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	<title>DDR 1950er &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Zwiebelchen Gianni Rodari</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/zwiebelchen-gianni-rodari-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 13:05:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zwiebelchen von Gianni Rodari, mit Illustrationen von Raul Verdini, erschien 1954 im Kinderbuchverlag Berlin. Das Kinderbuch ist eine Satire auf ungerechte Herrschaft: Cipollino und seine Gemüsefreunde setzen sich in einem Gartenreich gegen Wachen und Besitzende zur Wehr. Der Band ist durchgehend mit schwarzen Federzeichnungen im Einfarbdruck illustriert, der farbige Einband zeigt ein Gewimmel von Obst- und Gemüsefiguren. 196 Seiten, Pappband mit Leinenrücken. Zustand befriedigend: Einband, Ecken und Kanten deutlich berieben, Bindung intakt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Zwiebelchen, im Original Cipollino, lebt in einem Gartenreich, in dem Gemüse und Früchte wie Menschen handeln. Es gibt Wachen mit Spitzmützen, eine Herrschaft, die sich auf Besitz und Drohung stützt, und kleine Leute, die sich das nicht gefallen lassen. Die Handlung ist eine Satire auf ungerechte Macht, erzählt als Abenteuer: mit Aufruhr in der Gasse, einem Wohnwagen im Wald, einem Sturz vom Schrank und einer Flucht, bei der die Wachen am Ende ziemlich unwürdig den Hang hinunterrutschen. Der Untertitel auf dem Innentitel lautet „Ein Roman“.</p>
<p><b>Autor:</b> Gianni Rodari (1920 bis 1980) wurde in Omegna am Orta-See geboren. Er arbeitete ab 1948 als Journalist bei der kommunistischen Zeitung L&#8217;Unità und ab 1950 als Redakteur der Kinderzeitschrift Il Pioniere. Seine ersten Bücher erschienen 1951, darunter Il romanzo di Cipollino, die Vorlage dieses Bandes. 1970 erhielt er die Hans-Christian-Andersen-Medaille. Die Übertragung aus dem Italienischen stammt laut Buch von Pan Rova.</p>
<p><b>Illustrationen:</b> Raul Verdini, auf dem Innentitel genannt. Nach einer Handelsangabe zeichnete er schon die italienische Erstausgabe von 1951; ob die Bilder dieser Ausgabe die Originalzeichnungen sind, ließ sich nicht klären. Der Innenteil ist durchgehend mit schwarzen Federzeichnungen im Einfarbdruck ausgestattet, mit ganzseitigen Bildern und Zeichnungen, die über den Bund laufen. Feine Konturen stehen gegen tiefschwarze Flächen (Anzüge, Baumstämme, Nachthimmel). Die Bilder erzählen mit: Wer mächtig ist, ist groß und schwarz gezeichnet, wer bedroht wird, klein und hell. Das lässt sich ohne Text lesen. Der farbige Einband zeigt dagegen ein buntes Gewimmel aus Gemüse- und Obstfiguren in einem Korb, mit unregelmäßig gesetzten Buchstaben im Titel.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Innentitel nennt Der Kinderbuchverlag Berlin und das Jahr 1954. Das Buch ist die deutsche Fassung eines italienischen Kinderbuchs aus der Feder eines Journalisten der kommunistischen Presse, und seine Gesellschaftssatire ist unübersehbar: Die Herrschenden sind grimmig und steif, die Kleinen halten zusammen. Wie das Buch in der DDR aufgenommen wurde, welche Auflage es hatte und ob 1954 die erste deutsche Ausgabe ist, haben wir nicht belegen können. Spätere Ausgaben sind nach Handelsangaben 1961 im selben Verlag und 2002 im Leipziger Kinderbuchverlag erschienen.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Man sieht an ihm, wie früh und wie selbstverständlich politische Satire im Kinderbuch stehen konnte, und zwar in einer Form, die Kinder auch ohne Vorwissen verstehen: Die Bilder zeigen sofort, wer droht und wer sich fürchtet. Für Sammler von Rodari, von Kinderbuchillustration der frühen Fünfziger und vom Kinderbuchverlag Berlin ist die Ausgabe von 1954 ein Stück Druckgeschichte mit Einfarbdruck auf einfachem, leicht holzhaltigem Papier.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Der Kinderbuchverlag Berlin, Berlin 1954. 196 Seiten. Pappband mit farbig bedrucktem Bezug und orangerotem Leinenrücken mit schwarzer Prägung. Einfarbige Federzeichnungen. Übersetzer, Auflage, Lizenznummer, Druckerei und Preis sind auf den vorliegenden Seiten nicht dokumentiert.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand befriedigend. Einband, Ecken und Kanten sind deutlich berieben, die Bindung ist intakt. Der Bezug ist fleckig, der Rücken an Kopf und Fuß abgerieben. Das Papier zeigt leichte Stockflecken, wie bei einfachem Papier dieser Zeit üblich. Die Spiegel sind unbedruckt und an den Ecken beschädigt. Sammlerstück mit Gebrauchsspuren, zum Lesen und zum Zeigen geeignet.</p>
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		<title>Fredianer und Ingenesen bleiben gesund Willy Steiger</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fredianer-und-ingenesen-bleiben-gesund-willy-steiger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fredianer und Ingenesen bleiben gesund von Willy Steiger, erschienen 1954 im Kinderbuchverlag Berlin. Lehrlinge streiten, ob man Krankheiten hinnehmen muss oder ihnen vorbeugen kann, und der Betriebsarzt Dr. Frieder erklärt ihnen Knochen, Blut, Herz, Impfung und Medizingeschichte, mit Versuchen, Zahlen und Technikvergleichen. Das Gesundheitslehrbuch in Erzählform ist deutlich politisch gerahmt, mit Engels, Stalin und Aufbaupathos. Illustriert von Erich Gürtzig und Rudolf Feuchter. 140 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag, 2. Auflage. Der Wissensstand ist zeitgebunden, die Ratschläge sind heute nicht als Anleitung zu lesen. Zustand gut, Schutzumschlag berieben, innen sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> In der Lehrwerkstatt eines volkseigenen Betriebs, der „Tewa“, streiten die Lehrlinge Fred und Inge darüber, ob man Krankheiten hinnehmen muss oder ihnen vorbeugen kann. Freds Anhänger heißen Fredianer, die von Inge Ingenesen. Als Schiedsrichter dient der Betriebsarzt Dr. Frieder. An Gruppenabenden führt er die Lehrlinge durch den Körper: Knochen, Muskeln, Zähne, Blut, Herz, Atmung und Verdauung, dazu Tuberkulose, Impfung und die Geschichte der Medizin. Er arbeitet mit Versuchen zum Nachmachen, etwa einem ausgeglühten Knochen oder einem bebrüteten Hühnerei, in dem das Herz zuckt. Dazu kommen Zahlen und Technikvergleiche: Der Oberschenkelknochen ist ein Kran, das Herz eine Taschenuhr. Der Streit der Titelfiguren wird nicht ausgetragen, am Ende gilt er als entschieden.</p>
<p><b>Autor:</b> Willy Steiger. Biografische Angaben zu ihm sind nicht belegt; ein gleichnamiger Reformpädagoge (1894 bis 1976) ist nicht als derselbe Autor nachgewiesen. Weitere Werke und Stellung in der DDR sind unbekannt.</p>
<p><b>Illustrationen:</b> Erich Gürtzig (1913 bis 1993), ab 1949 freiberuflicher Kinderbuchillustrator, zeichnete den Schutzumschlag, den Einband und die Szenenbilder im Text. Rudolf Feuchter lieferte die wissenschaftlichen Zeichnungen. Es sind Strichzeichnungen, die dem Text dienen. Die besten Einfälle übersetzen Zahlen ins Anschauliche, etwa zwölf Kinder auf einem Knochen oder Blutkörperchen, die fünfmal um die Erde reichen.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1954 im Kinderbuchverlag Berlin, dem Zentralverlag für Kinderliteratur der DDR. Das Impressum nennt die 2. Auflage, 16. bis 25. Tausend, und die Altersangabe „Für Leser von etwa 12 Jahren an“. Mindestens 25.000 gedruckte Exemplare sind damit belegt. Zur Erstausgabe, zu Rezensionen und zum Schuleinsatz gibt es keine belastbaren Angaben. Die Rahmung ist deutlich politisch: Rachitis wird mit englischer Kinderarbeit erklärt und mit einem Engels-Auszug belegt, Stalin, Pieck und die Aktivistenbewegung dienen als Autoritäten und Vorbilder. Im Buch heißt es: „Der politische Kampf entscheidet also sogar über unsere Gesundheit!“ (S. 13).</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Jugendsachbuch ist es handwerklich gut gemacht, lesbar und stellenweise witzig, als Erziehungsschrift aber unverkennbar parteilich. Der Körper erscheint als Maschine und Arbeitskraft, Gesundheit vor allem als Voraussetzung guter Arbeit. Auch der Wissensstand ist zeitgebunden: Wunden nicht auswaschen, kalte Fußbäder gegen Nasenbluten, kranke Zähne als Ursache von Rheuma. Diese Ratschläge sind heute nicht als Anleitung zu lesen. Wer sehen will, wie sich Hygiene, Impfwesen und Sozialpolitik der frühen DDR in einer Lehrlingsgeschichte darstellten, findet hier ein anschauliches Zeitdokument. Die Analyse stützt sich auf einen Ausschnitt von 90 der 140 Seiten, der laut Inhaltsverzeichnis das ganze Buch abdeckt, im Mittelteil mit Lücken.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Der Kinderbuchverlag Berlin, 1954, 2. Auflage, 16.–25. Tausend. Pappband mit Schutzumschlag, 140 Seiten. Lizenznummer 304-270/98/54, DDR-Bestellnummer 3702. Satz und Druck VEB Leipziger Druckhaus, Leipzig (III/18/203). Redaktion Karl-Heinz Golka.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist berieben und hat Randläsuren, im Buch steht ein Namenseintrag. Innen ist der Zustand für das Alter sehr gut.</p>
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		<title>Spielzeug</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/spielzeug-autorenkollektiv-doebrich-elsner-rau-zipprich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 14:24:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Spielzeug“ ist ein Fachbuch des Fachbuchverlags Leipzig von 1958, geschrieben von einem Autorenkollektiv um Hans Döbrich, Charlotte Elsner, Edgar Rau und Dagmar Zipprich. Auf 300 Seiten mit 220 Bildern behandelt es Spielzeuggeschichte, Pädagogik, industrielle Herstellung mit Kalkulation und den Verkauf im Fachhandel. Das Geleitwort stammt von einem Fachgebietsleiter der Staatlichen Plankommission und datiert vom 1. Dezember 1957. Dazu kommen ein Sachwortverzeichnis und ein Anzeigenteil mit Herstellern der DDR. Als Handbuch ist es überholt, als Quelle zu Sonneberg, Spielwarenproduktion und Fachhandel in den Fünfzigerjahren ist es ergiebig. Leineneinband ohne Schutzumschlag, Zustand gut, Flecken auf dem Einband.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Spielzeug“ verbindet in einem Band, was sonst getrennt behandelt wurde: Geschichte, Pädagogik, Herstellung und Verkauf. Dagmar Zipprich erzählt die Spielzeuggeschichte von der Vorzeit bis nach Sonneberg und fasst sie als Geschichte der Besitz- und Arbeitsverhältnisse. Charlotte Elsner schreibt über die Entwicklung des Kindes und über Anforderungen an Spielzeug nach Altersstufen, darunter eine Tabelle „Welches Spielzeug in welchem Alter?“ (S. 126 f.). Edgar Rau behandelt die technischen Voraussetzungen der Produktion von Holz-, Metall- und Plastikspielwaren, mit Fertigungsfotos, Stückliste, Normzeiten und einem Kalkulationsformular. Hans Döbrich widmet sich dem Verkauf und gibt Verkäufern Musterdialoge an die Hand. Am Ende stehen Literaturverzeichnis, Bildquellennachweis, Sachwortverzeichnis und ein Anzeigenteil mit Herstellern der DDR.</p>
<p><b>Autoren:</b> Das Kollektiv besteht laut Impressum aus Hans Döbrich (Verdienter Lehrer des Volkes, Direktor der Fachschule für Angewandte Kunst in Sonneberg), Charlotte Elsner (Kindergärtnerin in Dresden), Edgar Rau (Konstrukteur und Gestalter von Spielwaren im VEB ZKEB für Musikinstrumente, Klingenthal, Außenstelle Plauen) und Dagmar Zipprich (Schriftstellerin in Berlin). Redaktionell bearbeitet hat es Dr. Rudolf Dietze. Zeichnungen für Schutzumschlag und Einband stammen von Dorette Preiß, Leipzig. Zu ihr und zu den drei zuletzt genannten Autoren ließen sich keine weiteren Angaben finden.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch entstand Ende 1957 (Redaktionsschluss 6.12.1957) und erschien 1958 im Fachbuchverlag Leipzig. Das Geleitwort von Andrä, Fachgebietsleiter in der Staatlichen Plankommission, ist auf den 1. Dezember 1957 datiert. Es nennt Spielwaren einen Industriezweig von „hoher kultureller und ökonomischer Bedeutung“ und begründet das Buch damit, dass Produktion und Handel bisher fehlten. Die Rahmung ist ungleich verteilt: Im Geschichtsteil trägt sie die ganze Darstellung, im Technikteil ist sie kaum zu finden. Der Text denkt die Branche noch gesamtdeutsch und nennt Coburg und Nürnberg neben Sonneberg und Seiffen. Zu Auflage und zeitgenössischer Aufnahme liegen keine belastbaren Angaben vor, das Buch selbst nennt keine Auflage.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Handbuch ist es überholt, es empfiehlt noch Zelluloid und hält Plast für unbedenklich. Als Quelle ist es ergiebig. Wer Sonneberger Hausgewerbe, Puppenfertigung, Preisbildung im Plan oder die Verkaufsschulung im Fachhandel sucht, findet das hier in einem Band, der Anzeigenteil ersetzt ein kleines Branchenverzeichnis. Die Pädagogikkapitel sind gelegentlich verblüffend gegenwärtig: Es gebe „keine Spezialspielzeuge für Mädchen oder für Jungen“ (S. 80). Anderes ist zeitgebunden, etwa Bildunterschriften mit heute nicht mehr verwendbaren Wörtern oder die Rollenzuschreibung an Mädchen im Spiel. Das Buch richtet sich an Spielzeugsammler und Sonneberg-Interessierte, außerdem an alle, die Wirtschafts- und Alltagsgeschichte der Fünfzigerjahre aus Primärquellen lesen wollen.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Fachbuchverlag Leipzig, 1958. Von einem Autorenkollektiv, mit 220 Bildern. Lizenznummer 114-210/87/58. Satz und Druck: VEB Offizin Andersen Nexö, Leipzig. 300 Seiten, Leineneinband mit rotem Aufdruck, ohne Schutzumschlag.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Einband hat Flecken, siehe Foto. Sonst guter Zustand.</p>
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		<title>Flaggen auf den Türmen &#8211; A.S. Makarenko</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/flaggen-auf-den-tuermen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 08:55:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anton Makarenkos Erziehungsroman „Flaggen auf den Türmen“ über die sowjetische Dserschinskij-Kommune, Aufbau-Verlag Berlin 1953, übersetzt von Erich Salewski. Schildert den Weg verwahrloster Jugendlicher über Arbeit und Kollektiv in ein geordnetes Leben. Leinenband, sehr guter Zustand, mit Besitzvermerk im Vorsatz. Klassiker der sowjetischen Pädagogik, in der DDR Pflichtlektüre der Erziehungswissenschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Anton Makarenkos Roman schildert das Leben in der sowjetischen Dserschinskij-Kommune, einer Arbeitskolonie für verwahrloste und straffällig gewordene Jugendliche, die Makarenko selbst leitete. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen wie der Schuhputzer Wanja und der Trickbetrüger Igor, die aus der Verwahrlosung der frühen Sowjetzeit über Arbeit und Kollektiv in ein geordnetes Leben finden. Der Band enthält neben dem Roman ein Stenogramm von Makarenkos Ausführungen im Leningrader Kirow-Kulturpalast, einen offenen Brief an den Kritiker F. Lewin sowie ein Schreiben der Zöglinge der Gorki-Kolonie und der Dserschinskij-Kommune an die Literaturnaja Gaseta.</p>
<p><b>Autor:</b> Anton Semjonowitsch Makarenko (1888–1939) war sowjetischer Pädagoge und Schriftsteller. Er leitete in den 1920er und 1930er Jahren die Gorki-Kolonie und die Dserschinskij-Kommune, zwei Einrichtungen für verwahrloste Jugendliche, und entwickelte daraus eine eigene Theorie der Kollektiverziehung. Im Roman tritt er selbst als Figur des Kolonieleiters Alexej Stepanowitsch Sacharow auf.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Original erschien 1938 unter dem Titel „Flagi na baschnjach“. Die vorliegende deutsche Ausgabe wurde 1953 vom Aufbau-Verlag Berlin herausgebracht, übersetzt von Erich Salewski. Makarenko galt in der DDR-Pädagogik als zentrale Referenz für die sozialistische Kollektiverziehung.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr guter Zustand. Leineneinband mit brauner Kopf-Vignette, keine besonderen Erhaltungsmängel. Im Vorsatz findet sich ein handschriftlicher Besitzvermerk mit Datum.</p>
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