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	<title>Sehr gut &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 11:30:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Entwicklungswunder Mensch Hans-Dieter Schmidt Evelyn Richter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/entwicklungswunder-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:28:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entwicklungspsychologisches Sachbuch aus dem Leipziger Urania-Verlag, 1980 zum „Jahr des Kindes“ erschienen. Prof. Hans-Dieter Schmidt erklärt kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum Schulalter und plädiert dabei ungewöhnlich offen gegen autoritäre Erziehung und für kindlichen Eigenwillen. Begleitet von Schwarzweißfotografien der bedeutenden DDR-Fotografin Evelyn Richter, die den Alltag von Familie und Kinderkrippe undogmatisch und ohne Beschönigung zeigen. Ein Buch, das unter dem Deckmantel der Wissenschaft erstaunlich viel Freiraum nutzt. Band ohne Schutzumschlag, dafür mit handgefertigtem Papierumschlag eines Vorbesitzers. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Entwicklungswunder Mensch“ erklärt einem interessierten Laienpublikum, wie sich ein Kind von der Geburt bis zum Schulalter körperlich, sprachlich und sozial entwickelt. Das Buch erschien 1980 zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Jahr des Kindes“ und behandelt unter anderem die vorgeburtliche Entwicklung, den Spracherwerb, das kindliche Spiel und die ersten sozialen Bindungen. Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der der Autor autoritäre Erziehungspraktiken kritisiert und stattdessen für kindlichen Eigenwillen und Widerspruchsgeist plädiert — eine Haltung, die im erzieherischen Klima der DDR keineswegs selbstverständlich war. Die Schwarzweißfotografien der renommierten Leipziger Fotografin Evelyn Richter begleiten den Text als eigenständige, undogmatische Bildebene und zeigen den DDR-Alltag von Familie, Krippe und Kindergarten ohne jede Beschönigung.</p>
<p><b>Autor:</b> Prof. Dr. sc. nat. Hans-Dieter Schmidt (1927–2007) lehrte Entwicklungspsychologie an der Humboldt-Universität Berlin und leitete von 1970 bis 1973 die dortige Sektion Psychologie. Sein Lehrbuch „Allgemeine Entwicklungspsychologie“ wurde auch international bekannt. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschreibt ihn als kritischen, reformpädagogisch orientierten Vertreter der DDR-Psychologie. Die Fotografien stammen von Evelyn Richter (1930–2021), einer der bedeutendsten deutschen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und zentralen Vertreterin der humanistischen Dokumentarfotografie in der DDR.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien im Leipziger Urania-Verlag, dem Haus für populärwissenschaftliche Literatur in der DDR, und erlebte bei einem Ladenpreis von 25 Mark insgesamt drei Auflagen. Er gilt als ungewöhnlich offenes Zeitdokument: Wissenschaft und Fotografie verhandeln hier, geschützt durch den Anschein fachlicher Neutralität, Fragen von Erziehung und Freiheit, die in der DDR-Öffentlichkeit sonst selten so direkt gestellt wurden.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Der Band liegt ohne den originalen Schutzumschlag vor, dafür mit einem handgefertigten Papierumschlag eines Vorbesitzers — ein eigenes kleines Stück Bucherinnerung.</p>
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		<title>Der Laden (Band 1) Erwin Strittmatter</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/der-laden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 12:22:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erwin Strittmatters spätes Hauptwerk: der erste Band der Laden-Trilogie, erschienen 1983 im Aufbau-Verlag, 4. Auflage 1985. Ein niederlausitzischer Bäcker- und Kolonialwarenladen 1919 als Tautropfen-Welt-Theater – episodisch, dialektreich, politisch in den Nebensätzen. Gewidmet dem Aufbau-Lektor Günter Caspar. Sehr gutes Exemplar ohne Schutzumschlag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Erwin Strittmatters Roman <i>Der Laden</i> (1983) eröffnet die gleichnamige Romantrilogie mit dem Einzug der Familie Matt in das niederlausitzische Heidedorf Bossdom am 15. Juni 1919. Im Mittelpunkt steht der Junge Esau Matt, Sohn eines Bäckers und Kolonialwarenladen-Betreibers, dessen Kindheitsblick und der Rückblick des späteren Schriftstellers sich auf jeder Seite überlagern. Das Buch hat keine durchgehende Handlung; es häuft Szenen und Figuren an – die sorbenstämmige Mutter als eigentliche Unternehmerin, die »Amerikanische« Großtante Dorothea mit acht Atlantiküberfahrten im Gepäck, Großtante Maika die Hexe, den jähzornigen Vater, die Knappwaren-Verteiler als Miniaturparlament der Weimarer Republik. Strittmatter nennt es selbst sein »kleines Tautropfen-Welt-Theater«.</p>
<p><b>Autor:</b> Erwin Strittmatter (1912–1994), sorbisch-deutscher Herkunft, gehört zu den bedeutendsten Erzählern der DDR-Literatur. <i>Der Laden</i> ist sein spätes Hauptwerk, das er mit 71 Jahren veröffentlichte. Die Trilogie (1983, 1987, 1992) wurde 1998 vom ZDF verfilmt (Drehbuch: Ulrich Plenzdorf, Adolf-Grimme-Preis 1999).</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1983 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, gewidmet dem Lektor Günter Caspar, der das Lektorat Zeitgenössische deutsche Literatur des Verlags über Jahrzehnte prägte. Das vorliegende Exemplar ist die 4. Auflage von 1985 – noch vor Erscheinen des zweiten Bandes, als der Roman allein stand. Lizenznummer: 301. 120/315/85.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren. Ohne Papierschutzumschlag.</p>
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		<title>Zeit der Störche &#8211; von Herbert Otto</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/zeit-der-stoerche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 13:36:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herbert Ottos Erzählung „Zeit der Störche“ (1966, Aufbau-Verlag) gehört zu den stillen Klassikern der DDR-Prosa. Eine Lehrerin und ein Bohrarbeiter begegnen sich im Wartezug — und sechs Wochen später hat keiner von beiden mehr dieselbe Haut. Otto erzählt keinen Parteiroman, sondern einen lakonischen Liebesroman, tief im DDR-Alltag der frühen 60er Jahre. 1971 verfilmt mit Heidemarie Wenzel und Winfried Glatzeder. Vorliegende 7. Auflage von 1972 mit Produktionsfehler (Kapitel 14 fehlt) — bibliographische Rarität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Susanne Krug, Lehrerin aus Schafstädt, und Christian Smolny, Bohrarbeiter an einem Erdgas-Speicher-Projekt, begegnen sich in einem Wartezug. Aus einer zufälligen Begegnung wird in einer Urlaubswoche im Dorf Krempen eine Liebesgeschichte, die beide verändert. Herbert Ottos Erzählung zeigt zwei Menschen, die lernen, einander zu sehen — und dabei je auf ihre Weise eine Häutung durchmachen. Im Hintergrund wacht Bohrmeister Max Schlosser, der stille Vollender menschlicher Entwicklungen. Der Roman verbindet psychologische Tiefe mit einem genauen Panorama des DDR-Alltags der frühen 60er Jahre: Bohrturm, Genossenschaft, Tanzabend — und die noch offenen Wunden des Krieges.</p>
<p><b>Besonderheit dieser Ausgabe:</b> Durch einen Produktionsfehler fehlen in diesem Exemplar 16 Seiten (Kapitel 14). Ein Teil des Textes aus dem fehlenden Kapitel ist in Kapitel 13 eingewandert. Das Exemplar ist damit eine bibliographische Rarität — ein Druckfehler-Zeuge aus der DDR-Buchproduktion von 1972.</p>
<p><b>Autor:</b> Herbert Otto (1925 Breslau – 2003 Ahrenshoop) zählt zu den bedeutenden Erzählern der DDR-Literatur. Nach Kriegsdienst und sowjetischer Gefangenschaft wurde er freier Schriftsteller in Potsdam. „Zeit der Störche“ (1966) wurde in vierzehn Sprachen übersetzt und 1971 von der DEFA verfilmt (Regie: Siegfried Kühn, mit Heidemarie Wenzel und Winfried Glatzeder). Mit knapp 5,8 Millionen Kinobesuchern gehört der Film zu den erfolgreichsten DEFA-Verfilmungen überhaupt.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Roman erschien 1966 im Aufbau-Verlag und ist in den frühen 1960er Jahren angesiedelt. Otto schreibt kein ideologisches Lehrstück, sondern einen psychologischen Liebesroman, der zugleich ein stilles Gesellschaftspanorama ist.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut.</p>
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			</item>
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		<title>Kein Ort. Nirgends &#8211; von Christa Wolf</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/kein-ort-nirgends/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 06:19:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Christa Wolfs Erzählung von 1979 inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode — eine Begegnung, die nie stattfand und die Wolf offen als „erwünschte Legende“ bezeichnet. In einer Teegesellschaft am Rhein und auf einem kurzen Abendspaziergang entfaltet sie eine Doppelstudie zweier Außenseiter, die einander erkennen, ohne sich retten zu können. Die 1. Auflage 1979 im Aufbau-Verlag erschien im selben Jahr wie das Manuskript und ist das bibliophil interessanteste Dokument dieses Textes — entstanden unmittelbar nach Wolfs Parteistrafe im Gefolge der Biermann-Ausbürgerung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Christa Wolfs Erzählung inszeniert ein fiktives Treffen zwischen Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode an einem Junitag 1804 in Winkel am Rhein. Die Begegnung hat nie stattgefunden — Wolf nennt sie offen eine „erwünschte Legende“. Was sie in diesem erfundenen Nachmittag entfaltet, ist eine Doppelstudie zweier Außenseiter: Kleist, gerade aus psychiatrischer Behandlung entlassen, das Guiscard-Manuskript verbrannt, auf der Suche nach einem Ort, an dem er sein kann, was er ist. Günderrode, Stiftsdame und Dichterin unter dem Pseudonym Tian, die einen Dolch im Pompadour trägt und ihren eigenen Tod mit erschreckender Nüchternheit eingeplant hat. In einer Teegesellschaft mit Brentanos, Savigny und Esenbecks bewegen sich beide am Rand — und finden auf einem kurzen Abendspaziergang das einzige Gespräch, das je zwischen ihnen möglich gewesen wäre.</p>
<p><b>Autorin:</b> Christa Wolf (1929–2011) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der DDR. Nach dem Durchbruch mit <i>Der geteilte Himmel</i> (1963) und <i>Nachdenken über Christa T.</i> (1968) markiert <i>Kein Ort. Nirgends</i> den Übergang zu ihrem mythisch-historischen Schreiben, das in <i>Kassandra</i> (1983) und <i>Medea. Stimmen</i> (1996) fortgesetzt wird. Wolf war Mitunterzeichnerin des Biermann-Protests von 1976 und erhielt dafür eine Parteistrafe. Das vorliegende Buch erschien 1979 — in unmittelbarer Nähe zu diesem biographischen Einschnitt.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Die 1. Auflage erschien 1979 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, drei Jahre nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns und in einem kulturpolitischen Klima, in dem zahlreiche DDR-Schriftsteller das Land verließen. Wolf wählte die historische Maskerade als literarisches Verfahren, um das Unsagbare sagbar zu machen. Die vorliegende Erstausgabe erschien im selben Jahr wie das Manuskript entstand und ist damit das nächste erhältliche Dokument zur Entstehungssituation des Textes.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Wetteraberglauben zur Wetterforschung. Aus Geschichte und Kulturgeschichte der Meteorologie</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/vom-wetteraberglauben-zur-wetterforschung-aus-geschichte-und-kulturgeschichte-der-meteorologie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 10:13:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hans-Günther Körbers reich bebilderte Kulturgeschichte der Meteorologie – von babylonischen Wetterprophezeiungen bis zum Wettersatelliten. 225 Seiten mit über 100 Abbildungen, darunter Cellarius-Kupferstiche (Amsterdam 1661) und eine METEOSAT-2-Aufnahme von 1981. Edition Leipzig 1987, Erste Auflage, mit Schuber. Zustand: sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Kulturgeschichte der Meteorologie vom babylonischen Keilschrift-Kalender bis zum Wettersatelliten: Hans-Günther Körber, Leiter der Zentralbibliothek des Meteorologischen Dienstes der DDR, legt eine reich bebilderte Geschichte des menschlichen Umgangs mit dem Wetter vor. Der Band folgt dem Weg von den Wettergöttern Mesopotamiens und der antiken Naturphilosophie über mittelalterliche Bauernregeln, Barometer-Pioniere und die ersten Wetterkarten bis zur modernen Synoptik und Polarfronttheorie. Auf 225 Seiten mit über 100 Abbildungen – darunter Kupferstiche aus der Harmonia macrocosmica des Andreas Cellarius (Universitätsbibliothek Rostock), ein Hokusai-Holzschnitt aus Dresdner Beständen und eine METEOSAT-2-Satellitenaufnahme von 1981 – zeigt Körber, dass Aberglaube und Wissenschaft über Jahrtausende nicht aufeinanderfolgen, sondern nebeneinander existieren.</p>
<p><b>Autor:</b> Hans-Günther Körber (1920–2008), Leiter der Zentralbibliothek des Meteorologischen Dienstes der DDR in Potsdam. Umfangreiche wissenschaftshistorische Publikationen zur Geschichte der Meteorologie in Deutschland; nach 1990 Werke zur Geschichte des Meteorologischen Observatoriums Potsdam und des Preußischen Meteorologischen Instituts Berlin. Gestaltung und Zeichnungen: Ludwig Winkler, Diplom 1974 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Klasse Werner Tübke).</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erschienen 1987 in der Edition Leipzig, dem wichtigsten Exportverlag der DDR für kulturhistorische Prachtbände. Die Edition Leipzig produzierte seit 1960 über 1.000 Titel für den internationalen Buchmarkt, mehr als 500 davon in Fremdsprachen. Lizenz-Nr. 600/43/86, Bestellnummer 593 102 8. Lichtsatz: INTERDRUCK Leipzig. Druck: H. F. Jütte (VOB) Leipzig.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Mit Schuber.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriegstagebücher &#8211; Konstantin Simonow</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/kriegstagebuecher-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 06:44:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Konstantin Simonows „Kriegstagebücher", als Reclam-Heft 896 in zweiter Auflage 1985 erschienen, sind kein Tagebuch im engeren Sinn — sondern ein über vier Jahrzehnte fortgesetzter Dialog des Autors mit seinen Frontnotizen, mit öffentlichen Selbstkorrekturen und mit Briefen von Überlebenden, die ihm nach Zeitschriftenabdrucken schreiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein hellbraunes Reclam-Heft mit schwarzem Druck, Garamond-Antiqua, gesetzt im Grafischen Großbetrieb Völkerfreundschaft Dresden, Bestellnummer 661 0015 — die zweite Auflage von 1985 fiel ins große Gedenkjahr zum vierzigsten Jahrestag der Kapitulation. Was sie enthält, ist eine der ungewöhnlichsten Tagebuch-Editionen, die in der DDR als Massendruck erschienen.</p>
<p>Konstantin Simonow, Frontkorrespondent der <em>Krasnaja Swesda</em>, hatte seine Notizen aus vier Kriegsjahren über Jahrzehnte überarbeitet, durch öffentliche Selbstkorrekturen ergänzt und mit Briefen von Überlebenden verschnitten, die ihm nach Zeitschriftenveröffentlichungen geschrieben hatten. So entstand kein Tagebuch im engeren Sinn, sondern ein dreischichtiger Text: unmittelbare Frontnotiz, Selbstkorrektur Jahrzehnte später, Originalstimmen von Mitbeteiligten. Das Fahrermädchen Pascha vom Siwasch wird Jahre später als Praskowja Anoschtschenko wiedergefunden und schreibt ihre Lebensgeschichte. Ein Veteran aus dem Kursker Bogen 1943 meldet sich Jahrzehnte später aus der Region Primorje — und Simonow notiert, er habe ihn damals einen Buchstaben falsch geschrieben, der Veteran wiederum ihn vom Oberstleutnant zum Hauptmann degradiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein arktischer Sommer. Ein Zoologe auf Spitzbergen-Expedition.</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/mein-arktischer-sommer-ein-zoologe-auf-spitzbergen-expedition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:40:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hans Münchs literarischer Bericht von seiner Spitzbergen-Expedition 1959 — ein erzählerisches Sachbuch zwischen Vogelkunde, Reisebericht und kulturhistorischem Dokument. Der Thüringer Zoologe schildert seine drei Monate auf der Bäreninsel und in Westspitzbergen mit ungewöhnlich ehrlicher, selbstironischer Stimme: keine Heldengeste, sondern stille Beobachtung und ein bemerkenswerter, fast unauffälliger Internationalismus inmitten des Kalten Krieges. Aufwendig ausgestatteter Greifenverlag-Band mit 62 Farbaufnahmen und 5 Kartenskizzen — ein Prestigeobjekt der DDR-Reiseliteratur.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Im Frühsommer 1959 brach der Thüringer Zoologe Hans Münch zu einer fast drei Monate langen Spitzbergen-Expedition auf — allein, auf eigene Kosten, von Norwegen aus. Auf den Schiffen des Norwegischen Polarinstituts und der Wetterdienstzentrale Tromsö gelangte er zur Bäreninsel und nach Westspitzbergen, wo er Vogelkolonien, Eisbären, Walrosse und Moschusochsen beobachtete, dokumentierte und fotografierte.</p>
<p>Der vorliegende Band ist der literarische Niederschlag dieser Reise: ein erzählerisches Sachbuch, das ornithologische Feldarbeit, Reisebericht, kulturhistorische Reflexion und sehr persönliche Beobachtung zu einem dichten Gewebe verbindet. Münch schreibt unprätentiös, ehrlich, oft selbstironisch — er stilisiert sich nicht zum arktischen Helden, sondern zeigt den verletzlichen Forscher, der nach dreißig Stunden ohne Schlaf bewusstlos im Geröll liegt und dessen erster Gedanke beim Erwachen einem brütenden Strandläufer gilt.</p>
<p><b>Ein Sonderfall der DDR-Reiseliteratur:</b> Bemerkenswert ist die ungewöhnliche internationale Praxis, die das Buch zwischen den Zeilen dokumentiert. Münch arbeitet auf der Bäreninsel mit norwegischen Wetterfunkern und einer britischen Cambridge-Expedition zusammen, wird Mitglied der „Norwegischen Svalbard-Expedition 1959“ und übermittelt Vorschläge zum Polarbärenschutz an die International Union for the Protection of Nature (heute IUCN). All das in einem 1970 mit DDR-Lizenznummer 384-220/23/70 erschienenen Buch — ein stilles Dokument grenzüberschreitender Wissenschaft im Kalten Krieg.</p>
<p><b>Ausstattung:</b> Aufwendig produzierter Greifenverlag-Band mit 282 Seiten, <b>62 Farbaufnahmen</b> und <b>5 Kartenskizzen</b> des Verfassers. Im DDR-Verlagswesen waren so reich bebilderte Bücher Prestigeobjekte und entsprechend begehrte Bückware. Gestaltung: W. Haferkorn, Einbandvignette: A. Eichhorn. Gesetzt in der Korpus Super-Grotesk, gedruckt und gebunden bei der Druckerei „grafia“ KG Leipzig.</p>
<p><b>Über den Autor:</b> Hans Münch (geboren 1914 am Südhang des Thüringer Waldes) war Feldornithologe von internationalem Rang. Sein Lebenswerk gilt den Kreuzschnäbeln, die er über fünf Jahrzehnte lang in den Wäldern Thüringens studierte. Seine Monografie <i>Die Kreuzschnäbel: Gattung Loxia</i> erschien in der Neuen Brehm-Bücherei und gilt als Standardwerk; in derselben Reihe verfasste er auch die Bände über Wespenbussard und Wiedehopf.</p>
<p><b>Hinweis:</b> Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, 1911 geborenen SS-Arzt aus Auschwitz. Der Autor dieses Buches ist der drei Jahre jüngere Thüringer Vogelkundler — ein humanistischer Naturforscher.</p>
<p><b>Zustand:</b> Sehr guter, altersgemäßer Zustand. Papierschutzumschlag leicht berieben — für das Alter aber ein bemerkenswert gut erhaltenes Exemplar dieses ohnehin selten in guter Erhaltung anzutreffenden Bandes.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Wildgrube &#8211; Bernd Wolff DDR 1988 Jugendbuch</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/die-wildgrube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 07:26:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bernd Wolffs Jugendroman „Die Wildgrube“ (Kinderbuchverlag Berlin, 1988) verbindet Initiationsgeschichte, Trauma-Buch und ökologische Mahnung in einer Erzählung von erstaunlicher Dichte. Der dreizehnjährige Frederic überlebt einen Familienunfall, hält zu Hause die Stellung und entdeckt am Waldrand eine Grube, die zu seinem Rückzugsort wird. Mit den nervös schraffierten Illustrationen Thomas Binders. Ein bemerkenswertes Spätwerk der anspruchsvollen DDR-Jugendliteratur, das offen von chemischer Forstwirtschaft als Unfallursache spricht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Frederic ist auf der Heimfahrt aus dem Sommerurlaub mit den Eltern und der kleinen Schwester, als ein Stück Rotwild auf die Straße springt. Der Wagen prallt gegen einen Baum, die Familie wird schwer verletzt, der Junge selbst kommt mit aufgerissener Lippe davon. Während die Eltern wochenlang im Krankenhaus liegen, übernimmt Frederic zu Hause die Stellung — bei einer Nachbarin, in einer Schule, die ihn per „Patenschaft“ verwaltet, und an einer Grube am Waldrand, die zu seinem Rückzugsort wird. Dort begräbt er einen gefundenen Schädel, stößt auf eine Fliegerbombe aus dem Krieg, und lernt am Ende durch den Förster Rademacher, dass der Unfall keine Laune der Natur war, sondern Folge einer mit Chemie traktierten Forstwirtschaft.</p>
<p><b>Autor:</b> Bernd Wolff (1939–2021) zählt zu den profiliertesten Kinder- und Jugendbuchautoren der späten DDR. Der gelernte Lehrer aus dem Harz wurde 1976 freier Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Romane für junge Leser, die präzise Naturbeobachtung mit psychologischer Verdichtung verbanden. Nach 1990 schrieb er u. a. mehrere viel beachtete Romane über Goethes Harzreisen.</p>
<p><b>Illustrationen:</b> Thomas Binder, einer der prägenden Buchillustratoren des Kinderbuchverlags der achtziger Jahre. Sein eigenwilliger Stil mischt erdig-tonige Aquarelle mit nervös schraffierten Federzeichnungen — eine visuelle Sprache, die der psychologischen Schärfe des Textes entspricht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Erstausgabe 1988 im Kinderbuchverlag Berlin. „Die Wildgrube“ ist zugleich Initiationsroman, Trauma-Buch und ökologische Mahnung. Dass ein DDR-Jugendbuch im Staatsverlag offen von „chemischen Giften“ und „Wuchsmitteln“ als Unfallursache spricht, ist im Erscheinungsjahr 1988 bemerkenswert — eine leise, aber unübersehbare Anzeige dafür, wie weit die ideologische Disziplinierung der Literatur in den letzten DDR-Jahren brüchig geworden war.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Sehr gut. Kaum Gebrauchsspuren, normale altersbedingte Papierbräunung.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vier Geschichten und vier dazu</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/vier-geschichten-und-vier-dazu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 09:46:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tabellenbuch Montage</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/tabellenbuch-montage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 09:46:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Untertitel: Wissensspeicher für die Werkmontage Bemerkung: Printed in the German Democratic Republic, Einband: Kurt Beckert, DK: 621.658.51 Besonderheiten: 235 Bilder, 349 Tafeln]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Untertitel:</b> Wissensspeicher für die Werkmontage</p>
<p><b>Bemerkung:</b> Printed in the German Democratic Republic, Einband: Kurt Beckert, DK: 621.658.51</p>
<p><b>Besonderheiten:</b> 235 Bilder, 349 Tafeln</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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