland-ahoi-eberhard-hilscher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 09:57:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Feuerland ahoi!“ von Eberhard Hilscher ist eine Erzählung über Charles Darwin vor und nach der Reise der „Beagle“, erschienen 1961 im Paul List Verlag Leipzig. Der Untertitel lautet „Mister Darwin macht eine Entdeckung“. Ein ironischer Erzähler führt von Darwins Streit mit dem Vater über den cholerischen Kapitän Fitz-Roy bis zu den sozialen Spannungen im England der Zeit. Es ist Hilschers erste erzählerische Veröffentlichung. Besonders ist der farbige Schutzumschlag von Karl Stratil mit Felsen und Dreimaster. Die Passagen über die Feuerländer geben die Sichtweise der Zeit wieder. Erste Auflage 1961, 190 Seiten, Zustand sehr gut, Schutzumschlag am Rand leicht berieben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Feuerland ahoi!“ trägt den Untertitel „Mister Darwin macht eine Entdeckung“ und erzählt von Charles Darwin vor und nach der Reise der „Beagle“. Der junge Darwin soll nach dem Willen seines Vaters Geistlicher werden und hat für Steineklopfen und Käfersammeln nichts übrig, jedenfalls nichts, was der Vater gelten lässt. Dann kommt das Angebot, an Bord der „Beagle“ zu gehen, und mit ihm der cholerische Kapitän Fitz-Roy, der drei Feuerländer als Geiseln nach England gebracht hat. Parallel wachsen in England die sozialen Spannungen, die Erzählung führt dazu bis in die Fabrik der Wedgwoods. Das Inhaltsverzeichnis gliedert das Buch in die Teile „Erwartung“, „Erfahrung“ und „Erkenntnis“ und kündigt mit kursiven Unterzeilen einen heiteren Ton an, etwa „Erstaunliches Guariba im Urwald“ oder „Heimkehr des Verlorenen Sohnes“. Der Erzähler kommentiert ironisch und wechselt zwischen den Schauplätzen.</p>
<p><b>Autor:</b> Eberhard Hilscher (1927 in Schwiebus geboren, 2005 in Berlin gestorben) war Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, bekannt auch durch Monographien über Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und Arnold Zweig. „Feuerland ahoi!“ gilt als seine erste erzählerische Veröffentlichung. Der Roman „Der Morgenstern“ folgte 1970, „Die Weltzeituhr“ 1983. In der DDR galt er als Außenseiter; einzelne Texte erschienen dort nur zensiert oder erst nach seinem Tod.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Die Erzählung erschien 1961 im Paul List Verlag Leipzig. Sie macht aus einem historischen Stoff eine szenische Erzählung und folgt dabei dem populärwissenschaftlichen Muster, Darwin als Überwinder überlieferter Schöpfungslehren zu zeigen. Der Erzähler achtet auf Klassenverhältnisse, etwa auf das Wahlrecht und die „Swing“-Unruhen. Das ist zeittypische Rahmung, aber keine Parole. Ein Vor- oder Nachwort mit Bezug zur DDR enthält das Buch nach unserer Sichtung nicht. Zu Auflagenhöhe, zeitgenössischen Kritiken oder späteren Auflagen liegen keine belastbaren Angaben vor.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Ton: ein Erzähler, der Fitz-Roys Nasenvorbehalt nach Lavater und den Waffenkauf mit spürbarer Distanz schildert. Wer historische Erzählungen der frühen 1960er Jahre sucht oder Darwins Weg zur Evolutionstheorie einmal als Erzählung statt als Biografie lesen will, findet hier ein Beispiel. Vorsicht ist bei den Passagen über die Feuerländer geboten. Wörter wie „Naturkinder“ und „Eingeborene“ übernehmen die Sicht der Zeit und werden nicht durchgehend von Darwins Perspektive getrennt. Das Buch ist keine Darwin-Biografie, Einzelheiten sind erzählerisch gestaltet. Für Sammler ist der farbige Schutzumschlag von Karl Stratil interessant: ein Aquarellmotiv mit schroffen Felsen und einem Dreimaster, der Titel in roter Schreibschrift.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Paul List Verlag Leipzig, 1. Auflage 1961, 190 Seiten. Schutzumschlag und Einbandentwurf von Karl Stratil. Gesamtherstellung VEB Offizin Andersen Nexö in Leipzig, Lizenznummer 375-290/22/61.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand sehr gut. Der Schutzumschlag ist am Rand leicht berieben, sonst ist das Buch für sein Alter sehr gut erhalten. Das Papier ist, wie bei Büchern dieser Zeit üblich, dünn und leicht gelblich getönt.</p>
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		<title>Camp 87</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/camp-87-arne-leonhardt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 17:13:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Camp 87“ von Arne Leonhardt erschien 1964 im Verlag Neues Leben in der Reihe „Spannend erzählt“. Der schwarze Maschinenschlosser George Moses Cotter nimmt einen Vertrag bei einem US-Ölkonzern in Venezuela an und landet im Dschungellager „Camp 87“, wo die venezolanischen Arbeiter streiken. Der Abenteuerroman erzählt Rassismus und Konzernmacht im Sinne der DDR-Jugendliteratur, mit Sprache der Zeit, die heute eine Einordnung braucht. Illustriert von Rudolf Grapentin, gebunden, 262 Seiten. Zustand: gut, Schutzumschlag abgenutzt und mit Fehlstellen, Innenteil bis auf Alterungsflecken und Randbräunung sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> George Moses Cotter, ein schwarzer Maschinenschlosser aus den Südstaaten, nimmt einen Vertrag der Creole Petroleum Corporation in Venezuela an. Er will sich damit ein Technikstudium finanzieren. Schon die Anreise zeigt ihm, wie die Hautfarbe sein Leben bestimmt: Rassentrennung auf dem Weg zum Flugzeug, Polizeiaufgebot, Misstrauen. In der Konzernzentrale schiebt man ihn wegen seiner Hautfarbe ins abgelegene Dschungellager „Camp 87“, das die Arbeiter „Campo diablo“ nennen. Dort sitzen die Angestellten der Gesellschaft rechts in Büros und Bungalows, die venezolanischen Arbeiter links in selbstgezimmerten Hütten. Die Arbeiter rufen Cotter „Yanki“ nach. Dann streiken sie, und Cotter gerät zwischen Lagerleitung, Streikbrecher, Militär und die Buchhalterin Helen Shelton, die den Streikenden hilft. Wie es ausgeht, bleibt hier offen.</p>
<p><b>Autor:</b> Arne Leonhardt schrieb „Camp 87“ für den Verlag Neues Leben. Eine Suche nennt unter demselben Namen „Im Dämonenwald“ (Neues Leben, 1966); ob es derselbe Autor ist, ist nicht gesichert. Weitere Angaben zur Person fanden sich nicht. <b>Illustrationen:</b> Rudolf Grapentin, der auch Einband und Schutzumschlag gestaltet hat. Die Typografie besorgte Gerhard Ch. Schulz.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien 1964 in der Reihe „Spannend erzählt“, zwei Jahre nach der Kubakrise. Er verbindet zwei Themen, die in der DDR-Publizistik der Zeit geläufig waren: die Anklage der Rassentrennung in den USA und die Kritik an amerikanischen Konzernen in Lateinamerika. Das ist eine Einordnung aus dem Inhalt; Quellen zur Entstehung oder zu zeitgenössischen Besprechungen fanden sich nicht. Belegt ist eine Lizenzausgabe des Buchclubs 65 von 1965 mit 260 Seiten und denselben Illustrationen. Über Auflagenhöhen sagt das nichts.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Roman erzählt Rassismus als Merkmal des Kapitalismus und macht es sich dabei streckenweise leicht: Wer für den Konzern arbeitet, ist feige oder verdorben, wer streikt, ist standhaft. Interessant ist die Hauptfigur zwischen den Fronten. Cotter wird in Venezuela verschont, weil er US-Bürger ist: „Daß Sie noch leben, verdanken Sie Ihrer Staatszugehörigkeit.“ (S. 186). Das Buch kritisiert Rassismus und übernimmt zugleich dessen Sprache. Es verwendet durchgehend die damals übliche Bezeichnung „Neger“, Figuren sagen auch „Nigger“, und die Köchin Mam Rose ist in Kolonialklischees gezeichnet. Wer es liest, braucht diese Einordnung. Als Quelle zeigt es, wie die DDR ihrer jugendlichen Leserschaft Lateinamerika und Antiimperialismus als Abenteuerstoff erzählte.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Verlag Neues Leben, Berlin, 1964. Reihe „Spannend erzählt“. Gebunden mit Schutzumschlag, 262 Seiten, mit ganzseitigen Federzeichnungen. Lizenz-Nr. 303 (305/24/64), gedruckt im Karl-Marx-Werk Pößneck (V 15/30), Schrift 10 p Liberta-Antiqua.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist abgenutzt und hat Fehlstellen. Im Vor- und Nachsatz zeigen sich Alterungsflecken im Papier, die Ränder sind gebräunt. Mechanisch ist das Buch in sehr gutem Zustand, die Innenzeichnungen sind sauber erhalten.</p>
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		<title>Plastik</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/plastik-klaus-wegmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:34:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Plastik. Lehrbuch für die Kunstbetrachtung von Klaus Wegmann, erschienen 1966 bei Volk und Wissen in Berlin. Das als Schulbuch bestätigte Werk führt auf 180 Seiten von Werkstoffen und Gattungen durch die Epochen von der Urgesellschaft bis zur Bildhauerei des 20. Jahrhunderts, mit Werkvergleichen, Kurzbiografien, Zeittafeln und Bildtafeln. Kunst wird durchgehend aus Produktionsweise und Klassenverhältnissen erklärt, die Formanalysen einzelner Werke sind dabei handwerklich genau. Aufschlussreich ist das Kapitel zur Moderne, etwa zu Henry Moore und zum Personenkult in der Monumentalplastik. 1. Auflage, Zustand gut, Ecken etwas berieben bzw. angestoßen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Plastik. Lehrbuch für die Kunstbetrachtung“ führt auf 180 Seiten durch die Geschichte der Bildhauerei. Ein erstes Kapitel, „Vom Wesen der Plastik“, behandelt Werkstoffe, Werkzeuge und Gattungen. Danach folgen die Epochen von der Urgesellschaft über Ägypten, Griechenland und Rom, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus bis zur Plastik des 20. Jahrhunderts. Jede Epoche ist gleich gebaut: Lehrtext mit Werkvergleichen, lexikalische Kurzbiografien, Zeittafel, Bildtafeln. Am Ende stehen ein Verzeichnis der Gegenwartsplastik, Literaturhinweise und ein Sachwortverzeichnis. Die Abbildungen sind schwarzweiß und nach Kapitel und laufender Nummer gezählt, sodass sich Text und Bild genau aufeinander beziehen lassen. Studioaufnahmen (Kolbe, Kändler, Donatello) sind gut, Freiaufnahmen und Architekturansichten wirken körnig.</p>
<p><b>Autor:</b> Klaus Wegmann wird im Impressum mit „Dresden“ genannt. Nach einem Auktionskatalogtext wurde er 1923 geboren, war ab 1945 Neulehrer in Dresden, später Fachberater für Kunsterziehung und langjähriges Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Kunsterziehung“. Für Volk und Wissen arbeitete er an mehreren Veröffentlichungen mit. Die Einbandgestaltung stammt von Heinz Hellmis, die typographische Gestaltung von Gerhard Neitzke. Das Titelfoto zeigt Fritz Cremer bei der Arbeit an der Buchenwaldgruppe.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1966 als 1. Auflage bei Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, einem 1945 als Schulbuchverlag gegründeten Haus. Redaktionsschluss war der 15. Dezember 1965, das Ministerium für Volksbildung hatte den Band als Schulbuch bestätigt, der Ladenpreis betrug 6,50 Mark. Durchgehend gilt der historische Materialismus: Kunst wird aus Produktionsweise und Klassenverhältnissen abgeleitet, Epochen heißen „Sklavenhaltergesellschaft“, „Feudalordnung“ oder „Manufakturkapitalismus“. Sobald ein einzelnes Werk beschrieben wird, tritt die Doktrin zurück. Die Analysen zu Ponderation, Faltenwurf und Bronzeguss sind handwerklich genau, die Polemik sitzt in den Kapiteleinleitungen und Zeittafeln. Zu Auflagenhöhe, Nachauflagen oder zeitgenössischer Kritik ließ sich nichts Belastbares finden.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Es hat zwei Gebrauchswerte. Als Handwerkszeug taugt es noch: Der Vergleich von Kuros, Doryphoros und Apoxyomenos (S. 37) zeigt an drei Figuren, was Ponderation ist. Als Quelle verrät es, was ein DDR-Schulbuch Mitte der 1960er Jahre über die Moderne sagen wollte. Henry Moores stehendes Figurenpaar „erschreckt uns durch die gespenstische Umformung alles Menschlichen“ (S. 147), ungegenständliche Kunst verbreite „Pessimismus und Schicksalsglauben“ (S. 149). Im selben Kapitel nennt der Text den Personenkult in der sowjetischen Monumentalplastik eine Fehlentwicklung, die Werke erstarrten „in leerer Pose“ (S. 149). Das Bild, das sich ergibt: Antike und europäische Tradition gelten als Erbe, die klassische Moderne wird bedingt aufgenommen, die Plastik der DDR steht am Ende als Zielpunkt. Interessant ist das für Sammler von DDR-Schulbüchern, für Leser mit Blick auf die Kulturpolitik der Zeit und für alle, die Bildhauerei lieber an Werkvergleichen als an Katalogtexten lernen.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1966, 1. Auflage, 180 Seiten, schwarzweiße Abbildungen. Bestellnummer 170954-1, Lizenznummer 203 1000/65 (E) ES 11 E, Druck VEB Leipziger Druckhaus, Leipzig, Schrift Garamond.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Die Ecken sind etwas berieben bzw. angestoßen.</p>
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		<title>PRAMO 10/1969</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/pramo-10-1969/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 20:28:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[PRAMO („Praktische Mode“), Heft 10/1969, erschienen im Verlag für die Frau in Leipzig. Das Nähheft für den Winter bringt Modelle mit Größe, Stoffverbrauch und Schnittnummer, darunter Hosenanzüge für den Skiurlaub, Kombinationen für berufstätige Frauen, Kleider für ältere Leserinnen und Kinderwintermode in Dederon. Dazu kommen ein Rezeptteil, ein kleiner Schneiderkursus zum Reißverschluss und Anzeigen, unter anderem für Certo-Kameras. Auf der Titelseite trägt das Modell eine Jacke mit pelzverbrämter Kapuze, die letzte Doppelseite zeigt die Rückansichten aller Modelle. Das Heft kostete 1,50 M, es hat 24 Seiten. Der Zustand ist sehr gut, die Umschlagseite ist leicht berieben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Heftübersicht:</b> PRAMO, die „Praktische Mode“, ist ein Heft zum Selbstschneidern. Die Oktoberausgabe 1969 ist ein Wintervorbereitungsheft. Auf den Seiten 4 und 5 steht Männermode zum Selbernähen, auf den Seiten 6 und 7 stehen Hosenanzüge und Kniebundhosen für den Skiurlaub. Es folgen Kombinationen aus Rock, Bluse, Weste und Pullover für „berufstätige Frauen und Mädchen“ (S. 8 bis 11), Tageskleider (S. 12/13), zwei Strecken unter der Überschrift „Im reiferen Alter“ (S. 14 bis 17) und Handspielpuppen aus Stoffresten als Fortsetzung einer Serie (S. 18/19). Kinderwintermode in Dederon steht auf den Seiten 20 und 21, Rezepte vom Schwein auf den Seiten 22 und 23, ein kleiner Schneiderkursus zum Einarbeiten von Reißverschlüssen auf den Seiten 24 und 25. Die letzte Doppelseite zeigt Rückansichten aller Modelle und Anzeigen, unter anderem für Certo-Kameras.</p>
<p><b>Zur Zeitschrift:</b> PRAMO erschien monatlich im Verlag für die Frau in Leipzig. Nach Wikipedia ging die erste Ausgabe im Januar 1948 heraus, eingestellt wurde das Heft 1993. Anders als die „Sibylle“ desselben Verlags legte es seinen Heften Schnittmusterbogen bei. Die Auflage des Jahres 1969 ist nicht belegt. Redaktion laut Impressum: Antonie Janusch (verantwortlich), Doris Philipp (redaktionelle Bearbeitung), Layout Peter Bläsche. Der Heftpreis betrug 1,50 M.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Zu jedem Modell nennt das Heft Größe, Stoffverbrauch in Metern, Stoffbreite, Schnittnummer und Bogen. Die Stoffe stammen aus namentlich genannten volkseigenen Betrieben, eine Dankliste führt zehn Stoffwerke und einen Knopfbetrieb auf. Ob sich die Stoffe im Handel finden ließen, verrät das Heft nicht; ein Nebensatz auf Seite 6 verweist nur darauf, dass auch „unser Handel“ fertige Borten anbiete. Einen politischen Pflichtteil gibt es nicht. Die Rahmung steckt in den Details, etwa in der strengen Figurberatung: Das Kleid im Kosakenstil verlangt laut Heft, dass die Trägerin „groß und gut proportioniert“ ist (S. 17).</p>
<p><b>Was dieses Heft heute interessant macht:</b> Es zeigt, dass Kleidung 1969 für viele Leserinnen ein Eigenprodukt war: Der Stoff musste gefunden, der Schnitt gekauft, das Kleidungsstück selbst genäht werden. Dazu kommen Zeitdokumente im Kleinen, etwa die „Kosmonautenkappe“ aus Dederon (S. 20/21), die Werbung für bedruckte Malimostoffe (S. 12) oder die Eigenwerbung des Verlags mit Schnittmustern zu 1 M und 1,50 M, bezogen im Fachhandel oder per Nachnahme (S. 26/27). Wer Kleidung, Alltag und Werbung der späten Sechziger aus erster Hand sehen will, findet hier sauber gedruckte Zahlen, Preise und Betriebsnamen. Redaktionelle Zeitkritik sollte man nicht erwarten, das Heft ist durchweg Gebrauchstext.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Verlag für die Frau, Leipzig, 1969. Heft 10, Index 32928, Lizenz-Nr. 1217, Einzelpreis 1,50 M. Broschur, geheftet, farbiger Umschlag, 24 Seiten. Druck: VEB Interdruck, III/18/97. Titelmodell ist eine Jacke mit pelzverbrämter Kapuze.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Die Umschlagseite ist leicht berieben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Knallsilber</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/knallsilber-wilhelm-strube-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 18:38:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Knallsilber von Wilhelm Strube erzählt Geschichten aus dem Leben des Chemikers Justus von Liebig, von der Schulzeit in Darmstadt 1818 über die Apothekerlehre in Heppenheim bis zu den Studienjahren. Erschienen 1969 in der 2. Auflage im Kinderbuchverlag Berlin, mit Illustrationen von Karl-Heinz Birkner und für Leser von 13 Jahren an. Das Buch erzählt Wissenschaftsgeschichte als Handlung, mit Humor in den Marktszenen und mit marxistisch gefärbten Geschichtsexkursen, die es als Zeitdokument interessant machen. Farbig illustrierter Pappband mit grauem Leinenrücken, 218 Seiten. Zustand sehr gut, tadellos, wie unbenutzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Wilhelm Strube erzählt das Leben des Chemikers Justus von Liebig als Folge von Szenen. Es beginnt 1818 in Darmstadt, wo der fünfzehnjährige Justus in der Schule nicht vorankommt und vom Professor vorgeführt wird. „Chemiker? Was ist das für ein komischer Beruf!“ heißt es auf Seite 8, und tatsächlich gab es den Beruf damals kaum. Justus schwänzt für Experimente, schaut einem Quacksalber auf dem Jahrmarkt zu, beginnt eine Apothekerlehre in Heppenheim und fliegt dort nach einer Explosion in der Dachkammer hinaus. Es folgen Studium in Bonn und Erlangen und die Flucht nach Nürnberg 1822. Laut Inhaltsverzeichnis reicht das Buch weiter über Paris, Gießen, den Patentdünger und die Revolution von 1848 bis zum „Abschied“.</p>
<p><b>Autor:</b> Wilhelm Strube (1925 bis 1999) war Chemiehistoriker und Schriftsteller. In der DDR arbeitete er an der Akademie der Wissenschaften und schrieb Jugendbücher über Forscher, darunter über Marie Curie und Johannes Kepler. Das Nachwort nennt seine Methode: Zeugnisse aus Liebigs Briefen und Aufzeichnungen seien „den Quellen getreu nachgestaltet“, Gedanken und Gespräche zum Teil also Nachdichtung. <b>Illustrationen:</b> Karl-Heinz Birkner, Leipziger Grafiker, mit Federzeichnungen im Text.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien zuerst 1965 im Kinderbuchverlag Berlin, diese zweite Auflage trägt die Lizenznummer mit der Jahreszahl 69. Weitere Ausgaben folgten 1972 und 1979. Das Impressum empfiehlt es „für Leser von 13 Jahren an“. Wissenschaftsgeschichte für Jugendliche passte zum Bildungsanspruch der DDR-Jugendliteratur, und das merkt man: Mehrere Erzählerexkurse deuten Liebigs Hindernisse in der Begrifflichkeit der marxistischen Geschichtsschreibung, mit Feudalherren, Zünften und Karlsbader Beschlüssen als Gegenspielern.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Am besten ist es dort, wo es erzählt statt erklärt: der Quacksalber mit seinem „Mixtum, Mixtorum Essentia“, die Detonation in Heppenheim, das schulmüde Kind, das seine Fragen an die falschen Lehrer richtet. Die Geschichtsexkurse sind dagegen lehrbuchhaft und bremsen die Handlung. Gerade das macht den Band als Zeitdokument lesbar: Man sieht, wie die DDR Naturwissenschaft und Obrigkeitskritik zusammenband. Das Nachwort sagt offen, dass Quelle und Nachgestaltung gemischt sind.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Der Kinderbuchverlag Berlin, 1969, 2. Auflage, 218 Seiten. Pappband mit farbig illustriertem Einband (Laborszene in Blau und Grün) und grauem Leinenrücken. Satz und Druck: Karl-Marx-Werk Pößneck. Widmung „Meinen Eltern“, Nachwort des Autors. Das Erscheinungsjahr ergibt sich aus der Lizenznummer, im Impressum steht es nicht ausgeschrieben.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Tadelloser Zustand, wie unbenutzt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser DDR 1962</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fachkunde-kraftfahrzeugschlosser-autorenkollektiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 12:39:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser“ ist ein Lehrbuch des VEB Verlag Technik, Berlin 1962, verfasst von einem Autorenkollektiv. Auf 752 Seiten mit 784 Abbildungen führt es Lehrlinge und Facharbeiter durch Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung, Bereifung, Triebwerk und Verbrennung. Es ist eine starke Überarbeitung des Lehrbuches von E. Dähn und erschien in der Reihe „Lehrbücher für die Berufsausbildung“. Der Fachteil ist nüchtern, der ideologische Rahmen mit Planzahlen und Systemvergleich steht an den Kapitelrändern. Heute ist es eine Quelle für Pfleger von Trabant, Wartburg und Robur und ein Zeitdokument der Berufsausbildung. Zustand gut, Ecken und Kanten etwas berieben, innen tadellos, mit Beilage.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Das Lehrbuch führt Lehrlinge und Facharbeiter durch das ganze Fahrzeug. Es beginnt mit Fahrzeugarten, Bauelementen, Standardisierung und Montage, behandelt dann Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung und Bereifung und geht weiter zu Triebwerk, Verbrennung und Motorteilen. Am Ende stehen das Prüfen und die Betriebsstoffe. Die Kapitel folgen einem festen Muster: Aufgabe, Bauteile, Berechnung, Wartung und Instandsetzung, zum Schluss Kontrollfragen im Imperativ („Erläutere“, „Begründe“). Das Buch hat 784 Abbildungen, vor allem Strichzeichnungen und Fließschemata, dazu Fotoserien wie die Montage der Vorderachse (S. 126 f.).</p>
<p><b>Autor:</b> Verfasser ist laut Titel ein Autorenkollektiv. Das Impressum nennt neun Bearbeiter, darunter Folkmar Kinzer, Eberhard Klimmer und Hans Schönersted, und eine Redaktion aus Folkmar Kinzer, Kurt Lemmer und Karl-Heinz Schulze. Es ist eine starke Überarbeitung des Lehrbuches „Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser und Kraftfahrzeughandwerker“ von E. Dähn. Einbandgestaltung: Werner Fahr.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1962 im VEB Verlag Technik, Redaktionsschluss war der 31. August 1961. Es gehört zur Reihe „Lehrbücher für die Berufsausbildung“. Das Vorwort stützt die Neubearbeitung auf die Beschlüsse des III. Berufspädagogischen Kongresses. Der ideologische Rahmen sitzt an den Rändern: in der Einleitung, am Anfang einzelner Kapitel und in Einschüben mit Planzahlen. Dazwischen liegen oft viele Seiten reiner Fachteil ohne jede Wertung. Zwischen den Zeilen steht der Mangel. Gummifedern sparen „Importe für hochwertigen Federstahl“, und das Regenerieren von Teilen wird empfohlen, statt sie zu verschrotten. Auflagenhöhe und Verwendung im Lehrplan sind nicht belegt.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Anleitung für heutige Fahrzeuge taugt es nicht mehr. Kp, PS, Magnetzünder und Hebelstoßdämpfer sind überholt. Die Grundlagen von Rahmen, Federung, Verbrennung und Klopfen gelten dagegen unverändert und sind gut erklärt. Wer einen Trabant, Wartburg oder Robur pflegt, findet hier den Stand der Werkstattpraxis um 1960, und das Buch nennt diese Fahrzeuge ausdrücklich. Dazu kommt der Blick des Historikers. Das Buch räumt offen ein, dass die Theorie der Stoßdämpfung „noch nicht umfassend geklärt“ sei (S. 93), und behauptet auf S. 44, die „Wandlungen der Mode in der Formgebung“ hätten in der sozialistischen Wirtschaft „keine Bedeutung“. Bei den Vorhersagen zu Kreiskolbenmotor, Gasturbine und Kernantrieb ist vieles nicht eingetreten, Scheibenbremse und Elektroantrieb dagegen schon. Ein Lesebuch ist es nicht, aber ein gutes Blätterbuch.</p>
<p><b>Hinweis zur Auswertung:</b> Für diese Beschreibung wurden die Einleitung und die Kapitel zu Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung, Bereifung, Triebwerk und Verbrennung gelesen (etwa S. 15 bis 375) sowie zwei Seiten aus Kapitel 53. Die übrigen Teile, etwa Kraftübertragung, Bremsen und elektrische Anlage, sind hier nicht bewertet.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> VEB Verlag Technik, Berlin 1962. 752 Seiten, Pappband mit Leinenrücken, farbig bedruckter Einband mit blau getöntem Foto, ohne Schutzumschlag. Bestell-Nr. 44 167, Lizenz VLN 201, Dg. Nr. 370/218/62. Satz und Druck: VEB Berliner Druckhaus. Mit Beilage.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Ecken und Kanten sind etwas berieben, innen ist das Buch tadellos. Eine Beilage liegt bei.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Grünweiß geht baden &#8211; Götz Gode</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/gruenweiss-geht-baden-goetz-gode/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 14:27:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein historischer politischer Kinderkrimi aus dem Kinderbuchverlag Berlin (1. Auflage, 1961). Die Erzählung von Götz Gode, illustriert von Hans Betcke, schildert die Erlebnisse der drei Arbeiterjungen Klaas, Pitt und Egon im Düsseldorf des Jahres 1923. Sie stoßen in einer Fabrikruine auf ein geheimes Waffenlager rheinischer Separatisten. Gemeinsam mit klassenbewussten Arbeitern vereiteln sie einen bewaffneten Putsch der Reaktionäre. Der Roman verbindet eine spannende Abenteuerhandlung (ab 13 Jahren) mit einer detaillierten, historisch-materialistischen Darstellung der Weimarer Republik, der Hyperinflation und des proletarischen Klassenkampfes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Düsseldorf, 1923: Die drei unzertrennlichen Arbeiterjungen Klaas (der Ich-Erzähler), Pitt und Egon zerschlagen beim Kieselsteinwerfen in einer Fabrikruine versehentlich eine Fensterscheibe – und decken damit ein geheimes Waffenlager auf. Klaas gerät in die Hände der Bewacher, Söldner der separatistischen „Rheinarmee“ unter Dr. Dorten, die einen Putsch zur Ausrufung einer „Rheinischen Republik“ planen. Dem Jungen gelingt die Flucht. Gemeinsam mit seinem Vater, dem radikalen Onkel Fläutepiep und organisierten Arbeitern kehrt er nachts zurück, überwältigt die Wachen mit einer List und macht Gewehre sowie 16.000 Schuss Munition unschädlich. Im weiteren Verlauf übernimmt Klaas Botengänge für die Parteiführung und verbündet sich mit dem klassenbewussten Arbeitermädchen Finchen.</p>
<p><b>Autor und Illustrator:</b> Götz Gode (eigentlich Georg Reinhard-Fleischhauer, 1905–1969) wandelte sich nach Wehrmachtsdienst und französischer Kriegsgefangenschaft unter dem Einfluss Romain Rollands zum Sozialisten und ging in die DDR, wo er Cheflektor im Dresdner Sachsenverlag war. Die Illustrationen stammen von Hans Betcke (1919–1992), der seit den 1950er Jahren zahlreiche Kinderbücher für die großen DDR-Verlage bebilderte.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Roman verbindet eine Abenteuerhandlung mit der Vermittlung eines marxistisch-leninistischen Geschichtsbildes. Die sozialen Gegensätze der Weimarer Republik werden anhand der Lebensrealität der Kinder greifbar: Hyperinflation, in der ein Schulheft 300.000 Mark kostet, aus Abfall geklopftes „Hammerbrot“ und die Notwendigkeit der Aktionseinheit der Arbeiterklasse gegen Separatismus und aufkommenden Faschismus.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut, altersbedingte Gebrauchsspuren. Ecken etwas berieben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zu Besuch bei Meister Nadelöhr &#8211; Trisch / Krumbach / Richter / Meyer-Rey / Schultz-Debowski</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/zu-besuch-bei-meister-nadeloehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 16:34:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Musikalisches Bilderbuch zur DDR-Kinderfernsehsendung „Meister Nadelöhr erzählt“ mit Eckart Friedrichson. VEB Lied der Zeit, Berlin 1964, Erstausgabe. Zehn Lieder zum Nachspielen mit Noten und Klavierbegleitung. Studiofotografien des jungen Thomas Billhardt, farbige Illustrationen von Ingeborg Meyer-Rey (Schöpferin des Bummi) und Rudolf Schultz-Debowski. Texte und Musik von Inge Trisch, Walter Krumbach und Wolfgang Richter – jenem Duo, das auch das Sandmännchen-Lied schrieb. Querformat-Pappband mit Leinenrücken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Zu Besuch bei Meister Nadelöhr“ ist das musikalische Bilderbuch zur gleichnamigen DDR-Kinderfernsehsendung mit Eckart Friedrichson, das 1964 als Erstausgabe beim VEB Lied der Zeit erschien. Auf jeder Doppelseite trifft links eine Schwarzweißfotografie aus dem Studio – eingefasst in die stilisierte Maske einer Röhrenbildschirm-Ecke – auf einen Vollton-Hintergrund in Rot, Türkis, Orange oder Gelb. Rechts steht der Notensatz mit Klavierbegleitung und Akkordsymbolen, dazu eine farbige Illustration. Zehn Lieder versammeln das vollständige Märchenland-Ensemble: das Erkennungslied „Ich komme aus dem Märchenland“, Schnatterinchens Neugier-Apologie, das Pittiplatsch-Selbstlob, Bummis Teddybärchen-Vorstellung, die Schneckenpost, Lieder zu Winter, Weihnachten, Ostern, Zirkus, Wanderschneider-Sommer und Schulanfang.</p>
<p><b>Autorenschaft:</b> Zwischentexte und Bearbeitung: Inge Trisch. Liedtexte: Walter Krumbach, Liesl Richter. Musik: Wolfgang Richter, Nationalpreisträger. Grafische Gestaltung: Ingeborg Meyer-Rey und Rudolf Schultz-Debowski. Fotografie: Thomas Billhardt. Eine außergewöhnliche Künstlerbesetzung, die einen Großteil der frühen DDR-Kinderkultur abdeckt.</p>
<p><b>Bibliographisches:</b> 1. Auflage 1964, Lizenz-Nr. 419-440/386/64. Lithographie Meissner &amp; Buch, Leipzig. Notensatz und Druck VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig (III/18/157). Buchbinderei VEB Leipziger Großbuchbinderei. ES B 9. VB 1,8. EVP 5,20 DM. Querformat-Pappband mit Leinenrücken. Eine zweite Auflage erschien 1965; dieses Exemplar ist die echte Erstausgabe.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Personal des Märchenlands vollständig versammelt ist: Meister Nadelöhr (seit 1955), Meister Briefmarke (seit 1956), Bummi (seit 1958), Schnatterinchen (seit 1959) und Pittiplatsch (seit Dezember 1961, nach kurzer Verbannung gerade rehabilitiert). Heino Winkler, der Spieler des Meister Briefmarke, stirbt im November 1964. Im selben Jahr erschien zum Tag des Kindes eine Sonderbriefmarke mit Meister Nadelöhr, gestaltet von Werner Klemke. Auch eine bibliographische Besonderheit: Thomas Billhardt, später weltberühmt für seine Vietnam-Reportagen, war hier mit 27 Jahren als junger Studiofotograf beteiligt.</p>
<p><b>Künstlerische Besonderheit:</b> Ingeborg Meyer-Rey hatte 1957 die Titelfigur der Vorschulzeitschrift „Bummi“ geschaffen. In diesem Buch zeichnet sie, sieben Jahre später, „ihren“ Bummi-Bären in ein Buch des Konkurrenzmediums Fernsehen – eines der elegantesten illustratorischen Selbstzitate der DDR-Kinderbuchgeschichte.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Folierung am Einband löst sich teilweise, im Vorsatz Kritzeleien, Ecken etwas berieben. Innenseiten jedoch gut erhalten, Notensätze und Illustrationen sauber, keine Eintragungen im Text.</p>
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		<title>Metall-, Keramik- und Plastspritzen</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/metall-keramik-und-plastspritzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 18:44:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erstausgabe 1963 aus dem VEB Verlag Technik Berlin. Eberhard Kretzschmars Standardwerk zu allen drei thermischen Spritzverfahren in einem Band: Metallspritzen, Keramikspritzen, Plastspritzen. Den Plast-Teil verfasste H. Schwarz, ZIS Halle. 383 Seiten, 323 Abbildungen, 79 Tafeln, blauer Leineneinband. Das Buch dokumentiert eine international vernetzte DDR-Spritztechnikforschung mit Bezügen zu Norton USA, Metco, Lurgi Frankfurt, Max-Planck-Institut Würzburg ebenso wie zu Halle, Pirna, Dresden und Leipzig. Dieses Exemplar trägt den Stempel der Betriebsbücherei VEB Erste Maschinenfabrik Karl-Marx-Stadt (ERMAFA) — ein bemerkenswertes Provenienzmerkmal aus dem sächsischen Maschinenbau.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Eberhard Kretzschmars „Metall-, Keramik- und Plastspritzen“ ist die erste deutschsprachige Vollmonografie zu allen drei thermischen Spritzverfahren in einem Band. Auf 383 Seiten mit 323 Bildern und 79 Tafeln behandelt der Autor systematisch das Metallspritzen, das Spritzen oxydkeramischer Werkstoffe und das Plastspritzen. Den Teil über das Plastspritzen verfasst Hermann Schwarz, ebenfalls vom Zentralinstitut für Schweißtechnik der DDR in Halle (Saale). Das Werk ist Band 38 der Reihe „Technisch-wissenschaftliche Abhandlungen“ des Instituts.</p>
<p><b>Aufbau:</b> Drei Hauptteile gliedern den Stoff. Der Metallspritz-Teil führt von Schoops historischen Patenten über Spritzgeräte, Aufrauhverfahren und Schichteigenschaften bis zur Anwendung in Korrosionsschutz, Verschleißschutz und Verzierung. Der Keramik-Teil behandelt Aluminiumoxyd-, Zirkonoxyd- und Mullitschichten samt einer frühen Beschreibung des Plasmaspritzens mit Temperaturen bis 30.500 Kelvin. Der Plast-Teil dokumentiert die Verarbeitung von PVC-weich, Polyamid, Polyäthylen, Epoxydharzen und Thioplasten, mit ausführlichen Beständigkeitstabellen und Anwendungsbeispielen aus dem mitteldeutschen Industrieraum.</p>
<p><b>Autor:</b> Eberhard Kretzschmar, Ingenieur am Zentralinstitut für Schweißtechnik der DDR (ZIS) in Halle (Saale), war einer der führenden DDR-Spezialisten der thermischen Beschichtungstechnik. Bereits 1957 publizierte er gemeinsam mit H. Georgi die grundlegende Arbeit „Metallspritzwirkungsgrad“. Das Buch von 1963 ist sein Hauptwerk — eine zweite, überarbeitete Auflage erschien später, doch die hier vorliegende Erstausgabe gilt als sammlerisch wertvoller.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen am Beginn der Reformphase des Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung (NÖSPL), dokumentiert der Band die internationale Anschlussfähigkeit der DDR-Forschung in der frühen Mauerzeit. Kretzschmar zitiert Norton (Worcester), Metco (USA), Société Nouvelle de Métallisation (Paris), Knapsack-Griesheim (BRD), Metallisation Ltd. (Dudley), das Max-Planck-Institut Würzburg ebenso wie Werke aus UdSSR, Polen und ČSSR. Im Zentrum steht das ZIS Halle als Entwicklungsinstitut, eingebunden in ein Forschungsnetz mit dem Heinrich-Beck-Institut Dresden, dem Manfred-von-Ardenne-Institut, dem Institut für Werkstoffe Pirna und dem Institut für Energetik Leipzig.</p>
<p><b>Besonderheit dieses Exemplars:</b> Das vorliegende Buch trägt auf der Innentitelseite den Stempel der Betriebsbücherei VEB Erste Maschinenfabrik Karl-Marx-Stadt (ERMAFA), des traditionsreichen sächsischen Großbetriebs, der Anlagen für die Plast-, Textil- und Papierindustrie fertigte. Damit dokumentiert das Exemplar die direkte Verbindung zwischen Forschung am ZIS Halle und Anwendung im sächsischen Maschinenbau — ein materielles Zeugnis der DDR-Industriegeschichte.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Bibliotheksmarkierungen am Rücken, Stempel im Vorsatz — sonst sehr gut.</p>
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		<title>Fernsehen &#8211; von Walter Conrad &#8211; PASSAT-Bücherei</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Walter Conrad, Fernsehen – Passat-Bücherei Band 20, Urania-Verlag Leipzig/Jena 1960, mit Geleitwort von Hans Frühauf, Federzeichnungen von Karlheinz Birkner. Populärwissenschaftliche Einführung von Lunik 3 über die Nipkow-Scheibe bis zu Manfred von Ardenne. Bemerkenswert: Conrads Kapitel zum „Industriellen Fernsehen“ beschreibt 1960 Videotelefon, Banküberwachung und digitales Fernlesen – ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich umreißt. 1.–50. Tausend, Original-Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Walter Conrads <i>Fernsehen</i> erschien 1960 als Band 20 der Passat-Bücherei im Urania-Verlag Leipzig/Jena (gemeinsam mit dem Verlag Neues Leben Berlin) in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren. Mit einem Geleitwort von Hans Frühauf, Nationalpreisträger und Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, führt das Bändchen den Leser von Lunik 3 und der Mondrückseite über die Nipkow-Scheibe, den Buchstaben P im Bildraster und die Reductio ad absurdum der mechanischen Bildzerlegung bis zu Manfred von Ardennes vollelektronischem Fernsehsystem von 1931. Reich illustriert mit Federzeichnungen von Karlheinz Birkner.</p>
<p><b>Autor:</b> Walter Conrad (1909–1984) gehörte zu den produktivsten populärwissenschaftlichen Autoren der DDR. Seine Bücher zu Funktechnik, Elektronik und Raumfahrt vermitteln komplexe technische Zusammenhänge mit szenischen Einstiegen und didaktischen Analogien – eine Sprache, die sich ohne Herablassung an den Laien wendet und die noch heute besticht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erscheint in einem Schlüsseljahr: Der Deutsche Fernsehfunk sendet seit vier Jahren ein reguläres Programm, der polytechnische Unterricht ist gerade an den Schulen eingeführt, die Mauer wird ein Jahr später gebaut. Conrad schildert die Vereinbarung über das Richtfunknetz Intervision zwischen UdSSR, DDR, Polen, ČSR, Bulgarien, Rumänien und Ungarn und referiert verschiedene Pläne für transatlantische Bildübertragung – zwei Jahre vor Telstar 1.</p>
<p><b>Besonderheit:</b> In der zweiten Hälfte beschreibt Conrad unter dem Sammelbegriff „Industrielles Fernsehen“ eine fast erschöpfende Liste der Bildtechnologien, die unsere Gegenwart prägen: das Videotelefon der ehemaligen Reichspost, Bankkamera und Unterschriftenprüfung, der „Fernsehpförtner“, Beobachtung in radioaktiven Räumen und auf dem Meeresgrund – bis hin zur Vision, dass der Gang zur wissenschaftlichen Bibliothek überflüssig werde, „dann nämlich, wenn der gesuchte Buchabschnitt oder Zeitschriftenauszug auf dem Bildschirm des ‚Lesers‘ erscheint“. Ein Buch, das die Gegenwart von 2026 unwissentlich exakt umreißt.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> Schmalformat-Hardcover mit Original-Schutzumschlag von H. und R. Weber, Leipzig (collagehaft-moderne Bildsprache: Mond, Antennenmast, Hausarchitektur mit eingelassenen Bildschirm-Vignetten in Komplementärfarben). Federzeichnungen im Inneren von Karlheinz Birkner, Leipzig. Lizenz-Nr. 212-475/37/60. Satz und Druck im VEB Messe- und Musikaliendruck Leipzig, Buchbinderei Wild und Laue.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Oben leicht angestoßen, normale altersbedingte Papierbräunung, feste Bindung. Schutzumschlag erhalten.</p>
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