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	<title>Gut (2) &#8211; shop.ddrbuch.de</title>
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	<description>Unser DDR-Buch An- und Verkauf</description>
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		<title>Ein dunkler Stern</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/ein-dunkler-stern-herbert-nachbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 18:25:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Ein dunkler Stern“ ist ein Roman von Herbert Nachbar, erschienen 1972 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar (2. Auflage). Er spielt im Sommer 1938 in der mecklenburgischen Kleinstadt Wangelin und zeigt überwiegend aus der Sicht des knapp zehnjährigen Martin Stresow, wie der Nationalsozialismus den Alltag durchdringt: im Kolonialwarenladen, an der Brücke, im Zeltlager der Pimpfe. Nachbar zeichnet keine Helden, sondern Mitläufer, Zyniker und Verdränger. Die Ausgabe hat 234 Seiten und einen Schutzumschlag von Brigitte N.-Kröning. Zustand: gut, Umschlagseite am Rand leicht berieben, geringe Randläsuren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Der Roman spielt im Sommer 1938 in Wangelin, einer mecklenburgischen Kleinstadt unweit der Ostsee. Erzählt wird überwiegend aus der Nähe des knapp zehnjährigen Martin Stresow, Sohn eines Nähmaschinenhändlers, daneben aus der Sicht des Brückenwärters Giesicke und des Müßiggängers Clemens „Baron“ Meyer. Das Buch beginnt mit einer Trinkszene im Kolonialwarenladen, in der Kaufmann Prinz mit Pickelhaube und Säbel Bauern im Stechschritt marschieren lässt. Giesicke wurde von SA-Schlägern misshandelt und meldet sich am Telefon trotzdem mit dem Hitlergruß; einer der Täter, der Stellmachermeister Bölling, zahlt ihm zehn Pfennig Brückengeld. Später verschüttet ein Unglück fünfzehn Jungen, und der Ortsgruppenleiter macht daraus eine Heldenrede. Die Figuren sind keine Helden, sondern Mitläufer, Zyniker und Verdränger. Der Klappentext spricht von einem Buch, das „mosaikartig das Bild einer kleinen Stadt im Sommer 1938“ entwerfe. Die Beschreibung stützt sich auf den Anfang (S. 6 bis 47) und den Schluss (S. 225 bis 234) der Ausgabe; zum Mittelteil lässt sich hier nichts sagen.</p>
<p><b>Autor:</b> Herbert Nachbar (1930 bis 1980), geboren in Greifswald, Sohn eines Fischers, arbeitete zunächst als Redakteur und Lektor im Aufbau-Verlag und war ab 1957 freier Schriftsteller. Sein erster Roman „Der Mond hat einen Hof“ brachte ihm 1957 den Heinrich-Mann-Preis; „Die Hochzeit von Länneken“ wurde 1964 von der DEFA verfilmt. 1976 erhielt er den Nationalpreis der DDR.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Impressum nennt Copyright 1972 und die 2. Auflage, der Innentitel dagegen 1974; die englische Wikipedia führt als Erstausgabe 1973. Welche Angabe zutrifft, ist ungeklärt. Dieselbe Quelle ordnet den Roman einer losen „Provinz“-Trilogie zu, was eine Deutung der Wikipedia ist. Auflagenzahlen, Verfilmungen oder zeitgenössische Kritiken zu diesem Titel konnten wir nicht belegen.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Text interessiert sich weniger für Widerstand als für die Alltäglichkeit des Mitmachens. Der gelesene Teil trägt keine plakative Rahmung; die Haltung entsteht aus der Anordnung der Szenen. Besonders der Schluss lässt offen, ob Martins innere Reserve („grün sagen, weiß denken“) Widerstand oder Anpassung ist. Ein Satz daraus: „Die Wand ist grün, wenn der Befehl kommt, Stresow, das ist doch klar?“ (S. 233). Dazu kommt dichtes Zeitkolorit: Singer-Nähmaschinen, Goldkrone-Zigarren, Wundertüten für fünf Pfennig.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1972 (laut Impressum), 2. Auflage, 234 Seiten, Einband mit Schutzumschlag von Brigitte N.-Kröning, eine kubistisch aufgebrochene Kleinstadt in kräftigen Farben. Gesamtherstellung: Offizin Andersen Nexö, Graphischer Großbetrieb, Leipzig. Lizenz-Nr. 301. 120/141/74, Best.-Nr. 611 289 2, EVP 6,60 M.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Umschlagseite am Rand leicht berieben und mit geringen Randläsuren, sonst ordentlich.</p>
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		<title>Camp 87</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/camp-87-arne-leonhardt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 17:13:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Camp 87“ von Arne Leonhardt erschien 1964 im Verlag Neues Leben in der Reihe „Spannend erzählt“. Der schwarze Maschinenschlosser George Moses Cotter nimmt einen Vertrag bei einem US-Ölkonzern in Venezuela an und landet im Dschungellager „Camp 87“, wo die venezolanischen Arbeiter streiken. Der Abenteuerroman erzählt Rassismus und Konzernmacht im Sinne der DDR-Jugendliteratur, mit Sprache der Zeit, die heute eine Einordnung braucht. Illustriert von Rudolf Grapentin, gebunden, 262 Seiten. Zustand: gut, Schutzumschlag abgenutzt und mit Fehlstellen, Innenteil bis auf Alterungsflecken und Randbräunung sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> George Moses Cotter, ein schwarzer Maschinenschlosser aus den Südstaaten, nimmt einen Vertrag der Creole Petroleum Corporation in Venezuela an. Er will sich damit ein Technikstudium finanzieren. Schon die Anreise zeigt ihm, wie die Hautfarbe sein Leben bestimmt: Rassentrennung auf dem Weg zum Flugzeug, Polizeiaufgebot, Misstrauen. In der Konzernzentrale schiebt man ihn wegen seiner Hautfarbe ins abgelegene Dschungellager „Camp 87“, das die Arbeiter „Campo diablo“ nennen. Dort sitzen die Angestellten der Gesellschaft rechts in Büros und Bungalows, die venezolanischen Arbeiter links in selbstgezimmerten Hütten. Die Arbeiter rufen Cotter „Yanki“ nach. Dann streiken sie, und Cotter gerät zwischen Lagerleitung, Streikbrecher, Militär und die Buchhalterin Helen Shelton, die den Streikenden hilft. Wie es ausgeht, bleibt hier offen.</p>
<p><b>Autor:</b> Arne Leonhardt schrieb „Camp 87“ für den Verlag Neues Leben. Eine Suche nennt unter demselben Namen „Im Dämonenwald“ (Neues Leben, 1966); ob es derselbe Autor ist, ist nicht gesichert. Weitere Angaben zur Person fanden sich nicht. <b>Illustrationen:</b> Rudolf Grapentin, der auch Einband und Schutzumschlag gestaltet hat. Die Typografie besorgte Gerhard Ch. Schulz.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Der Band erschien 1964 in der Reihe „Spannend erzählt“, zwei Jahre nach der Kubakrise. Er verbindet zwei Themen, die in der DDR-Publizistik der Zeit geläufig waren: die Anklage der Rassentrennung in den USA und die Kritik an amerikanischen Konzernen in Lateinamerika. Das ist eine Einordnung aus dem Inhalt; Quellen zur Entstehung oder zu zeitgenössischen Besprechungen fanden sich nicht. Belegt ist eine Lizenzausgabe des Buchclubs 65 von 1965 mit 260 Seiten und denselben Illustrationen. Über Auflagenhöhen sagt das nichts.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Roman erzählt Rassismus als Merkmal des Kapitalismus und macht es sich dabei streckenweise leicht: Wer für den Konzern arbeitet, ist feige oder verdorben, wer streikt, ist standhaft. Interessant ist die Hauptfigur zwischen den Fronten. Cotter wird in Venezuela verschont, weil er US-Bürger ist: „Daß Sie noch leben, verdanken Sie Ihrer Staatszugehörigkeit.“ (S. 186). Das Buch kritisiert Rassismus und übernimmt zugleich dessen Sprache. Es verwendet durchgehend die damals übliche Bezeichnung „Neger“, Figuren sagen auch „Nigger“, und die Köchin Mam Rose ist in Kolonialklischees gezeichnet. Wer es liest, braucht diese Einordnung. Als Quelle zeigt es, wie die DDR ihrer jugendlichen Leserschaft Lateinamerika und Antiimperialismus als Abenteuerstoff erzählte.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Verlag Neues Leben, Berlin, 1964. Reihe „Spannend erzählt“. Gebunden mit Schutzumschlag, 262 Seiten, mit ganzseitigen Federzeichnungen. Lizenz-Nr. 303 (305/24/64), gedruckt im Karl-Marx-Werk Pößneck (V 15/30), Schrift 10 p Liberta-Antiqua.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist abgenutzt und hat Fehlstellen. Im Vor- und Nachsatz zeigen sich Alterungsflecken im Papier, die Ränder sind gebräunt. Mechanisch ist das Buch in sehr gutem Zustand, die Innenzeichnungen sind sauber erhalten.</p>
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		<title>Plastik</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/plastik-klaus-wegmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:34:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Plastik. Lehrbuch für die Kunstbetrachtung von Klaus Wegmann, erschienen 1966 bei Volk und Wissen in Berlin. Das als Schulbuch bestätigte Werk führt auf 180 Seiten von Werkstoffen und Gattungen durch die Epochen von der Urgesellschaft bis zur Bildhauerei des 20. Jahrhunderts, mit Werkvergleichen, Kurzbiografien, Zeittafeln und Bildtafeln. Kunst wird durchgehend aus Produktionsweise und Klassenverhältnissen erklärt, die Formanalysen einzelner Werke sind dabei handwerklich genau. Aufschlussreich ist das Kapitel zur Moderne, etwa zu Henry Moore und zum Personenkult in der Monumentalplastik. 1. Auflage, Zustand gut, Ecken etwas berieben bzw. angestoßen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Plastik. Lehrbuch für die Kunstbetrachtung“ führt auf 180 Seiten durch die Geschichte der Bildhauerei. Ein erstes Kapitel, „Vom Wesen der Plastik“, behandelt Werkstoffe, Werkzeuge und Gattungen. Danach folgen die Epochen von der Urgesellschaft über Ägypten, Griechenland und Rom, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus bis zur Plastik des 20. Jahrhunderts. Jede Epoche ist gleich gebaut: Lehrtext mit Werkvergleichen, lexikalische Kurzbiografien, Zeittafel, Bildtafeln. Am Ende stehen ein Verzeichnis der Gegenwartsplastik, Literaturhinweise und ein Sachwortverzeichnis. Die Abbildungen sind schwarzweiß und nach Kapitel und laufender Nummer gezählt, sodass sich Text und Bild genau aufeinander beziehen lassen. Studioaufnahmen (Kolbe, Kändler, Donatello) sind gut, Freiaufnahmen und Architekturansichten wirken körnig.</p>
<p><b>Autor:</b> Klaus Wegmann wird im Impressum mit „Dresden“ genannt. Nach einem Auktionskatalogtext wurde er 1923 geboren, war ab 1945 Neulehrer in Dresden, später Fachberater für Kunsterziehung und langjähriges Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Kunsterziehung“. Für Volk und Wissen arbeitete er an mehreren Veröffentlichungen mit. Die Einbandgestaltung stammt von Heinz Hellmis, die typographische Gestaltung von Gerhard Neitzke. Das Titelfoto zeigt Fritz Cremer bei der Arbeit an der Buchenwaldgruppe.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1966 als 1. Auflage bei Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, einem 1945 als Schulbuchverlag gegründeten Haus. Redaktionsschluss war der 15. Dezember 1965, das Ministerium für Volksbildung hatte den Band als Schulbuch bestätigt, der Ladenpreis betrug 6,50 Mark. Durchgehend gilt der historische Materialismus: Kunst wird aus Produktionsweise und Klassenverhältnissen abgeleitet, Epochen heißen „Sklavenhaltergesellschaft“, „Feudalordnung“ oder „Manufakturkapitalismus“. Sobald ein einzelnes Werk beschrieben wird, tritt die Doktrin zurück. Die Analysen zu Ponderation, Faltenwurf und Bronzeguss sind handwerklich genau, die Polemik sitzt in den Kapiteleinleitungen und Zeittafeln. Zu Auflagenhöhe, Nachauflagen oder zeitgenössischer Kritik ließ sich nichts Belastbares finden.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Es hat zwei Gebrauchswerte. Als Handwerkszeug taugt es noch: Der Vergleich von Kuros, Doryphoros und Apoxyomenos (S. 37) zeigt an drei Figuren, was Ponderation ist. Als Quelle verrät es, was ein DDR-Schulbuch Mitte der 1960er Jahre über die Moderne sagen wollte. Henry Moores stehendes Figurenpaar „erschreckt uns durch die gespenstische Umformung alles Menschlichen“ (S. 147), ungegenständliche Kunst verbreite „Pessimismus und Schicksalsglauben“ (S. 149). Im selben Kapitel nennt der Text den Personenkult in der sowjetischen Monumentalplastik eine Fehlentwicklung, die Werke erstarrten „in leerer Pose“ (S. 149). Das Bild, das sich ergibt: Antike und europäische Tradition gelten als Erbe, die klassische Moderne wird bedingt aufgenommen, die Plastik der DDR steht am Ende als Zielpunkt. Interessant ist das für Sammler von DDR-Schulbüchern, für Leser mit Blick auf die Kulturpolitik der Zeit und für alle, die Bildhauerei lieber an Werkvergleichen als an Katalogtexten lernen.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1966, 1. Auflage, 180 Seiten, schwarzweiße Abbildungen. Bestellnummer 170954-1, Lizenznummer 203 1000/65 (E) ES 11 E, Druck VEB Leipziger Druckhaus, Leipzig, Schrift Garamond.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Die Ecken sind etwas berieben bzw. angestoßen.</p>
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		<title>Fredianer und Ingenesen bleiben gesund Willy Steiger</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fredianer-und-ingenesen-bleiben-gesund-willy-steiger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 10:43:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fredianer und Ingenesen bleiben gesund von Willy Steiger, erschienen 1954 im Kinderbuchverlag Berlin. Lehrlinge streiten, ob man Krankheiten hinnehmen muss oder ihnen vorbeugen kann, und der Betriebsarzt Dr. Frieder erklärt ihnen Knochen, Blut, Herz, Impfung und Medizingeschichte, mit Versuchen, Zahlen und Technikvergleichen. Das Gesundheitslehrbuch in Erzählform ist deutlich politisch gerahmt, mit Engels, Stalin und Aufbaupathos. Illustriert von Erich Gürtzig und Rudolf Feuchter. 140 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag, 2. Auflage. Der Wissensstand ist zeitgebunden, die Ratschläge sind heute nicht als Anleitung zu lesen. Zustand gut, Schutzumschlag berieben, innen sehr gut.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> In der Lehrwerkstatt eines volkseigenen Betriebs, der „Tewa“, streiten die Lehrlinge Fred und Inge darüber, ob man Krankheiten hinnehmen muss oder ihnen vorbeugen kann. Freds Anhänger heißen Fredianer, die von Inge Ingenesen. Als Schiedsrichter dient der Betriebsarzt Dr. Frieder. An Gruppenabenden führt er die Lehrlinge durch den Körper: Knochen, Muskeln, Zähne, Blut, Herz, Atmung und Verdauung, dazu Tuberkulose, Impfung und die Geschichte der Medizin. Er arbeitet mit Versuchen zum Nachmachen, etwa einem ausgeglühten Knochen oder einem bebrüteten Hühnerei, in dem das Herz zuckt. Dazu kommen Zahlen und Technikvergleiche: Der Oberschenkelknochen ist ein Kran, das Herz eine Taschenuhr. Der Streit der Titelfiguren wird nicht ausgetragen, am Ende gilt er als entschieden.</p>
<p><b>Autor:</b> Willy Steiger. Biografische Angaben zu ihm sind nicht belegt; ein gleichnamiger Reformpädagoge (1894 bis 1976) ist nicht als derselbe Autor nachgewiesen. Weitere Werke und Stellung in der DDR sind unbekannt.</p>
<p><b>Illustrationen:</b> Erich Gürtzig (1913 bis 1993), ab 1949 freiberuflicher Kinderbuchillustrator, zeichnete den Schutzumschlag, den Einband und die Szenenbilder im Text. Rudolf Feuchter lieferte die wissenschaftlichen Zeichnungen. Es sind Strichzeichnungen, die dem Text dienen. Die besten Einfälle übersetzen Zahlen ins Anschauliche, etwa zwölf Kinder auf einem Knochen oder Blutkörperchen, die fünfmal um die Erde reichen.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1954 im Kinderbuchverlag Berlin, dem Zentralverlag für Kinderliteratur der DDR. Das Impressum nennt die 2. Auflage, 16. bis 25. Tausend, und die Altersangabe „Für Leser von etwa 12 Jahren an“. Mindestens 25.000 gedruckte Exemplare sind damit belegt. Zur Erstausgabe, zu Rezensionen und zum Schuleinsatz gibt es keine belastbaren Angaben. Die Rahmung ist deutlich politisch: Rachitis wird mit englischer Kinderarbeit erklärt und mit einem Engels-Auszug belegt, Stalin, Pieck und die Aktivistenbewegung dienen als Autoritäten und Vorbilder. Im Buch heißt es: „Der politische Kampf entscheidet also sogar über unsere Gesundheit!“ (S. 13).</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Jugendsachbuch ist es handwerklich gut gemacht, lesbar und stellenweise witzig, als Erziehungsschrift aber unverkennbar parteilich. Der Körper erscheint als Maschine und Arbeitskraft, Gesundheit vor allem als Voraussetzung guter Arbeit. Auch der Wissensstand ist zeitgebunden: Wunden nicht auswaschen, kalte Fußbäder gegen Nasenbluten, kranke Zähne als Ursache von Rheuma. Diese Ratschläge sind heute nicht als Anleitung zu lesen. Wer sehen will, wie sich Hygiene, Impfwesen und Sozialpolitik der frühen DDR in einer Lehrlingsgeschichte darstellten, findet hier ein anschauliches Zeitdokument. Die Analyse stützt sich auf einen Ausschnitt von 90 der 140 Seiten, der laut Inhaltsverzeichnis das ganze Buch abdeckt, im Mittelteil mit Lücken.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Der Kinderbuchverlag Berlin, 1954, 2. Auflage, 16.–25. Tausend. Pappband mit Schutzumschlag, 140 Seiten. Lizenznummer 304-270/98/54, DDR-Bestellnummer 3702. Satz und Druck VEB Leipziger Druckhaus, Leipzig (III/18/203). Redaktion Karl-Heinz Golka.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist berieben und hat Randläsuren, im Buch steht ein Namenseintrag. Innen ist der Zustand für das Alter sehr gut.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die gefesselte Zeit. Spiele, Spaß und Strategien</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/die-gefesselte-zeit-spiele-spass-und-strategien-ruediger-thiele/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 16:23:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die gefesselte Zeit. Spiele, Spaß und Strategien von Rüdiger Thiele, erschienen 1988 im Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin. Das Buch stellt Denk- und Geduldsspiele vor, von Schiebepuzzle, Holzknoten und Turm von Hanoi bis Domino, Labyrinth, Soma, Tangram und Nim. Zu jedem Spiel gibt es Herkunft, Regel, Strategie und eine mathematische Erklärung, dazu Baupläne zum Selbermachen und Lösungen im hinteren Teil. Gerhard Pippig zeichnete, laut Titelblatt gibt es 157 Fotos, teils farbig. Der Autor erklärt trocken und quellenkritisch, ohne politische Rahmung. 5. Auflage, 216 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag. Zustand gut, Schutzumschlag berieben und eingerissen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Die gefesselte Zeit“ ist ein Spielebuch mit mathematischem Unterbau. Rüdiger Thiele stellt Denk- und Geduldsspiele vor, von Schiebepuzzles wie dem Boss-Puzzle über Holzknoten, den Turm von Hanoi und die Chinesischen Ringe bis zu Domino, Labyrinthen, Somawürfel und Tangram. Dazu kommen Papierspiele wie Schiffeversenken und Käsekasten, Nim, Tic-Tac-Toe, Randgebiete des Schachs und ein Autorennen auf Millimeterpapier nach der Bahn von Le Mans. Jedes Kapitel folgt demselben Gang: Herkunft des Spiels, Regel, Strategie, dann die mathematische Erklärung, etwa warum manche Stellungen beim Schiebepuzzle unlösbar sind oder wie Hanoi zur Rekursion führt. Wo Spielgeräte schwer zu haben waren, stehen Baupläne mit Maßen bereit. Die Lösungen sind gesammelt im hinteren Teil des Buches untergebracht.</p>
<p><b>Autor:</b> Rüdiger Thiele. Die Zeichnungen stammen von Gerhard Pippig, die Fotos von Albrecht Körner (laut Titelblatt 157 Fotos), die Buchgestaltung von Peter Mauksch, Lektor war Konrad Haase. Ob der Autor mit dem Leipziger Mathematiker und Wissenschaftshistoriker gleichen Namens identisch ist, lässt sich aus dem Buch nicht belegen. Naheliegend ist es, bewiesen nicht.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1988 in der 5. Auflage im Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin, dem Verlag der Urania, der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Das Impressum nennt zusätzlich einen Vermerk „Verlag für populärwissenschaftliche Literatur 1984“. Zu Erstausgabe, Gesamtauflage und zeitgenössischer Kritik ließ sich nichts Belegbares finden. Politische Rahmung gibt es in den lesbaren Teilen kaum, der Kanon der Spiele ist überwiegend westeuropäisch und angloamerikanisch. Die DDR zeigt sich im Kleinen: Puzzlebauer aus Hohenstein-Ernstthal und Karl-Marx-Stadt, Ausflugsziele mit Labyrinthen wie Mosigkau, Altjeßnitz und Graitschen. Der Zauberwürfel auf dem Einband verweist auf den Rubik-Boom der Achtzigerjahre.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Der Autor nimmt seine Leser ernst. Herkunftslegenden bekommen ein „angeblich“ oder gelten als „fragwürdig“, und der Humor ist trocken: Das Vorwort schließt mit „Angaben ohne Gewähr!“ (S. 6). Wer bastelt, findet Konstruktionszeichnungen für Holzknoten, Pappdominos und Schnurspiele, die als Material Plaste, Linoleum, Draht und Knöpfe voraussetzen. Auf S. 14 steht ausdrücklich, dass es wenige der Spielgeräte zu kaufen gibt und man improvisieren kann. Die Mathematik ist zeitlos, so taugt das Buch auch für Mathe-AG, Familienrunde und Regentage. Sammler von DDR-Sachbüchern bekommen ein Zeitdokument privater Freizeitgestaltung mit aufwendiger Ausstattung, teils farbig.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin 1988, 5. Auflage. 216 Seiten, Pappband mit Schutzumschlag. ISBN 3-332-00080-2, DDR-Bestellnummer 653 798 9, Lizenznummer VLN 212-475/170/88, LSV 1009. Druck: Druckhaus Karl-Marx-Stadt, Lichtsatz Interdruck Leipzig.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Schutzumschlag ist berieben und hat einen Einriss, sonst ist das Exemplar sehr gut erhalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Spielzeug</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/spielzeug-autorenkollektiv-doebrich-elsner-rau-zipprich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 14:24:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Spielzeug“ ist ein Fachbuch des Fachbuchverlags Leipzig von 1958, geschrieben von einem Autorenkollektiv um Hans Döbrich, Charlotte Elsner, Edgar Rau und Dagmar Zipprich. Auf 300 Seiten mit 220 Bildern behandelt es Spielzeuggeschichte, Pädagogik, industrielle Herstellung mit Kalkulation und den Verkauf im Fachhandel. Das Geleitwort stammt von einem Fachgebietsleiter der Staatlichen Plankommission und datiert vom 1. Dezember 1957. Dazu kommen ein Sachwortverzeichnis und ein Anzeigenteil mit Herstellern der DDR. Als Handbuch ist es überholt, als Quelle zu Sonneberg, Spielwarenproduktion und Fachhandel in den Fünfzigerjahren ist es ergiebig. Leineneinband ohne Schutzumschlag, Zustand gut, Flecken auf dem Einband.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> „Spielzeug“ verbindet in einem Band, was sonst getrennt behandelt wurde: Geschichte, Pädagogik, Herstellung und Verkauf. Dagmar Zipprich erzählt die Spielzeuggeschichte von der Vorzeit bis nach Sonneberg und fasst sie als Geschichte der Besitz- und Arbeitsverhältnisse. Charlotte Elsner schreibt über die Entwicklung des Kindes und über Anforderungen an Spielzeug nach Altersstufen, darunter eine Tabelle „Welches Spielzeug in welchem Alter?“ (S. 126 f.). Edgar Rau behandelt die technischen Voraussetzungen der Produktion von Holz-, Metall- und Plastikspielwaren, mit Fertigungsfotos, Stückliste, Normzeiten und einem Kalkulationsformular. Hans Döbrich widmet sich dem Verkauf und gibt Verkäufern Musterdialoge an die Hand. Am Ende stehen Literaturverzeichnis, Bildquellennachweis, Sachwortverzeichnis und ein Anzeigenteil mit Herstellern der DDR.</p>
<p><b>Autoren:</b> Das Kollektiv besteht laut Impressum aus Hans Döbrich (Verdienter Lehrer des Volkes, Direktor der Fachschule für Angewandte Kunst in Sonneberg), Charlotte Elsner (Kindergärtnerin in Dresden), Edgar Rau (Konstrukteur und Gestalter von Spielwaren im VEB ZKEB für Musikinstrumente, Klingenthal, Außenstelle Plauen) und Dagmar Zipprich (Schriftstellerin in Berlin). Redaktionell bearbeitet hat es Dr. Rudolf Dietze. Zeichnungen für Schutzumschlag und Einband stammen von Dorette Preiß, Leipzig. Zu ihr und zu den drei zuletzt genannten Autoren ließen sich keine weiteren Angaben finden.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch entstand Ende 1957 (Redaktionsschluss 6.12.1957) und erschien 1958 im Fachbuchverlag Leipzig. Das Geleitwort von Andrä, Fachgebietsleiter in der Staatlichen Plankommission, ist auf den 1. Dezember 1957 datiert. Es nennt Spielwaren einen Industriezweig von „hoher kultureller und ökonomischer Bedeutung“ und begründet das Buch damit, dass Produktion und Handel bisher fehlten. Die Rahmung ist ungleich verteilt: Im Geschichtsteil trägt sie die ganze Darstellung, im Technikteil ist sie kaum zu finden. Der Text denkt die Branche noch gesamtdeutsch und nennt Coburg und Nürnberg neben Sonneberg und Seiffen. Zu Auflage und zeitgenössischer Aufnahme liegen keine belastbaren Angaben vor, das Buch selbst nennt keine Auflage.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Handbuch ist es überholt, es empfiehlt noch Zelluloid und hält Plast für unbedenklich. Als Quelle ist es ergiebig. Wer Sonneberger Hausgewerbe, Puppenfertigung, Preisbildung im Plan oder die Verkaufsschulung im Fachhandel sucht, findet das hier in einem Band, der Anzeigenteil ersetzt ein kleines Branchenverzeichnis. Die Pädagogikkapitel sind gelegentlich verblüffend gegenwärtig: Es gebe „keine Spezialspielzeuge für Mädchen oder für Jungen“ (S. 80). Anderes ist zeitgebunden, etwa Bildunterschriften mit heute nicht mehr verwendbaren Wörtern oder die Rollenzuschreibung an Mädchen im Spiel. Das Buch richtet sich an Spielzeugsammler und Sonneberg-Interessierte, außerdem an alle, die Wirtschafts- und Alltagsgeschichte der Fünfzigerjahre aus Primärquellen lesen wollen.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> Fachbuchverlag Leipzig, 1958. Von einem Autorenkollektiv, mit 220 Bildern. Lizenznummer 114-210/87/58. Satz und Druck: VEB Offizin Andersen Nexö, Leipzig. 300 Seiten, Leineneinband mit rotem Aufdruck, ohne Schutzumschlag.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gesamtzustand gut. Der Einband hat Flecken, siehe Foto. Sonst guter Zustand.</p>
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			</item>
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		<title>Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser DDR 1962</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/fachkunde-kraftfahrzeugschlosser-autorenkollektiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fred Sonntag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 12:39:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser“ ist ein Lehrbuch des VEB Verlag Technik, Berlin 1962, verfasst von einem Autorenkollektiv. Auf 752 Seiten mit 784 Abbildungen führt es Lehrlinge und Facharbeiter durch Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung, Bereifung, Triebwerk und Verbrennung. Es ist eine starke Überarbeitung des Lehrbuches von E. Dähn und erschien in der Reihe „Lehrbücher für die Berufsausbildung“. Der Fachteil ist nüchtern, der ideologische Rahmen mit Planzahlen und Systemvergleich steht an den Kapitelrändern. Heute ist es eine Quelle für Pfleger von Trabant, Wartburg und Robur und ein Zeitdokument der Berufsausbildung. Zustand gut, Ecken und Kanten etwas berieben, innen tadellos, mit Beilage.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Inhalt:</b> Das Lehrbuch führt Lehrlinge und Facharbeiter durch das ganze Fahrzeug. Es beginnt mit Fahrzeugarten, Bauelementen, Standardisierung und Montage, behandelt dann Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung und Bereifung und geht weiter zu Triebwerk, Verbrennung und Motorteilen. Am Ende stehen das Prüfen und die Betriebsstoffe. Die Kapitel folgen einem festen Muster: Aufgabe, Bauteile, Berechnung, Wartung und Instandsetzung, zum Schluss Kontrollfragen im Imperativ („Erläutere“, „Begründe“). Das Buch hat 784 Abbildungen, vor allem Strichzeichnungen und Fließschemata, dazu Fotoserien wie die Montage der Vorderachse (S. 126 f.).</p>
<p><b>Autor:</b> Verfasser ist laut Titel ein Autorenkollektiv. Das Impressum nennt neun Bearbeiter, darunter Folkmar Kinzer, Eberhard Klimmer und Hans Schönersted, und eine Redaktion aus Folkmar Kinzer, Kurt Lemmer und Karl-Heinz Schulze. Es ist eine starke Überarbeitung des Lehrbuches „Fachkunde Kraftfahrzeugschlosser und Kraftfahrzeughandwerker“ von E. Dähn. Einbandgestaltung: Werner Fahr.</p>
<p><b>Historischer Kontext:</b> Das Buch erschien 1962 im VEB Verlag Technik, Redaktionsschluss war der 31. August 1961. Es gehört zur Reihe „Lehrbücher für die Berufsausbildung“. Das Vorwort stützt die Neubearbeitung auf die Beschlüsse des III. Berufspädagogischen Kongresses. Der ideologische Rahmen sitzt an den Rändern: in der Einleitung, am Anfang einzelner Kapitel und in Einschüben mit Planzahlen. Dazwischen liegen oft viele Seiten reiner Fachteil ohne jede Wertung. Zwischen den Zeilen steht der Mangel. Gummifedern sparen „Importe für hochwertigen Federstahl“, und das Regenerieren von Teilen wird empfohlen, statt sie zu verschrotten. Auflagenhöhe und Verwendung im Lehrplan sind nicht belegt.</p>
<p><b>Was dieses Buch heute interessant macht:</b> Als Anleitung für heutige Fahrzeuge taugt es nicht mehr. Kp, PS, Magnetzünder und Hebelstoßdämpfer sind überholt. Die Grundlagen von Rahmen, Federung, Verbrennung und Klopfen gelten dagegen unverändert und sind gut erklärt. Wer einen Trabant, Wartburg oder Robur pflegt, findet hier den Stand der Werkstattpraxis um 1960, und das Buch nennt diese Fahrzeuge ausdrücklich. Dazu kommt der Blick des Historikers. Das Buch räumt offen ein, dass die Theorie der Stoßdämpfung „noch nicht umfassend geklärt“ sei (S. 93), und behauptet auf S. 44, die „Wandlungen der Mode in der Formgebung“ hätten in der sozialistischen Wirtschaft „keine Bedeutung“. Bei den Vorhersagen zu Kreiskolbenmotor, Gasturbine und Kernantrieb ist vieles nicht eingetreten, Scheibenbremse und Elektroantrieb dagegen schon. Ein Lesebuch ist es nicht, aber ein gutes Blätterbuch.</p>
<p><b>Hinweis zur Auswertung:</b> Für diese Beschreibung wurden die Einleitung und die Kapitel zu Fahrwerk, Rahmen, Federung, Lenkung, Bereifung, Triebwerk und Verbrennung gelesen (etwa S. 15 bis 375) sowie zwei Seiten aus Kapitel 53. Die übrigen Teile, etwa Kraftübertragung, Bremsen und elektrische Anlage, sind hier nicht bewertet.</p>
<p><b>Ausgabe:</b> VEB Verlag Technik, Berlin 1962. 752 Seiten, Pappband mit Leinenrücken, farbig bedruckter Einband mit blau getöntem Foto, ohne Schutzumschlag. Bestell-Nr. 44 167, Lizenz VLN 201, Dg. Nr. 370/218/62. Satz und Druck: VEB Berliner Druckhaus. Mit Beilage.</p>
<p><b>Erhaltungszustand:</b> Gut. Ecken und Kanten sind etwas berieben, innen ist das Buch tadellos. Eine Beilage liegt bei.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrbuch für Geschichte 10. Klasse Teil 1 Oberschule und erweiterte Oberschule</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/lehrbuch-fuer-geschichte-null/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 17:58:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dieses original DDR-Geschichtslehrbuch für die 10. Klasse von 1966 ist ein faszinierendes Zeitdokument der sozialistischen Bildung.

Seine ikonische Einbandgestaltung von Rudolf Grapentin symbolisiert den antifaschistischen Kampf und den Sieg des Sozialismus.

Ein unverzichtbarer Einblick in die Geschichtsinterpretation der DDR und ein begehrtes Sammlerstück für Historiker und Liebhaber der Buchkunst.

---&#62; Einband: Hardcover Halbleinen 16 x 22 cm]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Einblick in die DDR-Bildungspolitik: Ein Geschichtslehrbuch von 1966</h3>
<p>Tauchen Sie ein in die Bildungswelt der Deutschen Demokratischen Republik mit diesem originalen „Lehrbuch für Geschichte“ aus dem Jahr 1966, speziell konzipiert für die 10. Klasse der Oberschulen und erweiterten Oberschulen. Herausgegeben vom renommierten <b>Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin</b>, dem zentralen Schulbuchverlag der DDR, diente dieses Werk der ideologischen und historischen Prägung einer ganzen Generation. Es wurde vom Ministerium für Volksbildung offiziell als Schulbuch bestätigt und ist somit ein authentisches Zeugnis des staatlich verordneten Geschichtsverständnisses.</p>
<h3>Die Ikonische Einbandgestaltung von Rudolf Grapentin</h3>
<p>Ein absolutes Highlight ist die ausdrucksstarke Einbandgestaltung von <b>Rudolf Grapentin</b>, einem bekannten Grafiker und Buchgestalter der DDR. Das Cover zeigt eine tief symbolische Szene: Eine Gestalt in gestreifter Häftlingskleidung, die sich aus Stacheldraht und dem Schatten eines Galgens befreit, die Faust erhebt und in einer Gruppe von Arbeitern oder Revolutionären mit wehender roter Fahne aufgeht. Dieses Bild verkörpert die zentrale Narrative der DDR-Geschichtsschreibung: den antifaschistischen Befreiungskampf, den Sieg des Sozialismus und die Überwindung von Unterdrückung. Grapentins Werk ist ein Meisterstück der politischen Grafik, das auf den ersten Blick die ideologische Ausrichtung des Buches verdeutlicht und es zu einem begehrten Sammlerstück macht.</p>
<h3>Inhaltliche Schwerpunkte: Geschichtsinterpretation im Sozialismus</h3>
<p>Obwohl die konkreten Inhalte ohne eine Inhaltsübersicht spekulativ sind, lässt die politische Ausrichtung des Buches und der damalige Lehrplan auf folgende Schwerpunkte schließen: Eine marxistisch-leninistische Interpretation der Weltgeschichte, die besondere Betonung des Klassenkampfes, die Geschichte der Arbeiterbewegung, der Sieg über den Faschismus (in Anlehnung an die sowjetische Kriegserzählung), die Gründung und Entwicklung der DDR sowie die Rolle der sozialistischen Staaten im Kalten Krieg. Dieses Lehrbuch bietet somit einen faszinierenden Einblick, wie die Geschichte aus Sicht der DDR vermittelt wurde – eine Perspektive, die sich oft radikal von westlichen Darstellungen unterschied.</p>
<h3>Ein Zeitdokument für Sammler und Historiker</h3>
<p>Für Sammler von DDR-Literatur, Historiker, Pädagogen und Liebhaber von Buchkunst ist dieses „Lehrbuch für Geschichte“ ein unverzichtbares Dokument. Es ist nicht nur ein seltenes Exemplar eines historischen Schulbuchs, sondern auch ein Kunstwerk der Buchgestaltung und eine wertvolle Primärquelle für das Studium der DDR-Bildungspolitik und Propaganda. Die Herkunft aus dem <b>Karl-Marx-Werk Pößneck</b> als Druckerei unterstreicht zudem die ideologische Verwurzelung des gesamten Produktionsprozesses. Ein Stück gelebter Geschichte, das die Denkweise und Lehrmethoden einer vergangenen Epoche greifbar macht.</p>
<h3>Produktdetails:</h3>
<ul>
<li><b>Titel:</b> Lehrbuch für Geschichte, 10. Klasse, Teil I</li>
<li><b>Verlag:</b> Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin</li>
<li><b>Erscheinungsjahr:</b> 1966</li>
<li><b>Einbandgestaltung:</b> Rudolf Grapentin</li>
<li><b>Druck:</b> Karl-Marx-Werk Pößneck</li>
<li><b>Klassifizierung:</b> Schulbuch, offiziell bestätigt vom Ministerium für Volksbildung der DDR</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Physik Klasse 8 Unterrichtshilfen</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/unterrichtshilfen-physik-null-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 17:45:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entdecken Sie ein authentisches Stück DDR-Bildungsgeschichte: Die 'Unterrichtshilfen Physik Klasse 8' von 1985.

Dieses seltene Exemplar des Volk und Wissen Verlags bietet einen tiefen Einblick in die Physikdidaktik der späten DDR-Ära und ist ein unverzichtbares Dokument für Sammler und Historiker.

Ein einzigartiges Zeugnis des sozialistischen Bildungssystems.

---&#62; Hardcover 17 x 24 cm]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Zeitreise in die Schulbank der DDR: &#8218;Unterrichtshilfen Physik Klasse 8&#8216; von 1985</h3>
<p>Tauchen Sie ein in die Bildungsgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik mit diesem authentischen Exemplar der &#8218;Unterrichtshilfen Physik Klasse 8&#8216;, herausgegeben vom renommierten Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin im Jahr 1985. Dieses Buch ist weit mehr als ein einfaches Lehrmittel – es ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Fenster in das pädagogische System einer längst vergangenen Epoche und ein faszinierendes Dokument der Wissenschaftsvermittlung im Sozialismus.</p>
<h3>Der Verlag &#8218;Volk und Wissen&#8216;: Das Herzstück der DDR-Pädagogik</h3>
<p>Der Volk und Wissen Volkseigener Verlag war der zentrale und maßgebliche Schulbuchverlag der DDR. Gegründet 1949, war er verantwortlich für die Entwicklung und Herausgabe aller Lehrpläne, Lehrbücher und Unterrichtsmaterialien von der Vorschule bis zur Abiturstufe. Seine Publikationen waren nicht nur Träger von Wissen, sondern auch Spiegel der staatlichen Bildungsziele und der sozialistischen Ideologie. Ein Buch aus diesem Verlag garantiert somit höchste Authentizität und direkte Verbindung zum offiziellen Bildungswesen der DDR.</p>
<h3>Physikunterricht in der DDR: Mehr als nur Formeln</h3>
<p>Der Physikunterricht in der DDR legte großen Wert auf eine fundierte naturwissenschaftliche Bildung, die eng mit der polytechnischen Ausbildung und der Praxisrelevanz verknüpft war. Die &#8218;Unterrichtshilfen&#8216; für die 8. Klasse boten den Lehrkräften detaillierte Anleitungen, Methodikvorschläge und Lösungen, um den einheitlichen Lehrplan effektiv umzusetzen. Themen wie Mechanik, Wärme, Elektrizität und Magnetismus wurden dabei nicht nur theoretisch, sondern stets auch mit Blick auf ihre Anwendung in Industrie und Alltag vermittelt. Dieses Buch zeigt, wie die wissenschaftlichen Grundlagen für eine zukünftige, sozialistische Gesellschaft gelegt wurden.</p>
<h3>Die Besonderheit dieser Ausgabe: Eine späte Momentaufnahme</h3>
<p>Diese Ausgabe von 1985, als 1. Auflage erschienen, ist besonders bemerkenswert. Sie stammt aus den letzten Jahren der DDR und fängt den Stand der Physikdidaktik und des Lehrplans kurz vor den politischen Umwälzungen ein. Produziert vom Grafischen Großbetrieb Völkerfreundschaft Dresden, einem der bedeutendsten Druckereien der DDR, und mit Zeichnungen von Christa Kunz sowie einem Einband von Erika Kerschner, ist jedes Detail ein Zeugnis der damaligen Produktions- und Gestaltungskultur. Die &#8218;Unterrichtshilfen&#8216; sind zudem in der Regel schwerer zu finden als die eigentlichen Schülerbücher, da sie in geringerer Auflage für den Lehrerstab produziert wurden.</p>
<h3>Ein Sammlerstück mit Bildungs- und Zeitgeschichte</h3>
<p>Für Sammler von DDR-Literatur, Historiker der Pädagogik oder einfach Liebhaber seltener Bildungsdokumente ist dieses Exemplar ein Muss. Es bietet nicht nur Einblicke in die spezifische Vermittlung von Physik in der DDR, sondern auch in die Organisation eines gesamten Bildungssystems. Eine seltene Gelegenheit, ein unberührtes Stück historischer Lehrmittel in die Hände zu bekommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Haltung von Vögeln Krankheiten der Vögel</title>
		<link>https://shop.ddrbuch.de/produkt/haltung-von-voegeln-krankheiten-der-voegel-harry-kronberger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mondsichellicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 11:12:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tauchen Sie ein in die Welt der Ornithologie und Veterinärmedizin der DDR mit diesem Standardwerk von Professor Dr. Harry Kronberger. Die 4. Auflage von 1979 bietet eine umfassende Anleitung zur artgerechten Haltung und detaillierte Einblicke in Krankheiten von Vögeln.

Ein unverzichtbares Referenzwerk für Veterinäre, Züchter und ernsthafte Vogelliebhaber, herausgegeben vom renommierten VEB Gustav Fischer Verlag Jena.

Dieses Buch ist nicht nur ein praktischer Ratgeber, sondern auch ein faszinierendes Dokument der Wissenschaftsgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik.

---&#62; Hardcover Ganzleinen mit Papierschutzumschlag 15 x 21 cm]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein umfassendes Standardwerk der Vogelkunde aus der DDR</h3>
<p>Wir präsentieren Ihnen ein herausragendes Referenzwerk aus der ehemaligen DDR: »Haltung von Vögeln Krankheiten der Vögel« von Veterinärrat Professor Dr. sc. med. vet. Harry Kronberger. Diese vierte, unveränderte Auflage aus dem Jahr 1979, erschienen im renommierten VEB Gustav Fischer Verlag Jena, ist ein Zeugnis fundierter Wissenschaft und praxisnaher Expertise. Es bietet einen tiefgehenden Einblick in die Vogelkunde, die Veterinärmedizin und die wissenschaftliche Publikationslandschaft der Deutschen Demokratischen Republik.</p>
<h3>Der Autor: Professor Dr. Harry Kronberger – Eine Koryphäe der Veterinärmedizin</h3>
<p>Professor Dr. Harry Kronberger (†), eine anerkannte Koryphäe seines Fachs, war Leiter der Fachgruppe Veterinär-Pathologie und -Pathophysiologie der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Sein akademischer Titel »Dr. sc. med. vet.« unterstreicht seine hohe wissenschaftliche Qualifikation. Durch seine langjährige Forschung und Lehre prägte er die veterinärmedizinische Landschaft der DDR maßgeblich. Dieses Buch ist ein dauerhaftes Denkmal seiner Expertise, das auch nach seinem Ableben in unveränderter Form weiterverlegt wurde – ein Beweis für die bleibende Relevanz und Qualität seines Werkes.</p>
<h3>Inhalt: Tiefgang für Praktiker und Enthusiasten</h3>
<p>Das Werk ist zweigeteilt und deckt umfassend alle Aspekte der Vogelhaltung und -gesundheit ab. Der erste Teil, »Haltung von Vögeln«, widmet sich den essenziellen Grundlagen der artgerechten Pflege: von der Auswahl und Einrichtung des Lebensraums über die Ernährung bis hin zu hygienischen Maßnahmen. Der zweite Teil, »Krankheiten der Vögel«, ist eine detaillierte Abhandlung über die Pathologie, Diagnose, Therapie und Prophylaxe von Vogelkrankheiten. Mit 60 Abbildungen und 5 Tabellen ist das Buch reich illustriert und didaktisch aufbereitet, was es zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk für Veterinäre, Ornithologen, professionelle Vogelzüchter und ernsthafte Hobbyisten macht, die ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis der Materie suchen.</p>
<h3>Der VEB Gustav Fischer Verlag Jena – Ein Pfeiler der Wissenschaft in der DDR</h3>
<p>Der VEB Gustav Fischer Verlag Jena war einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Verlage in der DDR, mit einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins Jahr 1878 zurückreicht. Als Volkseigener Betrieb (VEB) spielte er eine zentrale Rolle bei der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Fachliteratur in der DDR und darüber hinaus. Bücher aus diesem Verlag standen für hohe fachliche Qualität und wissenschaftliche Seriosität. Diese Ausgabe, »Printed in the German Democratic Republic« und zu einem Preis von 36,20 M (DDR-Mark) angeboten, ist ein authentisches Stück Buchgeschichte der DDR.</p>
<h3>Die 4. Auflage von 1979 – Beständigkeit und Aktualität</h3>
<p>Die Tatsache, dass es sich um die vierte, unveränderte Auflage handelt, spricht für die zeitlose Gültigkeit und den anerkannten Standard des Inhalts. Trotz der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen bleibt Kronbergers Werk ein maßgeblicher Leitfaden. Gedruckt wurde das Buch von der Druckerei „Magnus Poser“ in Jena, die Ätzungen besorgte Interdruck aus Leipzig, und der Text wurde in der Schriftart »Moderne Extended« gesetzt, was die sorgfältige handwerkliche und technische Ausführung unterstreicht.</p>
<h3>Ein Stück Wissenschaftsgeschichte und ein praktischer Ratgeber</h3>
<p>Dieses Buch ist mehr als nur ein Fachbuch; es ist ein kulturhistorisches Dokument, das die wissenschaftliche Expertise der DDR auf dem Gebiet der Veterinärmedizin widerspiegelt. Es richtet sich an Sammler von DDR-Literatur, Liebhaber seltener Fachbücher und jeden, der sich für die Gesundheit und Haltung von Vögeln auf wissenschaftlichem Niveau interessiert.</p>
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